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SGSH: Der neue Spielmacher kommt auf Leihbasis aus Ferndorf

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Von: Thomas Machatzke

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Handball-Auszeit
Der SGSH-Kader ist komplett: Linus Michel stößt vom TuS Ferndorf als neuer Spielmacher zum Schmetz-Team. © Thomas Machatzke

Handball-Drittligist hat knapp eine Woche vor dem Trainingsstart den Kader für die Saison 21/22 komplett: Vom TuS Ferndorf kommt auf Leihbasis der 22-jährige Spielmacher Linus Michel.

Schalksmühle – In der Zeit des Corona-Lockdowns hat die SGSH mit Christopher Klasmann ihren Toptorjäger nach Ferndorf ausgeliehen. Nun bekommt sie vom Zweitligisten aus dem Siegerland zwei Spieler zurück: Neben Klasmann auch Linus Michel. Der 22-Jährige soll die Planstelle einnehmen, die durch den Wechsel von Spielmacher Lukas Hüller zur HG Saarlouis freigeworden ist am Löh. Die SGSH stellte den Youngster am Freitag als letzten Neuzugang vor.

Ferndorf statt Hagen: Die SGSH hatte auf der Suche nach einem Hüller-Ersatz in beide Richtungen geschaut und ist nun an der Stählerwiese fündig geworden. An Linus Michel hatte die SGSH schon länger Interesse gehabt – nun hat es mit einer Verpflichtung geklappt, die auf Doppelspielrecht-Basis beruht.

Linus Michel, jüngerer Bruder von Junioren-Nationalspieler Mattis Michel, wird der SGSH allerdings der Planung nach zunächst zu 100 Prozent in Training und Spiel zur Verfügung stehen. Sollten die Ferndorfer Not am Mann haben und Linus Michel fürs Zweitliga-Team brauchen, müssen die Dinge neu verhandelt werden. Der TuS bleibt Stammverein.

Spielmacher kommt auf Leihbasis aus Ferndorf

Linus Michel ist der Spielertyp, der bisher im SGSH-Kader gefehlt hat: ein klassischer Spielmacher. In dieser Rolle entwickelte sich der Youngster im Ferndorfer Reserveteam in der Oberliga zum Leistungsträger und durfte zum Lohn auch schon erste Einsätze in der 2. Bundesliga feiern. Die 3. Liga ist derweil Neuland für ihn.

„Bei der Verpflichtung eines neuen Spielmachers waren uns neben der sportlichen Qualität auch der Charakter und die gemeinsamen Ziele wichtig. Diese Tugenden bringt Linus Michel allesamt mit“, sagt der Sportliche Leiter der SGSH, Axel Vormann, „wir freuen uns, dass er die Herausforderung bei der SGSH annimmt.“

Michel ist nach Oliver Perey (VfL Gummersbach II) und Keeper Tjark Döscher (HSG VTB Altjührden) der dritte junge Neuzugang im Kader der SGSH, die damit das erste Saisonziel erreicht hat: Sie wollte bis zum Trainingsstart am 8. Juli die Hüller-Lücke geschlossen haben. Das ist gelungen, wobei der Erwartungen in den Youngster nicht zu hoch sein dürfen: Lukas Hüller direkt vollumfänglich zu ersetzen, diese Aufgabe wird zu groß sein für Michel.

Cedric Geitmann legt eine Handballpause ein

Ein paar Kilometer weiter am Volmewehr hat derweil ein Ur-Halveraner überraschend seinen Rückzug aus dem Drittliga-Kader des TuS Volmetal bekanntgegeben: Cedric Geitmann hat sich auf eigenen Wunsch zurückgezogen, will eine Handballpause einlegen.

„Ich habe während der Corona-Pandemie festgestellt, dass es mir immer schwerer gefallen ist, mich für das Training mehrmals die Woche zu motivieren“, wird Geitmann auf der Facebook-Seite des TuS zitiert, „da ich aber immer 100 Prozent geben will, habe ich mich dazu entschieden, mit dem Handballspielen erst einmal zu pausieren.“

Es ist sehr schade, denn Cedric hat großes Talent und einen guten Körper für das Handballspiel!

Marc Rode (Trainer TuS Volmetal)

Der Kreisläufer-Hüne ist in den Jugendteams der SGSH groß geworden, spielte dann zunächst in der Reserve, ehe ihn Stefan Neff in Zeiten großer Personalnot im Drittliga-Team für die 1. Mannschaft entdeckte. Aus dem Aushilfskreisläufer wurde im Folgejahr ein fester Kaderspieler, den es nach einem Jahr im SGSH-Drittliga-Kader dann zum Nachbarn in Hagen-Dahl zog. Auch beim TuS Volmetal stellte er seine Qualitäten unter Beweis.

„Wir bedauern die Entscheidung von Cedric, respektieren sie aber“, sagt Volmetals Trainer Marc Rode, „es ist sehr schade, denn Cedric hat großes Talent und einen guten Körper für das Handballspiel.“

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