Fußball, Bezirksliga

Nervenspiel am Schützenhof

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Die „grüne Wand“ muss stehen, wenn der TuS Grünenbaum den im Abstiegskampf so wichtigen Sieg in Schwerte holen will.

Halver – Viel mehr Druck geht nicht. Wenn der TuS Grünenbaum am Sonntag (15.15 Uhr, Stadion Schützenhof) beim Tabellenvierten VfL Schwerte gastiert, dann könnte im schlechtesten aller Fälle das Kapitel Bezirksliga für den Kreisch-Club gegen 17 Uhr beendet sein. Dann nämlich, wenn die Douros-Elf nicht gewinnt und im Parallelspiel der ASSV Letmathe (13.) die Vertretung von Türkiyemspor Hagen (12.) bezwingt.

Es ist das denkbar schlechteste aller Szenarien, denn am anderen Ende der Skala ist natürlich auch eine ASSV-Niederlage und ein TuS-Sieg denkbar. Dann würden Grünenbaum und Letmathe die Plätze tauschen und der TuS hätte den Liga-Verbleib vor dem finalen Heimspiel gegen den Geisecker SV wieder selbst in der Hand. „Es bringt wenig, wenn wir jetzt alle Situationen durchspekulieren“, sagt Grünenbaum-Coach Niko Douros, „die Jungs müssen fokussiert sein auf das Schwerte-Spiel. Alles andere haben wir sowieso nicht in der Hand.“ Wobei die sonntägliche Aufgabe schon heikel genug ist. Schwerte ist eine der stärksten Rückrundenteams in der Staffel 6, „hat richtig Qualitäg“, wie Douros mit Respekt über die Mannschaft um Torjäger Alexander Bahr (17 Treffer) sagt.

Chamkha und Kochta drohen auszufallen

Umso wichtiger, dass der TuS seine Hausaufgaben im Vorfeld erledigt. „Gegen Rot-Weiß Lüdenscheid bekommen wir Gegentore, die nicht fallen dürfen. Da schalten wir gedanklich viel zu schnell ab. Das darf sich auf keinen Fall wiederholen“, sagt Douros im Rückblick auf die 3:6-Niederlage im Derby gegen die Bergstädter. Die defensive Stabilität der vergangenen Wochen muss also so rasch wie möglich zurückerlangt werden, steht weit vor einem bedingungslosen Hurra-Stil in der Vorwärtsbewegung. Dourso: „Wenn wir nach 90 Minuten 1:0 gewinnen, dann reicht das.“

 Im Vergleich zur Vorwoche drohen zwei Ausfälle. „Momo“ Chamkha hat aufgrund von Knöchelproblemen die gesamte Woche über nicht trainiert, während Richard Kochta im Training am Donnerstag einen Schlag auf die Wade bekam. Der Einsatz des Duos ist zumindest mit einem Fragezeichen versehen. Weiterhin gesperrt ist „Leo“ Viggiani. Bleibt die Frage, wie die Mannschaft mit der Drucksituation umgeht. „Es macht keinen Sinn, sich damit zu beschäftigen. Vielleicht wird es nächste Woche noch schlimmer“, lebt Niko Douros Pragmatismus vor. Nicht die schlechteste Einstellung im nervenzehrenden Abstiegskampf...

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