Handball, 3. Liga Nord-West

Hexenkessel Mühlenstraße: Dragons im Derby gegen Volmetal

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Derbys sind Kampfspiele: Kapitän Alexandre Brüning wird sich auch diesmal wieder mit den SGSH Dragons einer hochengagierten Volmetaler Abwehr gegenübersehen.

Halver – Es ist das Heimspiel des Tabellenfünften gegen den Rangzwölften, und doch ist es ein ganz besonderes Spiel: SGSH Dragons contra TuS Volmetal. Für diese beiden Mannschaften ist es die Mutter aller Derbys, eine Art Schalke gegen Dortmund des südwestfälischen Drittliga-Handballs. Die Sporthalle an der Mühlenstraße in Halver wird am Samstagabend ab 19.30 Uhr zum Hexenkessel. So wie zuletzt am 26. Januar. Da gewannen die Dragons 20:16. Es war die torärmste Partie der gesamten Drittliga-Saison im Westen.

Die jüngsten vier Derbys sind an die SGSH Dragons gegangen. Teilweise deutlich. Doch Mark Dragunski nimmt zwar die Favoritenrolle ohne Wenn und Aber an („Der Druck in diesem Spiel liegt ganz klar bei uns...“), aber mit einer klaren Sache rechnet der Ex-Nationalspieler keineswegs. „Die Volmetaler haben Wilhelmshaven geschlagen, sie haben in Spenge gewonnen. Das sind Ergebnisse, vor denen man den Hut ziehen muss. Man sollte sie tunlichst nicht unterschätzen“, sagt Dragunski, für den es das erste Volmetal-Derby ist.

Ein Spiel, das auch den Hünen nicht kalt lässt. „Ich freue mich riesig darauf“, sagt der SGSH-Coach. Die Volmetaler sieht er vor allem als überaus abwehrstarkes Team. „In Spenge haben sie sieben Zeitstrafen bekommen und trotzdem gewonnen. Da wird schon richtig zugepackt“, sagt Dragunski und nimmt seine Schützlinge in die Pflicht, diese kämpferische Herausforderung anzunehmen: „Da wird es zur Sache gehen, das wird eine Schlacht.“

Und während das Derby für die SGSH nach den durchwachsenen Wochen, in denen das Team vor allem auswärts einiges schuldig blieb, ein „Muss-Spiel“ ist, reist der Gast mit großer Fankolonie und ohne jeden Druck in Halver an. „Die 105 Karten, die wir als Kontingent zur Verfügung gestellt bekommen haben, waren in vier Tagen weg“, sagt TuS-Handballboss André Blümel, „dazu sind viele Fans nach Schalksmühle gefahren und haben sich dort direkt Karten gekauft. Auf jeden Fall werden wir für eine etwas entspanntere Parkplatzsituation sorgen, denn rund die Hälfte unserer Fans kommt mit dem Fanbus...“

Gelassenheit beim Gast vom Volmewehr

Sportlich sieht Blümel die Partie gelassen. Der TuS hat nach dem 1:9-Punkte-Fehlstart und der Trennung von Christoph Ibisch mit seinem neuen Trainergespann 9:7 Punkte geholt und liegt absolut im Soll. Die Siege gegen Wilhelmshaven und in Spenge waren Highlights, die man dem jungen Team so nicht zugetraut hatte. „Marc Rode und Björn Althoff machen da eine richtig gute Arbeit: Die Jungs sind fleißig“, sagt Blümel, „vor allem schaffen wir es inzwischen, auch mal über das Tempospiel ein leichtes Tor zu erzielen. Da sind ein Stück weiter als in der vergangenen Spielzeit.“ Blümel bleibt dabei aber vor dem Duell mit dem großen Nachbarn Realist. „Wir müssen nicht drumrumreden: Schalksmühle ist der Favorit. Aber auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden. Und da muss man natürlich auch sehen, wie unsere jungen Spieler mit der Kulisse klarkommen werden.“

Die Volmetaler, die nach der Vorsaison das Gros des Kaders ausgetauscht und viele junge Spieler geholt haben, sind im Derby komplett. Bei den SGSH Dragons wird es bei David Bleckmann (Bauchmuskelzerrung) und Dominik Spannekrebs (Ellenbogenverletzung) doch noch nicht zum Comeback reichen. Dazu drückt auf der Torwartposition der Schuh: Der Einsatz von Ante Vukas ist nach seinem Zusammenprall mit einem Gegenspieler in Ahlen fraglich. Julian Borchert war krank. So wird Mark Dragunski auch jeden Fall Luca Jannack im Derby dazunehmen.

Dragons:  Vukas (?), Borchert, Jannack – Merhar, Schetters, Klasmann, Hüller, Brüning, Hecker, Tubic, Frenzel, Geitmann, Diehl, Bekston, Prior

TuS: Quick, Michel – Kowalski, Stange, Moog, Kaufmann, Jünger, Krause, Irle, König, Domaschk, Grasediek, Pfänder, Blümel, Kähler, Heidemann

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