Handball

SGSH Dragons: Bester Test der Vorbereitung an der Stählerwiese

Handballer im Zweikampf
+
Starke Leistung im rechten Rückraum: Fabian Hecker.

Drei Testspiele binnen vier Tagen: Handball-Drittligist SGSH Dragons ging am Samstagabend auf dem Zahnfleisch, gewann einen Tag nach der 23:27-Niederlage beim TuS Ferndorf gleichwohl 33:30 beim HC Gelpe/Strombach.

Schalksmühle – Als am Samstagabend in der Eugen-Haas-Sporthalle die 60 Testspielminuten gegen den Nordrhein-Regionalligisten HC Gelpe/Strombach vorbei waren, hatten sich die Drittliga-Handballer der SGSH Dragons ihr Siegerkölschchen nach dem 33:30 (18:15)-Erfolg redlich verdient. Drei Testspiele binnen vier Tagen – und das bei dünner Personalbesetzung. Das hatte geschlaucht.

28:17 in Hemer am Mittwoch (wir berichten), eine 23:27-Niederlage am Freitagabend beim Zweitligisten TuS Ferndorf und schließlich das 33:30 gegen den alles andere als schlecht besetzten Viertligisten aus dem Oberbergischen (u. a. mit Ex-SGSH-Kapitän Alexandre Brüning, Ex-SGSH-Linkshänder Julian Mayer sowie den früheren Dritt- und Zweitliga-Spielern Tobias Schröter, Tim Hilger, Malte Meinhardt, Lukas Bader, Marvin Blech und Tim Hartmann) – die Bilanz durfte sich sehen lassen.

„Das Spiel in Ferndorf war unser bestes in der bisherigen Vorbereitung“, stellte SGSH-Cheftrainer Mark Schmetz fest, sein „Co“ Maciej Dmytruszynski pflichtete ihm bei. Ohne Gipperich, Perey (beide krank), Diehl und Bleckmann (beide verletzt) war es nur ein Rumpfkader, mit dem die SGSH an der Stählerwiese antrat – und sich in beeindruckender Manier und mit großer Disziplin durchbiss.

SGSH Dragons: Bester Test der Vorbereitung an der Stählerwiese

„Wir haben kaum leichte Tore bekommen, haben vorne sehr geduldig und diszipliniert gespielt und Ferndorf so auch kaum Tempospiel ermöglicht“, sagt Schmetz, „die Abwehr stand kompakt. Das war richtig gut.“ Die Ferndorfer (ohne Diebel, Koloper und Julian Schneider) hatten sich erst nach dem 14:12 zur Pause etwas abgesetzt, die SGSH aber nach dem 26:19 auf der Zielgeraden herankommen lassen, sodass es ein mehr als achtbares Resultat wurde für den Gast.

Am Samstag in der altehrwürdigen Sportstätte in Gummersbach hatte es sich dann aber mit der Kompaktheit in der Defensive. 10 Gegentore nach 16 Minuten – da griff Mark Schmetz mit einer Auszeit ein und brachte sein Team zumindest streckenweise auf Kurs. Zur Pause stand gegen die Lochtenbergh-Schützlinge bereits eine 18:15-Führung, nach dem Wechsel zogen die Gäste davon – immer wieder über den im Tempospiel starken Frenzel, aber auch über Youngster Arvid Dragunski (hatte am Freitag pausiert, am Samstag pausierte Christopher Börner), der im linken Rückraum einen guten Eindruck hinterließ und vier Tore binnen 30 Minuten erzielte. Am Ende war das 33:30 knapper, als die Kräfteverhältnisse auf dem Feld gewesen waren.

Bei den beiden 60-Minütern in Kreuztal und Gummersbach setzte Schmetz konsequent auf ein 6:0-Abwehrsystem. „Die 3:2:1-Abwehr ist mir bei so knapper Besetzung zu laufintensiv“, stellte der Niederländer fest – eine Wahl, die mithin den Umständen geschuldet war. Und diese Umstände zeigten auch auf, wie kreativ die SGSH-Verantwortlichen basteln müssen, gerade was die Defensive angeht.

So einen Gegner müssen wir bei 23 Toren halten. Aber wir hatten diesmal auch keine Torwartleistung. Zehn Paraden im gesamten Spiel – das ist zu wenig…

Mark Schmetz über das SGSH-Testspiel in Gummersbach

Mit einer Rückkehr von Kapitän Florian Diehl ist bis zum Saisonstart am ersten September-Wochenende gegen Leichlingen noch nicht zu rechnen. Diehl setzt nun schon seit September 2020 eine Reizung der rechten Achillessehne außer Gefecht. Keine Besserung in Sicht. „Die Achillessehne ist in Ordnung, aber der Schleimbeutel ist entzündet, was dann immer wieder die Sehne reizt“, sagt der Kapitän, der seit Monaten alle möglichen Therapie- und Trainingsformen ausprobiert, „aber an Laufen und Springen ist noch nicht zu denken.“

Ohne Diehl fehlt der Chefmotivator im Innenblock. Zu Philipp Dommermuth gesellen sich nun im Wechsel Fabian Hecker und Tobias Schetters, die ihre Sache auch sehr engagiert und gut machen, aber wiederum auf den Halbpositionen fehlen. Dort agierte Schmetz nun am Samstag mit körperlich doch deutlich weniger präsenten Akteuren wie Frenzel, Michel oder Merhar. Daran lag es indes nicht allein, dass man 30 Gegentore bekam gegen den Viertligisten.

„So einen Gegner müssen wir bei 23 Toren halten“, stellte Schmetz fest, „aber wir hatten diesmal auch keine Torwartleistung. Zehn Paraden im gesamten Spiel – das ist zu wenig…“ Co-Trainer Maciej Dmytruszynski ordnete es im Gesamtkontext ein. „Es ist doch in der Vorbereitung meistens so, dass man gegen die richtig starken Gegner die besten Leistungen abruft“, stellte der polnische Ex-Internationale fest, „gegen Ferndorf war das so, da war die Leistung ganz ausgezeichnet. Dass es dann im dritten Spiel gegen einen klassentieferen Gegner anders ist, ist doch auc

Vier Tage trainingsfrei - und dann am Freitagabend gegen Großenlüder

Mark Schmetz hat dem Drittliga-Kader der SGSH nach den beiden Turniereinsätzen und den nun drei Testspielen in Folge eine kurze Zäsur in der Vorbereitung verordnet. Von Sonntag bis zum Mittwoch ist trainingsfrei. „Die Jungs sollen sich regenerieren, die Akkus aufladen – und dann geht es am Donnerstag hoffentlich wieder mit allen Spielern weiter.“ David Bleckmann war in den drei Testspielen aufgrund von Adduktorenproblemen vorsichtshalber nicht zum Einsatz gekommen. Mit ihm rechnet Schmetz aber wieder.

Am Freitagabend wartet um 20 Uhr in Halver der nächste Test. Zu Gast ist der in der Region im Trainingslager befindliche hessische Oberligist HSG Großenlüder/Hainzell. Die SGSH, die in dieser Vorbereitung komplett ohne Trainingslager auskommt, hatte für den Samstag einen Karttag als Teamevent geplant. Das klappt nicht, nun sucht man noch nach Alternativen. Der Härtetest wartet am Wochenende darauf beim BDO-Cup des TuS Volmetal am Volmewehr. Dort tritt das Schmetz-Team am Freitag, 20. August, um 20.15 Uhr gegen den Zweitligisten TV Emsdetten an und bestreitet am Samstag das kleine oder große Finale gegen den VfL Eintracht Hagen oder den TuS Volmetal.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare