Balver Mammuts erneut Vize-Weltmeister

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Die Balver Mammuts um Kai vom Lehn (Spielszene aus der Gruppenphase) spielten auf dem Kunstrasen der Hemeraner Overhoff-Arena ein tolles WM-Turnier und erreichten völlig verdient das Finale.

Hemer - Der Fluch der Karibik hat sich für die Balver Mammuts wiederholt. Wie schon im WM-Finale vor zwei Jahren unterlagen die Hönnestädter auch am Sonntag im Endspiel der Segwaypolo-Weltmeisterschaft dem Team Barbados und wurden Zweite. Nach einem packenden Duell vor sehr guter Kulisse in der Hemeraner Overhoff-Arena am Damm siegten die Cracks aus der Karibik mit 3:1 und feierten ausgelassen ihren nunmehr vierten WM-Titel.

„Wir hätten uns natürlich gerne revanchiert. Trotzdem können wir nach einem tollen Turnier mit Platz zwei sehr zufrieden sein“, betonte Mammuts-Sprecher Martin Skiba, der die Hemer Butterflies als Ausrichter dieser Titelkämpfe in den höchsten Tönen lobte: „Die Hemeraner sind das Team der Herzen. Sie haben sich bei der Ausrichtung dieser WM sehr viel Mühe gegeben und waren mit Herzblut dabei. Es war eine fantastische Weltmeisterschaft.“

Das Finale am Sonntagnachmittag war zugleich beste Eigenwerbung für diese exotische Sportart. Die Mammuts verlangten dem Titelverteidiger alles ab, vergaben in Person von Kai vom Lehn einen Penalty und somit eine mögliche Führung. Mit einem Doppelschlag gegen Ende des zweiten Chukkas (Viertels) stellte Daniel Hatch, der mit 22 Treffern zugleich bester Torschütze dieser WM wurde, die Weichen auf Sieg für Barbados. Die Mammuts aber gaben nicht auf und kamen wenige Sekunden vor Ende des dritten Chukkas durch Kai vom Lehn zum Anschlusstreffer per Penalty.

Im letzten der vier achtminütigen Chukkas setzen die Balver dann alles auf eine Karte, kassierten aber das alles entscheidende 1:3 durch den überragenden Daniel Hatch.

Für die Hönnestädter war es die einzige Niederlage während der vier WM-Tage in Hemer. Nach vier Siegen an den ersten beiden Turniertagen legten sie am Samstagmorgen den fünften Erfolg nach, bezwangen WM-Gastgeber Hemer Butterflies nach Toren von Wolfgang Werth (2) und Mark Dyckmanns souverän mit 3:0 und beendeten die Gruppe A mit der Maximalausbeute von 15 Zählern und 14:3-Toren. Nichts anbrennen ließen die Mammuts auch am Samstagnachmittag im Viertelfinale gegen die Vineyard Devils. Werth (3) und Kai vom Lehn (2) schossen gegen die Österreicher einen deutlichen 5:1-Erfolg heraus, der den überaus verdienten Einzug in die Runde der besten vier Teams bedeutete.

Nervenaufreibend, weil eng umkämpft, war das deutsch-deutsche Halbfinal-Duell gegen die Blade Pirates. Das Team aus Solingen war in der Gruppenphase ohne jeglichen Gegentreffer geblieben und verlangte dem amtierenden Europameister aus Balve spielerisch alles ab. In Minute sieben nutzte Dirk Motejat eine Unachtsamkeit der Solinger und besorgte den Führungstreffer der Mammuts, für die Dirk Fleischer zwischen den Pfosten im zweiten Chukka mit einer Glanzparade die „Null“ hielt.

Die Blade Pirates waren nun besser im Spiel, fanden gegen die defensiv gut sortierten Balver aber kaum Lücken. Dirk Motejat hätte im dritten Chukka für die Vorentscheidung sorgen können, scheiterte jedoch freistehend am Pirates-Keeper. So blieb es bei der knappen Führung, die die Hönnestädter aber auch im vierten Chukka leidenschaftlich verteidigten, letztlich über die Zeit retteten und die Wiederholung des WM-Finals von 2015 gegen das Team Barbados erzwangen. Die Krönung in Form des Titelgewinns blieb dann aber eben doch aus...

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