Yacht-Club Lister gewinnt den Vereinspokal

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Die erfolgreiche Mannschaft des Yacht-Club Lister: Unser Bild zeigt (Reihen von hinten, von links nach rechts) Thomas Leukel (Kaarst), Billy Ruppert (Siegen), Frank Binder (Iserlohn), Charlotte Binder (Iserlohn), Jonas Müller (Welschen-Ennest), Dennis Leukel (Aachen), Martin Cordes (Dortmund), Matthias Heitmann (Wuppertal), Klaus Schulte (Olpe), Hans-Günter Besche (Attendorn), Uwe Fernholz (Meinerzhagen), Jana Leukel (Köln) und Jochen Schulze (Hagen).

Kreisgebiet - Bei bestem Segelwetter wurde auf der Biggetalsperre der „Vereinspokal Biggesee“ ausgesegelt. Der Vereinspokal ist eine Mannschaftsmeisterschaft aller am Biggesee beheimateten Vereine. Jeder Club schickt dabei eine Mannschaft von zehn Seglern ins Rennen. Gewertet werden die besten Sieben jeder Mannschaft.

Von Angi Mathea

Der Yacht-Club Lister (YCL), der Yacht- und Ruderclub Attendorn (YRCA) und der Wassersportverein Biggesee (WSVB) brachten jeweils vollständige Mannschaften an den Start, der Aggertaler Segel Club (ASC) konnte indes nur drei Segler motivieren, der Automobil- und Yacht-Club Siegerland (AYCS) war überhaupt nicht vertreten.

Gesegelt wurde eine Wettfahrt, die Wertung erfolgt nach dem so genannten „Low-Point-Verfahren“. Dabei erhält der Sieger einen Zähler, der Zweite zwei Punkte usw. Gewonnen hat derjenige Verein, der am Ende die wenigsten Punkte aufweist.

Prestigeträchtiger Wettbewerb

Die Mannschaftsfindung gestaltete sich beim YCL sehr einfach – schließlich gilt der Vereinspokal als prestigeträchtiger Wettbewerb, entsprechend engagiert sind die Clubmitglieder mit Blick auf den Wettkampf. Aus den Bewerbern stellte sich folgende Mannschaft zusammen: Jochen Schulze (auf J22), Hans-Günter Besche, Uwe Fernholz und Martin Cordes (jeweils auf Finn), Frank Binder (auf Sprinta Sport) sowie Jana Leukel, Klaus Schulte, Dennis Leukel, Thomas Leukel und Billy Ruppert (jeweils auf Laser). Insbesondere die Konkurrenz aus Attendorn war jedoch nicht zu unterschätzen. Auch der YRCA trat mit einer äußerst schlagkräftigen Mannschaft an.

Die Regatta begann pünktlich um 14.30 Uhr mit einer spannenden Startphase. Regatten werden üblicherweise mit dem 5-Minuten-Signal gestartet, das fünf Minuten vor dem eigentlichen Startschuss ertönt. Es folgen das 4-Minuten- und das 1-Minute-Signal, bevor es richtig losgeht. Während dieser Zeit streifen alle Boote an der Startlinie entlang wie der sprichwörtliche Tiger im Käfig. Jeder will sich der bestmöglichen Startposition befinden, wenn der Startschuss endlich fällt. Da sich diesmal mehr als 30 Boote auf dem recht begrenzten Platz der Startlinie tummelten, kam es bereits früh zu einer Kollision. Direkt nach dem Start ereignete sich ein weiterer Zusammenstoß.

Zwei frühe Kollisionen 

Glück im Unglück: Den beteiligten Seglern ist nichts passiert, und auch die Boote waren noch seetauglich, so dass niemand vor dem eigentlichen Rennen ausschied. Gesegelt wurde ein Dreieckskurs, auf dem die Tonnen A, B und C immer an Steuerbordseite liegen gelassen werden mussten. Dieser Kurs wurde insgesamt viermal absolviert. Zwei Boote des ASC ließen während einer Runde eine Tonne aus und mussten entsprechend disqualifiziert werden.

Die traditionelle Konkurrenz zwischen dem YCL und dem YRCA wird auf dem Wasser immer sehr sportlich-ehrgeizig genommen. So war es nur folgerichtig, dass um jede Bö und jeden Wind gekämpft wurde. Der YCL lag dabei hervorragend im Rennen, erreichte mit vielen Booten gute Platzierungen. Aber die Platzierung auf dem Wasser ist nur die halbe Wahrheit. Da alle Boote vergleichbar gemacht werden müssen, gibt es für jede Bootsklasse einen Umrechnungsfaktor. Die eigentliche Platzierung wird dann auf Grund der berechneten Zeit vorgenommen. Doch auch hier demonstrierte der YCL seine diesjährige Überlegenheit: Gleich sieben Boote fanden sich unter den ersten Zehn wieder, womit der Gewinn des Vereinspokals gesichert war.

Die "Heimkehr" des Pokals

Dies freute insbesondere diejenigen, die seit Jahren beim Vereinspokal mitsegeln. In den vergangenen Jahren musste der Pokal dem YRCA überlassen werden, dieses Jahr sollte er ins YCL-Clubhaus zurückkehren. Besonders schön bei den Regatten der Biggesee-Vereine ist jedoch noch etwas anderes: Zwar wird auf dem See und während des Wettkampfes die Rivalität kultiviert, sobald der Wettbewerb beendet ist, wird in guter alter Seglertradition gemeinsam ein Bier getrunken und gefachsimpelt. Das war dieses Mal nicht anders...

Die Top-Platzierungen: 1. Uwe Fernholz (YCL), 2. Thomas Leukel (YCL), 3. Uli Wens (YRCA), 4. Dennis Leukel (YCL), 5. Billy Ruppert (YCL), 6. Hans-Günter Besche (YCL), 7. Marcus Hille (YRCA), 8. Martin Cordes (YCL), 9. Thomas Funke (YRCA), 10. Klaus Schulte (YCL) ... 13. Frank Binder (YCL), 14. Jana Leukel (YCL), 15. Jochen Schulze (YCL)

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