Handball, Verbandsliga-Splitter

„Alles mitnehmen, was geht“

+
Tamas Kiss und Co. stehen vor einer ganz schweren Aufgabe in Schwelm.

RSVE Siegen - SGSH Dragons II (Samstag, 19.15 Uhr):  Das Saisonziel, sprich: der Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga, ist seit dem vergangenen Samstag erreicht. Für die zwei Spiele, die die SGSH Dragons II nun noch zu bestreiten haben, gilt ergo dasselbe wie schon für die Nachholpartie beim HSC Haltern-Sythen: Jedweder Druck – und Druck hatte die Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt ja vom ersten Spieltag an – ist passé. Das heißt jedoch nicht, dass es die Handballer aus Schalksmühle und Halver auf der Zielgeraden allzu locker angehen wollen: „Ich möchte schon noch alles mitnehmen, was geht“, betont Trainer Mark Dragunski vor dem Auswärtsspiel beim RSVE Siegen am Samstag (19.15 Uhr, Sporthalle Hubenfeld).

Etwas gegangen wäre für die Dragons-Reserve beinahe vor drei Tagen beim Meister: Bei der 23:27-Niederlage in Haltern ärgerte sie den künftigen Oberligisten bis in die Schlussphase hinein. „Eine gute Leistung von uns“, sagt Dragunski über die Darbietung seiner Mannschaft, hebt aber gleichzeitig hervor: „Ich hätte es gern gesehen, wenn wir das Spiel noch ein bisschen länger offen gehalten hätten.“

Gegner auf Augenhöhe

Geht es nach dem Coach, so sollen seine Schützlinge nun in Siegen an die jüngste Leistung anknüpfen und punktemäßig Versäumtes möglichst nachholen. Zumal deshalb, weil der gastgebende, nur vier Zähler besser gestellte RSVE zumindest theoretisch leichter zu schlagen sein dürfte als der HSC Haltern-Sythen. „Das ist ein Gegner auf Augenhöhe“, sagt Dragunski dann auch über die Truppe von Trainerfuchs Caslav Dincic, gegen die die SGSH II das Hinspiel mit 26:23 für sich entscheiden konnte, „eine junge Mannschaft, die in dieser Saison ähnlich wie wir mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte.“

Sonderliche Personalsorgen plagen die SGSH Dragons II vor dem vorletzten Saisonspiel nicht. Im Vergleich zur Haltern-Partie rechnet Mark Dragunski wieder mit Raphael Krause und Finn Schnepper, bangt allerdings noch um den Einsatz der angeschlagenen "Benno" Walter und Nils Leicht.

TG RE Schwelm - TS Evingsen (Samstag, 18 Uhr): Erstes Etappenziel ist erreicht: Der direkte Wiederabstieg für die Landesligahandballer der Turnerschaft Evingsen nach dem vierten Sieg in Serie nicht mehr möglich. Aber die Schmoll-Sieben möchte schon an diesem Wochenende mehr, nämlich den Ligaverbleib unter Dach und Fach bringen. „Nach Möglichkeit ohne fremde Hilfe“, formuliert Trainer Sascha Schmoll – angesichts der Auswärtspartie beim ungeschlagenen Meister TG RE Schwelm (Samstag, 18 Uhr, Dreifachsporthalle) – sein durchaus ambitioniertes Vorhaben.

„Natürlich sind wir Außenseiter“, räumt Schmoll ein, „aber das waren wir gegen Villigst/Ergste auch“, erinnert er sich an das 37:35 gegen die tempofesten Youngster aus Schwerte. Gegen Schwelm ist der Weg zum Erfolg trotz des feststehenden Aufstiegs des Gegners noch steiniger, denn „Rote Erde spielt mit Sicherheit die beste erste und zweite Welle der Liga“, weiß der TSE-Coach um die große Qualität im Aufgebot des Gegners.

Offenes Hinspiel

Mut macht ihm aber das Hinspiel. „Da haben wir die Begegnung 46 Minuten lang völlig offen gehalten, hatten uns das Unentschieden verdient, ehe wir die Gäste mit einer Phase der fehlenden Konzentration dann haben entscheidend davonziehen lassen.“ Diese Fehler möchte Schmoll am Samstag vermeiden. „Konzentrierte Angriffe mit sicheren Abschlüssen“, hat er als ein Erfolgsrezept ausgemacht, um die Rode-Sieben zu ärgern. Dann nämlich kann Schwelm nicht seine gefürchteten Gegenstöße laufen, „und im aufgebauten Angriff haben wir die Schwelmer mit offensiver 3-2-1-Abwehr eigentlich ganz gut im Griff gehabt“, hofft Schmoll auf eine diesbezügliche Wiederholung des Hinspiels.

Pech allerdings für die Turnerschaft: Neben Langzeitausfall Lüling fehlen am Samstag auch weiter Hell sowie Dragila, Menzel und Hoinka. Sollte es daher nicht zu Punkten in Schwelm reichen, bleibt den Evingsern ein doppelter Trost: Verliert Bösperde bei der TG Voerde und gibt Letmathe (gegen Villigst/Ergste) einen Zähler ab, ist der direkte Ligaverbleib schon am Sonntagabend geschafft, ansonsten bliebt das finale Heimspiel gegen Menden II – die Zeichen stehen auf eine weitere Landesligaspielzeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare