Handball, 3. Liga West

"Heißer Tanz" im Derby

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Joshua Krechel (links) ist einer der auffälligsten Mendener, mit denen es Dominic Luciano und Kollegen zu tun bekommen.

Schalksmühle - Stefan Neff erwartet einen „heißen Tanz“: Um 20 Uhr gastieren die SGSH Dragons als Tabellendritter der 3. Liga West am Freitagabend bei der SG Menden Sauerland Wölfe, Rangsechster der Liga.

„Nach zehn Spieltagen ist das keine Momentaufnahme mehr. Das ist ein echtes Topspiel“, sagt Dragons-Coach Neff und freut sich drauf. Dass dieses MK-Derby als Topspiel daherkommen würde, war so kaum erwartet worden. Vor allem die Bilanz der Mendener nach neun Spielen in der Liga überrascht (11:7-Punkte).

Neff selbst allerdings weniger. „Unten habe ich die Wölfe nicht erwartet“, sagt er und sieht die Verluste von Schlüsselspielern wie Heunemann, Loos oder Vogler beim Gegner gut kompensiert, „die Mendener haben viel investiert vor der Saison. Mit Micky Reiners haben sie einen guten Trainer zurückgeholt, der dafür viele Kilometer fahren muss und gewiss nicht billig ist. Milan Weißbach hat auch schon höherklassig gespielt. Und einen Joshua Krechel, der schon beim Zweitligisten in Emsdetten trainiert hat, haben sie gehalten. Für dieses Projekt haben sie auf ihre Drittliga-Frauen verzichtet. Das ist alles gut. Ich verstehe manchmal nur nicht, weshalb sich die Mendener selbst so klein reden…“

Die Wölfe haben auch quantitativ im Sommer mit externen Neuen nachgelegt: Rafael Dudczak aus Gevelsberg, Dominik Spannekrebs und Moritz Eigenbrodt von der SGSH, Keeper Lukas Brüske aus Ahlen und – als sich Brüske schwerer verletzte – noch Keeper-Heimkehrer Christopher Weber aus Augustdorf. Eine Verpflichtung aus der Not heraus. „Aber so einen Torwart aus der Not heraus – den verpflichtet man gerne…“, sagt Neff und hält Weber noch einmal für eine echte Aufwertung.

Und so wird die Mendener Kreissporthalle, die in ihren ganz frühen Tagen legendäre Duelle zwischen dem TV Schwitten (mit dem Tschechen Bob Prokop und anderen Hochkarätern) und dem Schalksmühler TV sah, nun wohl wieder mal ein besonderes Derby der alten Rivalen sehen. Im Vorjahr fand die Partie noch im Walram-Gymnasium statt. Seinerzeit war die Kreissporthalle, die ein halbes Jahr lang saniert worden ist und nun wieder in vollem Glanz erstrahlt, gesperrt. Am Freitagabend werden mehr als 1000 Zuschauer erwartet. 

„Menden ist eine handball-begeisterte Stadt, wir freuen uns auf diese tolle Kulisse“, sagt Stefan Neff, der die Rolle von Favorit und Außenseiter vor diesem Spiel gar nicht diskutieren will. „Menden kommt über die Emotionen, hat eine eingeschworene Truppe und im Moment ganz viel Selbstvertrauen“, sagt er, „uns erwartet ein ähnlich starker Gegner wie die Bergischen Panther oder Spenge – und da haben wir zweimal einen Punkt abgegeben.“ 

Kleinmachen will er sich nicht. „Wir haben auch eine breite Brust“, sagt Neff, „wir sind noch immer der einzige ungeschlagene Drittligist in Deutschland und gehen topmotiviert in dieses Spiel. Natürlich wissen wir, dass es auch uns irgendwann erwischen wird. Aber ich hoffe, dass dies nicht in Menden der Fall sein wird. Natürlich fahren wir dorthin, um zu gewinnen.“

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