Handball, 3. Liga West

Ein ganz besonderer Heimkehraus

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Im Hinspiel in der Glockenspitzhalle ging es leidenschaftlich zur Sache: Fabian Hecker (links) und Lukas Hüller (rechts) gaben gegen Marcel Görden & Co alles, doch am Ende siegten die Krefelder knapp 24:22.

Halver – Hans-Peter Müller ist dieser Tage bei den SGSH Dragons doppelt gefordert. Da Cheftrainer Stefan Neff nach einer Operation noch kürzer treten muss, fällt dem Trainerfuchs diesmal vor allem die Vorbereitung auf das letzte Highlight der Saison zu. Am Samstag kommt der Meister HSG Krefeld zum SGSH-Heimkehraus nach Halver (Anwurf 19.30 Uhr).

Gipfeltreffen, Abschiede – Todor Ruskov, Inigo Jorajuria und Nicholas Plessers machen ihr letztes Heimspiel für das Neff-Team –, es dürfte ein emotionaler Abend werden an der Mühlenstraße. Die Vorbereitung aufs Spiel ist in der Regel weniger emotional – ein bisschen emotional aber war sie dann diesmal doch. „Ich habe mir noch ein paar Mal das Video aus dem Dezember angeschaut“, sagt Hans-Peter Müller und zieht daraus schon vor dem Spiel eine relativ enorme Motivation für ein Spiel, in dem es faktisch um nicht mehr viel geht. „Zu sieben Achteln des Spiels waren wir die bessere Mannschaft“, sagt Müller, „deshalb wollen wir auch unbedingt dieses Rückspiel gewinnen. Alle sind heiß.“

Umkämpftes, enges Hinspiel

Zur Erinnerung: In der Glockenspitzhalle war die Titelfrage noch völlig offen. So eng wie an der Spitze der Tabelle war auch das Spiel, das die HSG am Ende mit dem lautstarken Anhang im Rücken ein wenig glücklich 24:22 gewann. Es war ein Wirkungstreffer für die Dragons, die in den Wochen danach entscheidend Federn ließen im Fernduell mit den Seidenstädtern. Alle Konjunktive verbieten sich dieser Tage, ein Knackpunkt war das Hinspiel aber allemal. Vor dem Rückspiel sagt Müller: „Wir wissen um die individuelle Klasse der Krefelder.“ Dann zählt er viele Namen auf, fast die komplette Mannschaft. Aber Müller sagt auch: „Am Samstag wird es allein auf die Einstellung ankommen, darauf, wer dieses Spiel mehr gewinnen will, wer mehr Spaß in den Backen hat.“

Dass die Dragons zur Attacke blasen werden, dass sie Spaß an diesem Spiel haben. davon ist das Trainergespann fest überzeugt. Die Frage ist, wie die Krefelder mit diesem Kräftemessen umgehen werden. Die Spiele in Halver und dann zum Saisonfinale gegen den VfL Gummersbach II sind für das Team des Dänen Ronny Rogawska quasi die letzten beiden Vorbereitungsspiele für den 11. Mai. Dann beginnt die Aufstiegsrelegation, in der die Krefelder aller Voraussicht nach auf den HC Empor Rostock treffen werden. „Ein Spiel gegen uns ist da noch einmal ein echter Prüfstein“, sagt Müller zwar, weiß aber auch, dass die Gäste eine ähnliche Leidenschaft wie im Hinspiel wohl vermeiden werden. Noch einmal der Rückblick in den Dezember: Nach dem Krefeld-Spiel gab es gerade beim Gast erhebliche Verluste: Lukas Hüller (Nasenbeinbruch), David Bleckmann (Kahnbeinbruch) und Ante Vukas (Gehirnerschütterung) fielen aus, David Bleckmann bis heute.

Ausfälle kann sich die HSG vor der Relegation gar nicht leisten. Ob in Halver Kreisläufer Marcel Görden nach seinem Nasenbeinbruch erstmals dabei sein wird, es ist offen. Ein Risiko wird die HSG gewiss nicht eingehen. Auch Keeper Stefan Nippes, einer der Matchwinner im Hinspiel, fehlt seit Monaten mit einer Knieverletzung. Bei den Dragons dagegen sind nach der Osterpause alle Mann fit. Auch David Bleckmann. Aber der Youngster wird nicht spielen. „Der Kopf muss da über das Herz siegen“, sagt Hans-Peter Müller, „er dürfte zwar erstmals wieder spielen, aber für die letzten zwei Spiele werden wir auf jeden Fall kein Risiko eingehen.“

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