Handball

„Als Team einen Schritt weiter“

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Matchwinner für die SGSH in Minden: Florian Diehl.

Schalksmühle - Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver macht auswärts da weiter, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hat: Im dritten Spiel in der Fremde feierte das Neff-Team am Samstagabend beim TSV GWD Minden II den zweiten Sieg – wie beim Auftakt in Köln-Chorweiler bewies die SGSH dabei in einem engen Match beim 29:28 Nervenstärke.

Die Spielzeit 2016/17 hatte die SGSH auswärts mit 5:1-Zählern in Folge abgeschlossen, so dass nun in der Fremde saison-übergreifend 9:3-Punkte in Folge zu Buche stehen. Matchwinner für die Handballer aus dem Sauerland war auf der weiten Reise ins Weserbergland mit Florian Diehl ein Eigengewächs aus Dahlerbrück. Wie schon im Heimspiel gegen Dormagen lief der schnelle Rückraum-Spieler zur Topform auf. Nach der Rückkehr ins Sauerland sprach Sportredakteur Thomas Machatzke mit dem 24-Jährigen.

Florian Diehl, erst der Zittersieg in Köln-Chorweiler, nun in Dankersen. Was ist das Geheimnis des SGSH-Erfolgs in den ganz knappen Partien?

Diehl: Ich denke, dass wir als Team einfach einen Schritt weiter sind. Die Stimmung ist im Moment richtig gut. Wir haben in den entscheidenden Phasen einfach mehr daran geglaubt, die Spiele zu gewinnen. Im ersten Jahr war noch nicht immer alles so rund, die Dinge mussten sich erst finden, man musste sich kennenlernen. Aber jetzt sind wir auf einem guten Weg.

Sie selbst waren am Samstag der über 60 Minuten herausragende Akteur bei der SGSH. Auch in der Vorwoche gegen Dormagen zählten Sie zu den Besten. Sind es die offensiven Abwehrreihen, die Ihnen einfach besser schmecken?

Diehl: Das ist auf jeden Fall so. Gegen die 3:2:1-Abwehr habe ich ganz andere Räume, kann die Schnelligkeit ausspielen. Wir haben da insgesamt gute Lösungen, auch mit Alexandre Brüning und dann in Minden am Ende mit Lukas Hüller. Gegen 6:0-Abwehrreihen tun wir uns da manchmal doch schwerer.

Sie haben nun mit 6:4-Punkten als Team einen guten Start hingelegt. Und Sie selbst haben bisher jedes Spiel gemacht. In der Vergangenheit sind Sie aufgrund Ihrer Spielweise doch mitunter verletzungsanfälliger gewesen. Sind Sie rundum zufrieden bisher?

Diehl: Mit den 6:4-Punkten auf jeden Fall. Das ist eine gute Basis, auch wenn das Spiel in Krefeld von uns nicht gut war. Da sind wir zu keiner Phase richtig in die Partie gekommen. Das war etwas anderes als die Partie gegen Dormagen, in der wir ja doch chancenlos waren. Was meine Verletzungen betrifft, so bin ich froh, dass ich bisher nur in der Vorbereitung einmal Probleme mit der Schulter hatte. Aber ich habe auch in der vergangenen Saison schon nur ein Spiel aufgrund einer Verletzung verpasst. Die anderen Ausfälle waren dienstlich bedingt. Ja, ich bin aktuell sehr zufrieden. 

Gegen Minden II hat die SGSH das erste von vielen Spielen gewonnen, in denen sie zumindest von der Papierform her als mehr oder weniger favorisiert gilt. Davon kommen jetzt noch viele Spiele nacheinander. Wie wäre es mit einer Serie?

Diehl: Klar wollen wir eine Serie hinlegen. Aber zum Beispiel das nächste Spiel in Habenhausen, das ist so ein richtiges Spiel, in dem man eigentlich nur verlieren kann. Wir sind ja schon einmal dort gewesen. Aber da müssen und wollen wir die Punkte natürlich mitnehmen.  

Danach folgen die Derbys gegen Volmetal und in Menden. Da haben Sie noch Nachholbedarf, was Siege in Derbys angeht... 

Diehl: Das stimmt. Das wollen wir ändern. Gegen den TuS Volmetal sowieso, aber auch gegen Menden. Die kommen als Aufsteiger von unten. In diesen Spielen wollen wir zeigen, wer der Chef im Ring ist. Ohne Wenn und Aber.

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