Handball

Letzte JBLH-Chance über die bundesweite Endrunde

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Niederlage am Samstag, zwei Siege am Sonntag: Dragons-Coach Maciej Dmytruszynski.

Düsseldorf – Die A-Jugend-Handballer der SGSH Dragons nehmen in der aktuellen Qualifikationsrunde zur Bundesliga (JBLH) alles mit, was nur geht. Beim letzten Turnier auf NRW-Ebene qualifizierte sich die Sieben von Trainer Maciej Dmytruszynski als starker Tabellenzweiter für die bundesweite Endrunde am kommenden Pfingstwochenende.

Platz eins beim Turnier in Düsseldorf sicherte sich erwartungsgemäß „Gastgeber“ TuSEM Essen, der mit 10:0 Punkten seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Neben den Dragons schaffte auch der Letmather TV als Rangdritter den Sprung in die Bundesendrunde. Ahlen, Haan und Oespel müssen in die Oberliga.

Das Turnier in der Sporthalle des Gymnasiums an der Düsseldorfer Rückertstraße hatte am 1.6. so gar nicht nach Wunsch für die Dragons begonnen, die mit 2:2 Zählern (Ergebnismitnahme aus dem Turnier in Hagen) ins Rennen gegangen waren. Gegen den Letmather TV hielten die Nachwuchs-Drachen nur etwas mehr als zehn Minuten lang mit (4:4, 12.), mussten dann aber sukzessive abreißen lassen. „Ich weiß nicht, was da los war. Die ganze Mannschaft war irgendwie gar nicht richtig anwesend“, bilanzierte Trainer Maciej Dmytruszynski, der in der Folge mitansehen musste, wie der Nachbar aus dem märkischen Nordkreis vornehmlich über den Kreis und seine starken Halbangreifer zum Erfolg kam und seinen deutlichen Vorsprung in Halbzeit zwei (12:18, 16:23) bis zum 17:24-Endstand nicht mehr hergab. Beste Torschützen der Dragons in dieser Partie: Spielmacher Max Kahler (4) und Kreisläufer Bongani Tent (3).

Dragons am Folgetag wie verwandelt

Ganz anders der Auftritt der Sauerländer dann am Folgetag (2.6.). Gegen die DJK Oespel-Kley, die die Dragons schon beim Westfalenturnier in Ahlen vor 14 Tagen besiegt hatten, gehörte nur die Startphase den Dortmundern, danach setzte sich die reifere Spielanlage der Truppe aus Halver und Schalksmühle durch. Vor allem räumten die Dragons immer wieder effizient für ihre rechte Seite ab. Jan Micus (7/2) und Finn Schnepper (9) auf Rechtsaußen hießen die Profiteure.

Beim 20:21 (37.) war Oespel so letztmalig auf Tuchfühlung, danach hatten die „Roten“ deutlich mehr zuzusetzen und gewannen am Ende sicher mit 31:26. Was folgte, waren mehr als fünf (!) Stunden Pause für die Dragons, in deren Verlauf sich herauskristallisierte, was schon vor dem Wochenende als durchaus wahrscheinliche Variante gehandelt worden war: Das letzte Spiel des Tages gegen die JSG HLZ Ahlen sollte gleichzeitig auch ein „Endspiel“ um den einen noch freien Platz in der bundesweiten Endrunde werden.

Micus überragt gegen Ahlen

Und was taten die Dragons? – Sie starteten in die Begegnung, als hätten sie eine Frischzellenkur genommen. Noch nicht einmal neun Minuten waren gespielt, da lagen die Sauerländer bereits mit 7:1 in Führung. Ahlen reagierte mit einer Auszeit, kam zwar in der Folge etwas heran, doch ihren Vorsprung ließen sich die „Märker“ nicht mehr nehmen. Am Ende hieß es 26:18 zugunsten der Dragons, die das Turnier durch das überraschende 24:24-Remis des Letmather TV gegen Unitas Haan sogar als Tabellenzweiter beendeten.

Bester Dragons-Torschütze gegen Ahlen war Linkshänder Jan Micus (7/4). Damit steuert die Saison für die „Drachen“ nun auf das endgültige Finale zu. Über Pfingsten werden die bundesweit letzten zwei JBLH-Plätze vergeben – und zwar in einem Turnier mit vier Mannschaften und einer Konkurrenz mit drei Teams. Für die Ausrichtung einer Veranstaltung haben sich auch die Dragons beworben, verbunden mit der Hoffnung, dass es ihnen nicht geht, wie im Vorjahr der SG Menden Sauerland Wölfe. Die schaffte zwar „auf den allerletzten Drücker“ die Quali, musste dafür aber ein komplettes Wochenende in Dresden zubringen...

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