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HSG Lüdenscheid taumelt: Schwerer Wirkungstreffer im Abstiegskampf

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Von: Thomas Machatzke

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Co-Trainer tröstet Spieler
Trostspender: Matthias Skutta, Sportlicher Leiter der HSG, mit Youngster Fabian Linde. © Machatzke, Thomas

Eigentlich wollte die HSG Lüdenscheid im Klassement an der HSG Gevelsberg-Silschede II vorbeiziehen, auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Doch dann unterlagen die Lüdenscheider in Gevelsberg 18:31.

Gevelsberg – Es war erst die zwölfte von 20 Runden. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga sind noch viele Punkte zu vergeben. Doch wäre die Landesliga-Saison ein Boxkampf – es müsste attestiert werden, dass die HSG Lüdenscheid wenn schon nicht den K.o., so doch zumindest einen schweren Wirkungstreffer hat hinnehmen müssen in dieser zwölften Runde.

Vorm Spiel trennten die HSG Gevelsberg-Silschede II und die HSG Lüdenscheid ein Pluspunkt. Ein Punkt zwischen Wohl (Klassenerhalt) und Wehe (Abstiegsrang). Auf dem Parkett aber trennten die Teams am Samstag Welten. 31:18 (13:9) gewannen die von Ex-SGSH-II-Spielmacher Marco Luciano trainierten Gastgeber und ließen einen sprach- und ratlosen Lüdenscheider Coach Thorsten Stange zurück. Der zitierte sein Team direkt nach Spielende erst mal zum Rapport in die Kabine.

Für ihn durfte der Sportliche Leiter verbale Schadensbegrenzung betreiben. „Der Trend war in den vergangenen Wochen so positiv. Es ist schade, dass wir das dann ausgerechnet in so einem wichtigen Spiel alles einreißen“, stellte Matthias Skutta fest, „wir haben richtig gut trainiert, haben zuletzt gegen ein Topteam wie Attendorn so knapp und unglücklich verloren. Aber diesmal hat die Mannschaft nichts von dem, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt. Angst? Zu großer Druck? Ich weiß es nicht…“

HSG Lüdenscheid taumelt: Schwerer Wirkungstreffer im Abstiegskampf

Die Bergstädter – ohne den etatmäßigen Kreisläufer Gruber und deshalb zu Beginn mit Phil Lausen am Kreis – führten zu Beginn zweimal und lagen bis zum 5:5 gleichauf. Ein 4:0-Lauf generierte dem Gastgeber dann aber bis zum 9:5 jenes Polster, das auch noch zur Pause Bestand hatte.

Allerdings hatte Gevelsbergs Innenblock-Stütze Valentin Isenberg kurz vor der Pause nach einem harten Einsteigen gegen Robin Plischka die Rote Karte gesehen (28.). Das versprach für den Gast, dass es offensiv vielleicht etwas leichter werden könnte. Das Gegenteil aber war der Fall. Das Angriffsspiel des Stange-Teams verlor nun gegen die körperlich präsente 6:0-Abwehr des Tabellennachbarn jegliche Durchschlagskraft. Lausen fehlte die Kraft, dem Rest die Mittel. Es war ein Trauerspiel.

Handballer im Zweikampf
Kein Durchkommen: Hier prallt Justin Jung am Gevelsberger Innenblock ab. © Machatzke, Thomas

Jung und Linde gelangen bis zur Lüdenscheider Auszeit (49.) zwei Feldtore für den Gast, dazu kamen zwei Lausen-Siebenmetertore. Nur vier Treffer in 19 Minuten. Die Gevelsberger vergaben in diesem Zeitraum zwar zwei Gegenstöße und weitere Hochkaräter, zogen aber trotzdem auf 21:13 davon. Die Auszeit war für Lüdenscheid nur eine Verschnaufpause auf dem Weg ins komplette Desaster. 24:14, 29:15 – nur zwei Stationen auf dem Weg zum 31:18-Endstand.

Eine teilweise dreifache Manndeckung gegen Pottkemper, Meisterjahn und den achtfachen Torschützen Kling änderte daran nichts, beim Gastgeber sprang einfach Youngster Schubert (10) in die Bresche. Er setzte auch den Schlusspunkt. Das passte zum Spiel. Einer Partie, die die HSG Lüdenscheid schnell vergessen muss: In der zwölften Runde zu Boden zu gehen, das kann vorkommen. Liegenbleiben aber ist verboten.

Lüdenscheid: Stute, Wambold (ab 41.) – Lausen (5/4), Plischka (2), Hahn (2), Jung (2), Linde (2), Rohr (1), Schubert (1), Bieker (1), Ritthaler (1), de Bie (1), Weichelt

Trainer am Rande schaut aufs Spiel
Am Ende sprach- und ratlos: Thorsten Stange, Trainer der HSG Lüdenscheid. © Machatzke, Thomas

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