Eishockey

Roosters wollen Rückenwind nutzen

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Nach dem Sieg in Mannheim kassierte Michael Clarke ein Sonderlob des sportlichen Leiters Christian Hommel.

Iserlohn – Man konnte die Genugtuung in den Augen von Christian Hommel deutlich erkennen. Nein, der Sportliche Leiter der Roosters freute sich weniger über den beeindruckend hart erarbeiteten Sieg seiner Mannschaft beim Deutschen Meister Adler Mannheim, er freute sich vielmehr drüber, dass seine Worte und die des Trainerstabs endlich Wirkung gezeigt hatten. Der 7:5-Erfolg der Iserlohn Roosters war in erster Linie möglich, weil die Mannschaft endlich die Forderung der Verantwortlichen nach mehr Schüssen auf das gegnerische Tor umgesetzt hatte.

„Es ist wie daheim bei meinem Sohn, dem sag ich auch, dass er sein Zimmer aufräumen soll. Er tut es aber nicht sofort, sondern dann dauert das, irgendwann aber ist das Zimmer dann in Ordnung. Und so ist es auch bei einer Eishockeymannschaft“, erklärte Hommel mit breitem Grinsen. Ausgerechnet beim Meister hatten die Sauerländer verstanden, was es braucht, um mehr als drei Tore zu schießen.

Lob für die Youngster

Selbstverständlich muss sich zu dieser guten Offensivleistung auch eine gute Verteidigungsarbeit gesellen, die aber hat das Team schon mehrfach in dieser Saison hinbekommen. Bemerkenswert war, dass bei den Adlern vor allem die Youngster-Reihe vorbildlich voranging. Samanski, Fleischer und Lautenschlagen demonstrierten wie man temporeiches, einfaches DEL-Eishockey spielt. „Die Jungs haben sich definitiv in das Notizbuch des Trainers gespielt, gleichzeitig haben sie all das gezeigt, was man von ihnen erwarten darf – und mehr“, lobte Hommel seine jungen Spieler. Darin schloss er ausdrücklich auch die Leistungen von Verteidiger Erik Buschmann ein, der sich für seine starke Leitung mit seinem ersten DEL-Tor belohnte. „Ich mache mir darüber gar nicht mehr so viele Gedanken. Natürlich ist es wunderbar, diesen ersten Treffer gemacht zu haben, letztlich aber ist es für mich schon normal geworden, dass ich viel Eiszeit bekomme, wenn ich meine Leistung bringe“, so Buschmann abgeklärt.

Ein weiteres Sonderlob verdiente sich Michael Clarke. „Hätte seine Rückenverletzung ihn nicht so behindert, hätte Clarke schon im letzten Jahr hier und da in den besten Reihen spielen können, jetzt bekommt er seine Chance und zahlt unser Vertrauen mit guten Leistungen zurück“, betont Hommel.

Unbedingt nachlegen 

All die positiven Eindrücke sind nichts wert, wenn die Roosters nicht am Freitag in Schwenningen (19.30 Uhr/Helios-Arena) punkten. feiern. Das erste Aufeinandertreffen am dritten Spieltag hatten die Sauerländer 1:4 verloren, jetzt geht es drum, im Schwarzwald den fünften Saisonsieg einzufahren. Ein Wiedersehen gibt es für die Sauerländer mit ihren Ex-Verteidigern Dylan Yeo und Christopher Fischer, die ihrerseits dazu beitragen wollen, dass die „Schwäne“ nicht als erster Ligaclub in dieser Saison ihren Cheftrainer Paul Thompson entlassen. Wie genau das Iserlohner-Team aussehen wird, ließ Chefcoach Jason O´Leary am Mittwoch offen. Erst am Freitagmorgen wird er final festlegen, in welcher Aufstellung die Mannschaft spielt. Die Stimmung vor dem nächsten Auswärtsfahrt ist jedenfalls deutlich positiver als zuletzt.

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