Handball

Kraftakt wider den Stimmungsdämpfer

+
Christopher Klasmann hat „grünen Licht“ für seinen Einsatz gegeben. Ob er im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird, muss abgewartet werden.

Schalksmühle – Auswärtsmisere gestoppt, dreimal in Folge gewonnen – der Betrachter könnte auf die Idee kommen, die bevorstehende Weihnachtspause komme für die SGSH Dragons in der 3. Liga Nord-West zum falschen Zeitpunkt. Dem widersprechen Hans-Peter Müller und Mark Dragunski indes unisono. „Die Jungs brauchen die Pause ganz dringend“, sagt Hans-Peter Müller. „Vom Kader her wird es in der Breite inzwischen ganz schön eng“, fügt Mark Dragunski an. Der Plan: Zwei Punkte mitnehmen im letzten Spiel des Jahres und dann ganz schnell in den Regenerationsmodus schalten. Die dann 17 Spieltage seit Ende August haben Spuren hinterlassen. Vor die Pause hat der Spielplan derweil ein Derby gesetzt. Eines am Freitagabend und zudem mit klar verteilten Rollen. Die Dragons sind als Tabellendritter beim Schlusslicht SG Menden Sauerland Wölfe (Anwurf 20 Uhr, Kreissporthalle Menden) zu Gast.

Alles andere als ein Sieg in dieser Konstellation wäre ein herber Stimmungsdämpfer für die Festtage. Mark Dragunski warnt trotzdem: „Erstens ist es ein Derby, zweitens ein Auswärtsspiel“, sagt der Ex-Nationalspieler, „und drittens sieht es personell gar nicht gut aus.“ Zu den Langzeitausfällen Dominik Spannekrebs und David Bleckmann gesellt sich am Freitagabend auf jeden Fall Cedric Geitmann (Daumenverletzung).

Christopher Klasmann will es probieren. „Aber da muss man erst mal abwarten, ob das geht“, sagt Dragunski und traut dem Braten noch nicht. Die Gastgeber allerdings klagen nicht minder: Linkshänder-Notstand ist in Menden angesagt: Felix Thier hat sich im Spiel gegen Minden II am Knie verletzt, Mathias Zimny fällt seit Wochen aufgrund eines Golferarms aus, nun hat es auch noch Dominik Flor mit einer Kapselverletzung an der Wurfhand erwischt. Bleibt Sebastian Loos als Linkshänder – und aus der Reserve Lauritz Wefing, der allerdings wie einige andere Spieler des Kaders nach einer Erkältung nicht topfit ist.

Für Wölfe-Coach Micky Reiners, dessen Vertrag vor dem Rückrundenstart gerade frisch verlängert worden ist, ergibt es daraus eine klare Einschätzung. „Mehr Außenseiter geht nicht“, sagt Reiners, schiebt allerdings nach: „Wir werden alles in die Waagschale werfen. Die Heimspiele gegen die SGSH waren bisher immer enge Spiele. Ich hoffe, dass uns das auch diesmal gelingt.“

Im Hinspiel am Löh hielten die Wölfe, bei denen mit Moritz Eigenbrodt (71/27) ein Ex-SGSH-Spieler der beste Torschütze im bisherigen Saisonverlauf ist, eine Halbzeit lang sehr gut mit, um dann doch chancenlos 18:25 zu verlieren. Die Konstanz auf hohem Niveau – das ist das Mendener Problem dieser Tage. „Sie haben kaum Spiele hoch verloren, oft war es knapp – und gefährlich ist dieser Gegner allemal, sie haben zum Beispiel in Hagen gewonnen“, sagt Mark Dragunski. Micky Reiners derweil sieht für sein Team nur eine Chance, wenn es gelingt, 120 Prozent abzurufen – und zwar 60 Minuten lang. „Vor allem dürfen wir nicht wieder in den entscheidenden Phasen die falschen Entscheidungen treffen“, sagt Reiners, der mit den knappen Niederlagen in Minden („Da hat sich nachher sogar Horst Bredemeier bei uns für die Schiedsrichterleistung entschuldigt“) und Augustdorf („Da hat man uns was angeboten, aber wir haben nicht zugegriffen“) durchaus hadert und schnell Punkte fordert, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Mark Dragunski dagegen sieht sein Team vor allem defensiv wieder in der Pflicht angesichts der knappen Besetzung. „Wir müssen eine gute Abwehr bauen, das ist das Fundament“, sagt der Hüne, „wenn uns das gelingt, dann sollten wir diese Punkte aus Menden mitnehmen.

SGSH:  Vukas, Borchert – Schetters, Merhar, Klasmann, Diehl, Prior, Brüning, Hüller, Bekston, Tubic, Hecker, Frenzel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare