Fußball

Zuversicht beim „Neustart“ des LTV 61

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Die Fußballer des LTV 61 starteten die Saisonvorbereitung mit einem Lauf an der Fuelbecke.

Lüdenscheid – Sonntagabend an der Fuelbecke: Ein junges Pärchen lässt an der malerisch gelegenen Talsperre bei einem Spaziergang Händchen haltend das Wochenende ausklingen, zwei, drei Hundehalter führen ihre Vierbeiner aus, genießen nach jeder Kurve den Blick aufs Wasser.

Es herrscht angenehme Ruhe in dieser Idylle. Gegen 19.30 Uhr ist es in dieser Oase mit der Stille vorbei. Rund 20 Männer in Turnschuhen und überwiegend in schwarz und weiß gekleidet, versammeln sich auf der Staumauer. Es sind die Fußballer des A-Kreisligisten LTV 61, die mit einem Ausdauerlauf an der Fuelbecke in die Vorbereitung starten. Für die Honsel-Kicker ist es eine Art Aufbruch zu neuen Ufern. Nach dem Last-Minute-Klassenerhalt in der vergangenen Saison haben sich 15 Spieler und auch Trainer Yusuf Cilingir, der fortan für den Ligarivalen Eyüpspor Werdohl auflaufen wird, vom Lüdenscheider Traditionsverein verabschiedet. Acht Akteure aus dem letztjährigen A-Liga-Kader sind noch geblieben. Eine Entwicklung, die in der heimischen Balltreter-Szene aufhorchen ließ.

Aber auch eine Entwicklung, auf die der Abteilungsvorstand um Thomas Gabel ebenso schnell wie besonnen reagiert hat. Die komplette Zweitvertretung, die 2018/19 in der B-Liga eine hoch anständige Serie spielte und auf Rang fünf ins Ziel kam, rückt „hoch“ und bildet mit den acht Verbliebenen sowie zwei Rückkehrern den neuen A-Liga-Kader. Die Trainer Sven Richter (30) und Corbin Klink (27), die bei der Zweitvertretung gute Arbeit geleistet haben und den LTV aus dem Effeff kennen, haben das sportliche Kommando, genießen das volle Vertrauen des Abteilungsvorstands. „Wir haben uns entschieden, das Ganze als Neustart zu sehen“, betonte Sven Richter, der beim Aufgalopp an der Fuelbecke wie auch Corbin Klink richtig guter Dinge war, die neue Herausforderung „sehr motiviert“ angeht und davon überzeugt ist, eine „gute A-Liga-Mannschaft“ beisammen zu haben.

Schüngel soll Eckpfeiler werden

Das Trainerduo ist sich freilich darüber bewusst, dass bis zum Saisonstart „eine Menge Arbeit“ auf das Team wartet. Die Vorbereitung dürfte eine knackige werden für die Kicker vom Honsel, auf dem es zukünftig wieder „schüngeln“ soll. Denn nach einer Saison beim Landesligisten FSV Werdohl ist Stürmer André Schüngel zurück beim LTV 61, für den er in der Spielzeit 2017/18 im Kreisoberhaus 32 „Buden“ erzielte und auch in der Reserve seine Torjägerqualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte. „Ich habe viel vor“, sagte Schüngel beim Aufgalopp an der Fuelbecke.

Aus den Worten des Angreifers, der verletzungsbedingt am Riesei nicht so zum Zuge gekommen war, wie er es sich vor einem Jahr erhofft hatte, klang pure Überzeugung heraus. Schüngel jedenfalls hat spürbar große Lust, bei „seinem“ LTV wieder durchzustarten. Er kennt den Verein, und der Verein kennt ihn. Und seine Rückkehr zum Honsel, sie dürfte den ausgerufenen Neustart durchaus beflügeln. Auch beim zweiten Neuzugang der Bergstädter handelt es sich um einen „alten Bekannten“. Leonidas Kiligaridis ist vom A-Liga-Aufsteiger TuS TuS Stöcken-Dahlerbrück zurückgekehrt an den Honsel, wo man die Qualitäten des torgefährlichen Akteurs zu schätzen weiß.

Richter/Klink gehen optimistisch in die Vorbereitung

Trotz der 15 Abgänge sehen Sven Richter und Corbin Klink ihr 28-köpfiges Aufgebot für die neue A-Liga-Saison gerüstet, zumal alle Akteure den Verein und damit auch das Umfeld sowie die Strukturen kennen. Das Trainerduo setzt daher verstärkt auf den „Zusammenhalt und das Wir-Gefühl“, das der „Ersten“ des LTV 61 in der vergangenen Zittersaison irgendwie und irgendwann flöten gegangen war. Einer für alle, alle für einen – dieser bei Fußballern so beliebte Ausruf soll keine Phrase mehr sein am Honsel.

Was ist also möglich für den LTV 61 in der neuen Saison? Eine Antwort auf diese Frage gaben Sven Richter und Corbin Klink noch nicht, auch mit der Formulierung eines Ziels hielt sich das Trainerduo bedeckt. „Wir konzentrieren uns zu 100 Prozent auf uns“, sagte Richter, „wir sehen gutes Potenzial.“

Und was geschieht beim LTV 61 mit der B-Liga-Reserve?  „Wir wollen weiter eine 2. Mannschaft stellen“, betonte Richter, „daran wird gerade im Verein mit Hochdruck gearbeitet.“

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