Noch fehlt die Konstanz

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Julian Mayer und Co. von der SGSH trafen auf eine ausgesprochen robuste Defensive des Hammer Zweitligisten.

Hamm - Eine Dreiviertelstunde zeigten die Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver am Mittwochabend im ersten Test der gehobenen Art beim Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen eine sehr ordentliche Vorstellung. 24:21 stand es nach 44 Minuten nur für den Favoriten. Dann aber leistete sich die SGSH 13 Minuten ohne Tor und verlor noch deutlich 26:37 (13:18).

Von Thomas Machatzke

So war es eine unter dem Strich ähnliche Partie wie jene der Hammer vor Wochenfrist gegen den SGSH-Drittliga-Nachbarn aus Hagen – der hatte in Durchgang zwei zehn Minuten Torflaute erlebt und 23:35 verloren. 200 Zuschauer sahen aber zunächst eine SGSH, die sich gut in die Partie kämpfte und nicht abreißen ließ. Bis zum 10:9 (20.) war der Gast stets auf Schlagdistanz – und leistete sich bis dahin bereits zwei vergebene Siebenmeter gegen den guten Mrvka im ASV-Tor (Feldmann und Wardzinski). Über 12:9 und 14:10 setzte sich der Favorit dann bis zur Pause auf 18:13 ab.

Das war im Rahmen, und es wurde sogar besser für das Grasediek-Team, das mit viel Schwung aus der Pause kam, gut deckte und auch vereinzelt übers Tempospiel erfolgreich war. Nach 40 Minuten stand es nur noch 21:18, ein 24:18 konterte das klassentiefere Team noch einmal zum 24:21.

Dann aber riss der Faden. Die Hammer zeigten nun ungemein Zug zum Tor, nutzten ihre Chancen, zudem steigerte sich Marcel Doden im ASV-Tor zu einer richtig guten Leistung. Das war immerhin erstaunlich, hatten die Gastgeber doch bereits vier Trainingseinheiten (Schwimmen, 2 x Halle und Intervalltraining) in den Beinen. Das merkte man dem körperlich sehr robusten Hammer Team aber zu keinem Zeitpunkt an. Zehn Tore in Folge bis zum 34:21 (57.) erzielten die Gastgeber, die über weite Strecken auf ihren Spielmacher Zdrahala verzichteten. Erst Daniel Krüger brach den Bann mit dem 22. SGSH-Tor. Danach gelang bis zum 37:26-Endstand immerhin noch etwas Ergebniskosmetik.

So trat die SGSH mit der Erkenntnis die Heimreise an, dass es in Phasen sowohl offensiv als auch defensiv bereits gut läuft. Über 60 Minuten aber reicht die Konstanz nicht, um einen starken Zweitligisten zu ärgern.

ASV: Mrvka, Doden (ab 31.) – Gudat (5), Possehl (5), Schneider (5), Huesmann (4), Doldan (3), Wiegers (3), Orlowski (3), Wiencek (3/1), Brosch (2), Schittek (1), Macke (1), Zdrahala (1), Fuchs (1)

SGSH: Skabeikis, Schür (ab 47.) – Wardzinski (5), Dmytruszynski (4), Luciano (3), Feldmann (3/1), Diehl (2), Fleischhauer (2), Pfaffenbach (1), Krüger (1), Müller (1), Jansen (1), Oberste (1), Mayer (1/1), Rydz, Brauckmann

Schiedsrichter: Hannes/Hannes (Aachen/Dortmund)

Zeitstrafen: ASV 1, SGSH 3

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