Schwimmen

Schmidts Traum von der Medaille

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Die Schmetterling-Strecke ist ihre Stärke: Stefanie Buchholz hofft in Berlin auf eine gute Platzierung im nationalen Feld.

Lüdenscheid – Der nationale Schwimm-Nachwuchs zieht ab Dienstag in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark in Berlin seine Bahnen. Rund 1500 Schwimmerinnen und Schwimmer haben sich für die Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften qualifiziert – für die einen ist allein die Qualifikation ein großer Erfolg, andere fahren voller Ambitionen und Hoffnungen in die Bundeshauptstadt.

Auch bei den wenigen Aktiven, die es aus dem märkischen Südkreis geschafft haben, ein Ticket für Berlin zu ergattern, ist das so. Zur Kategorie der Ambitionierten zählt ganz ohne Zweifel der Lüdenscheider Leon Frederik Schmidt. Das Talent aus der Nachwuchsarbeit der Wasserfreunde Lüdenscheid setzt inzwischen ganz auf die Schwimmkarte, ist ins Sportinternat nach Essen gewechselt. 

Die sportliche Entwicklung bestätigt den 15-Jährigen in seinem Schritt. Leon Frederik Schmidt hofft, in Berlin zumindest einmal um die Medaillen im Jahrgang 2004 mitzuschwimmen. Sein großer Tag wird der Donnerstag sein. Am Mittwoch reist die Familie nach, um den Bergstädter beim Start auf seiner Paradestrecke anzufeuern. Die 50-Meter-Brust ist Schmidt kürzlich in 31,42 Sekunden geschwommen. Damit ist er in der Deutschen Jahresbestenliste die Nummer drei und mithin ein Medaillenkandidat. 

„Er möchte natürlich unbedingt aufs Treppchen“, sagt Vater Thomas R. Schmidt, „wenn es gut läuft, kann das auch klappen.“ Über die 50-Meter-Brust war der Schwimmer der SG Essen vor einem Jahr guter Fünfter, über die 100-Meter-Brust Zehnter – hier ist das Ziel ohne Wenn und Aber der Endlauf. Die Konkurrenz ist groß, aber die Form stimmt. Bereits am Dienstagmorgen warten die Vorläufe über die 100-Meter-Brust. Es wird direkt am ersten Tag ernst für Schmidt, der die nationalen Titelkämpfe am Freitag mit der 50-Meter-Freistil-Strecke ausklingen lässt. Diese Strecke ist für ihn eher die Kür. Der Fokus liegt auf dem Donnerstag. 

Über 50-Meter-Brust hofft Leon Frederik Schmidt auf eine Medaille.

Allein die Qualifikation für Berlin ist für das übrige Quartett ein großer Erfolg: Stefanie Buchholz von der Wasserfreunde Lüdenscheid – vor kurzem noch vom Stadtsportverband mit dem Jugendförderpreis der Stadt ausgezeichnet – hat sich wie 2018 für Berlin qualifiziert, schwimmt in der größten überdachten Schwimmhalle Europas die 100-Meter-Freistil (Dienstag), die 50-Meter-Schmetterling (Mittwoch) und die 50-Meter-Freistil (Freitag). Was geht? Vielleicht eine neue Bestzeit. Auf jeden Fall will Buchholz, die eigentlich aus Wiehl stammt, aber für Lüdenscheid schwimmt, das Optimum herausholen in diesem riesigen und so starken Feld. 

Genauso wie Jana Rüsche. Sie ist die jüngste Starterin aus dem Südkreis in Berlin. Das 2007er-Talent ist erst spät dran, am Freitag über die 50-Meter-Freistil, am Samstag über die 50-Meter-Rücken. Für die von den Wasserfreunden Finnentrop nach Lüdenscheid gewechselte Rüsche wird allein die große Halle an der Landsberger Allee, die bis zu 4000 Zuschauer fasst, ein Erlebnis sein. 

Genauso wie für die beiden Plettenberger Talente, die es nach Berlin geschafft haben: Sowohl Tobias Hahn (Jahrgang 2004, 50-Meter-Schmetterling) als auch Nikoletta Kounatidis (Jahrgang 2004, 50-Meter-Schmetterling) sind am Mittwoch in ihren Vorläufen an der Reihe, wollen diese besondere Atmosphäre zu persönlichen Höchstleistungen nutzen und viele Eindrücke ins Sauerland mitbringen. Berlin soll für das Quintett aus dem Südkreis in dieser Woche auch sportlich eine Reise wert sein.

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