Schwerer Auftaktgegner für die HSV

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Beim Heimspiel der zurückliegenden Saison trennten sich die HSV und der TuS Borussia Höchsten 29:29 Unentschieden. Beide Teams haben personell umstrukturiert – eine Neuauflage mit spannenden Vorzeichen.

WERDOHL - „Wird Zeit, dass es jetzt endlich los geht“, sagt HSV-Trainer Kai Henning vor dem heutigen Saisonstart und gibt damit gleichzeitig die Stimmung im Kader wieder. Borussia Höchsten heißt der erste Gegner (Anwurf: 19 Uhr, Sporthalle Riesei), ein unangenehmer Kontrahent, der der HSV mit seiner extrem offensiven Abwehr schon einige Male das Leben richtig schwer gemacht hat.

Wie die HSV musste auch Höchsten personell umbauen. „Die haben auch Leistungsträger verloren. Unter anderem mussten sie ihre Torhüter ziehen lassen. Als Folge passten sie ihr Abwehrsystem an. In den Tests spielten sie entweder in einem offensiven 3:2:1- oder einem 5:1-System“, weiß Henning aus eigenen Beobachtungen und durch Informationen von Trainerkollegen. Was die Torhüterposition angeht, wird die HSV heute Abend auf einen alten Bekannten treffen. Matthias Zankl, ehemaliger HSV-Schlussmann, wechselte vom Landesligisten TV Schwitten nach Dortmund.

Im Training ist Henning auf alle Eventualitäten eingegangen, studierte Konzepte und zielgerichtete Verhaltensweisen gegen jegliche Art von offenen Abwehr-Formationen ein, die Höchsten im Repertoire hat. „Aber eigentlich ist das egal. Es ist das erste Spiel der Saison. Niemand weiß, wo er wirklich steht. Ich bin sicher, dass die Mannschaft gewinnen wird, die als erstes die Nervosität ablegt.“

„In den einschlägigen Foren werden wir als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt“, sagt Henning, ist aber überzeugt, dass der Kader durchaus über die Qualitäten verfügt, sich in der Verbandsliga zu behaupten. Und schließlich werde am Ende abgerechnet und die Saison sei lang, meint Henning und hofft auf die gewohnte Unterstützung von der Tribüne. „Die brauchen wir und das haben sich die Jungs auch verdient“, fügt er hinzu.

Ausschlaggebend für die Einstufung in den Kreis der Abstiegskandidaten sei der Verlust des Torhütergespanns Klose/Otterbach. Mit Meckel und Griessl bietet die HSV definitiv eines der jüngsten Torhütergespanne der Liga auf. Torwarttrainer Jörg Klose wird aber für seine hervorragende Arbeit gelobt, und Fortschritte seien durchaus schon jetzt erkennbar. In den Tests haben beide Keeper ihre Qualitäten unter Beweis gestellt und Henning sowie Klose in ihrer Einschätzung bestätigt, dass sie in der Verbandsliga gut aufgehoben sind. „Wichtig ist nur, dass man uns Zeit lässt, uns zu entwickeln. Es wird Partien geben, da spielen wir uns in einen Rausch. Tiefschläge sind aber auch nicht ausgeschlossen. Ich kann nur an das ganze Umfeld appellieren, die nötige Geduld aufzubringen“, wirbt Henning für die HSV, die gegen Borussia Höchsten ohne Jugoslav Lakic und Michel Lengelsen auskommen muss.

HSV: Meckel, Griessl – van der Hurk, Lohmann, de Liello, Bluhm, Lakic, Gurol, Scheerer, Burzlaff, Bardischewski, Fischer, Gadomski

Von Markus Jentzsch

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