Fußball-Oberliga

RSV zu Gast beim Mitaufsteiger

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Hakan Demir (links) ist mit dem RSV zu Gast bei der Zweitvertretung des SC Preußen Münster.

Meinerzhagen – Stolze 93 Jahre hat das Münsteraner Preußenstadion inzwischen auf dem Buckel, dennoch wird die altehrwürdige Spielstätte morgen noch einmal eine Premiere erleben. Bislang nämlich hat der RSV Meinerzhagen dort noch nie vorgespielt, am Sonntag jedoch ist er ab 14.30 Uhr beim SC Preußen Münster II zu Gast – wenn auch nur auf dem Kunstrasen-Nebenplatz unmittelbar neben dem traditionsreichen Stadion.

Das Duell zwischen Sauer- und Münsterländern ist das Aufeinandertreffen der Westfalenliga-Meister der vergangenen Saison: Der RSV setzte sich in der Staffel 2 die Krone auf, sein morgiger Gastgeber in der Staffel 1. In der Oberliga trennen die beiden Aufsteiger nach 14 Spielen indes elf Punkte – während die Meinerzhagener auch in der fünfthöchsten Spielklasse ganz oben mitmischen, rangiert die U23-Reserve des Drittligisten als Tabellen-neunter ziemlich genau in der Mitte des Klassements.

Diese Eckdaten machen den RSV natürlich zum Favoriten, angesichts der Leistungsdichte im westfälischen Oberhaus heißt das aber nicht allzu viel. Zumal dann nicht, wenn man bedenkt, dass die Meinerzhagener ihre bislang letzte Niederlage bei einem Tabellennachbarn der Münsteraner, dem SC Paderborn II, erlitten haben. Seinerzeit überraschte die SCP-Reserve das Demir/Ermes-Team mit gleich sechs Spielern aus dem erweiterten Bundesliga-Kader.

Änderungen im Abwehrverbund nötig?

Und morgen in Münster ist zumindest nicht auszuschließen, dass Preußen II ebenfalls Verstärkung „von oben“ erhält, da die 3. Liga spielfrei hat. Im RSV-Lager rechnet man sogar mit letzterem, zu hoch will Trainer Mutlu Demir das aber nicht hängen: „Oft ist man sogar viel besser vorbereitet, wenn man auf sich selbst schaut“, vertraut der Coach den bekannten Qualitäten seiner Schützlinge.

Beim Unterfangen, diese auch morgen wieder auf den Rasen zu bringen, dürfte es nicht von Nachteil sein, dass die Münsteraner keine Maurermeister sind. „Eine Mannschaft, die etwas für das Spiel tun will“, sagt Demir, der klare Vorstellungen hat, in welche Richtung das Spiel morgen laufen soll. „Wir haben einen guten Lauf, den wir selbstverständlich fortsetzen wollen“, verweist er auf die inzwischen elf Pflichtspiele ohne Niederlage umfassende Serie.

Ein Erfolgsgarant war in den vergangenen Wochen dabei die Abwehrreihe, die zuletzt vier Mal hintereinander ohne Gegentor blieb. Allerdings könnten morgen personelle Änderungen erforderlich werden, weil Torwart „Johnny“ Focher und Abwehrchef Sven Wurm angeschlagen sind. Neben Julian Jakobs, der noch Trainingsrückstand hat, und Tim Treude (Wadenprobleme) wird auch der grippekranke Fisnik Zejnullahu definitiv ausfallen.

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