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SG Balve/Garbeck ungeschlagen und voll im Soll

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Von: Lars Schäfer

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Jan Gajewski, Trainer der SG Balve/Garbeck
Mit der SG Balve/Garbeck als einziges Team in der A-Liga noch ohne Niederlage: Trainer Jan Gajewski. © Lars Schäfer

Von den 15 Mannschaften, die im Arnsberger Kreisoberhaus um Punkte kicken, haben deren 14 nach dem 7. Spieltag mindestens schon einmal verloren. Einzige Ausnahme ist die SG Balve/Garbeck, die am vergangenen Sonntag spielfrei war und aus ihren bisherigen sechs Begegnungen drei Siege und drei Unentschieden verbuchte. Die Mannschaft von Trainer Jan Gajewski mischt somit oben mit – und sie hat am Wochenende die Chance, ein ganz dickes Ausrufezeichen zu setzen.

Auf dem Sportplatz Holloh in Garbeck steigt am Sonntag das Topspiel des 8. Spieltags. Der noch unbesiegte Fusionsklub empfängt den vier Zähler besser gestellten Spitzenreiter FC Neheim-Erlenbruch, der allerdings auch eine Partie mehr als die SG absolviert und beim SV Affeln (0:5) seine erste Saison-Niederlage schon kassiert hat. Für die Balver und Garbecker ist das Kräftemessen mit dem Primus zugleich das dritte Topspiel in der noch recht jungen Saison, denn gegen den Tabellenzweiten und Meisterschaftsfavoriten SV Bachum/Bergheim hat die SG ebenso schon gespielt wie gegen den Dritten SG Herdringen/Müschede und den Vierten SG Grevenstein/Hellefeld-Altenhellefeld. Verloren haben die Gajewski-Schützlinge in diesen Vergleichen nicht, sie haben allerdings auch nicht gewonnen. 3:3, 2:2 und 2:2 lauteten die Ergebnisse gegen die genannten Teams. Gelingt am Sonntag also der erste „Dreier“ gegen einen Titelkandidaten?

Wir spielen in dieser Saison effektiver und kompakter.

Jan Gajewski, Trainer SG Balve/Garbeck

„Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel, weil wir glauben, dass wir es auch gewinnen können“, sagt Jan Gajewski. Der Übungsleiter, der am Mittwoch 37 Jahre jung wurde, und sein Team haben aus dem überaus anständigen Saisonstart Selbstvertrauen gesaugt und eine Überzeugung entwickelt, in der A-Liga gegen jeden Konkurrenten bestehen und punkten zu können. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut“, betont Gajewski, der in dieser Saison bis dato wenig zu beanstanden hat. Die Trainingsbeteiligung – im Schnitt sind 15 Mann bei den Einheiten dabei – ist hoch, doch nicht allein die Quantität gefällt dem Chefcoach. „Wir haben in dieser Saison auch eine gute Qualität im Training, weil die Mannschaft sehr gut mitzieht“, betont der 37-Jährige. Weil dem so ist, könne er vermehrt im mannschaftstaktischen Bereich arbeiten, das Produkt bekommen die SG-Anhänger dann sonntags zu sehen. Zwar agieren die Balver und Garbecker weiterhin primär im 4-2-3-1-System, „wir spielen in dieser Saison aber effektiver und kompakter“, so Gajewski. Hinzu kommt freilich, dass das Verletzungspech, das die SG in den Vorjahren verfolgt hatte, bis dato ausgeblieben ist. Rückschläge in Form von langwierigen Verletzungen gibt es jedenfalls nicht. Außerdem funktioniert die Abteilung Attacke nahezu tadellos. Marvin Potschien hat in sechs Partien achtmal getroffen, Mirco Camminady steht schon bei sechs „Buden“. „Marvin und Mirco sind in einer sehr guten Form. Sie profitieren aber auch davon, dass sie die Mannschaft gut in Szene setzt“, verdeutlicht Gajewski, der das Kollektiv und nicht einzelne Spieler hervorhebt: „Wir lösen es sonntags als Mannschaft.“

Als Ziel hatte der Coach vor der Saison einen Platz im vorderen Tabellendrittel ausgerufen – und dabei bleibt es auch. „Wir sind total im Soll und bewegen uns in dem Bereich, der für uns realistisch ist“, so Gajewski.

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