Bergstadt-Gymnasium ein verdienter Jubiläumsmeister

Im Finale dem BGL deutlich unterlegen: Die THR-Kicker.

LÜDENSCHEID -  Die Jubiläumsauflage der Lüdenscheider Schülerfußball-Stadtmeisterschaft nahm am zweiten Turniertag mächtig Fahrt auf: Die Altersklasse B gab Gas, überzeugte mit Tempo, Einsatzwillen und Aggressivität. Nachfolger von Titelverteidiger Adolf-Reichwein-Gesamtschule, der wegen einiger Klassenfahrten auf die 25. Turnierauflage in der Altersklasse verzichten musste, wurden verdientermaßen die Kicker vom Bergstadt-Gymnasium.

Tags zuvor war die beim Landesschulwettbewerb von Bernd Mai gecoachte Truppe in der Endrunde noch knapp gescheitert, doch auf städtischer Ebene war gegen die diesmal von Jochen Meißner gecoachte Mannschaft letztlich kein Kraut gewachsen. Im Finale setzten sich die „Blauen“ von der Saarlandstraße hoch verdient 2:0 gegen die Theodor-Heuss-Realschüler vom Wefelshohl durch. Damit hatte sich zwar ein Favorit behauptet, aber auch die Außenseiter, vornehmlich diesmal die Hauptschulen, drückten dem Turnier den Stempel auf.

Schon in den Vorrundengruppen hatte das B-Klassen-Turnier viel Spaß gemacht. Denn es wurde um jeden Meter Boden gekämpft, vor allem die Entscheidung in der Gruppe B war bis zur letzten Partie offen.

Schülerfußball-Stadtmeisterschaften 2013 Altersklasse B

Schülerfußball-Stadtmeisterschaften Lüdenscheid 2013 Altersklasse B

Für die einzigen Wermutstropfen sorgten wie am Vortag zwei schwerere Verletzungen. Diesmal erwischte es zwei Schüler vom BGL und der Ganztagsschule Stadtpark, denen die Ausrichter schnelle Genesung wünschen.

In Gruppe A sorgte ein selbstbewusster Mitfavorit Geschwister-Scholl-Gymnasium mit einem 3:0-Erfolg über die wahrlich nicht schwachen Ganztagsschüler vom Stadtpark für ein Ausrufezeichen, es folgte auch ein ungefährdeter 1:0-Erfolg gegen den Nachbarn vom „Zepp“. Allzu lässig ging die Scheermann-Truppe freilich in den letzten Vergleich gegen die zuvor zweimal knapp besiegte, defensiv gut organisierte Elf der Freien Christlichen Schulen. Die holten prompt ein torloses Remis, gefährdeten aber den Gruppensieg des GSG nicht mehr.

Auf Platz zwei arbeitete sich aber die Ganztagsschule vom Stadtpark vor, bei der Ingrid Schröder kurzfristig als Betreuungslehrerin für die erkrankte Antje Teichman eingesprungen war. Die Ganztagsschüler packten den Schock der Auftaktniederlage locker weg, siegten 2:0 gegen die Freien Christlichen Schulen und 3:1 gegen das Zepp.

Schülerfußball-Stadtmeisterschaften 2013 der Altersklasse A

Schülerfußball-Stadtmeisterschaften 2013 der Altersklasse A

In der Gruppe B kam das BGL etwas schwer ins Turnier (0:0 im tollen Kampf gegen ebenfalls überraschend starke Albert-Schweitzer-Hauptschüler), landeten dann aber die „Dreier“ über THR (2:0) und Schirrmann-RS (1:0) zum Gruppensieg. Umkämpft bis zum letzten Vorrundenduell war der zweite Platz, nachdem sich die Schirrmann-Realschüler als Gruppenvierter verabschiedet hatten. Ohne Niederlage mussten schließlich die Hauptschüler von der Kaiserallee ausscheiden, der Reuber-Elf von der THR reichte zum Vorrundenfinale ein Remis zum Halbfinaleinzug.

Dort wurde es dann super spannend und nervenaufreibend: Das BGL geriet durch Caner Karaboga in Rückstand, erkannte erst spät das GTS-Manko aufgrund eines fehlenden echten Torwarts: Immerhin langte es für das BGL durch Ogulcan Kilinc’ abgefälschten Schuss noch zum Remis – die Rettung ins Elfmeterschießen. Hier parierte der ins Stadtpark-Tor gewechselte Jihad Matarieh zunächst den ersten BGL-Elfer, verwandelte dann selbst zur Führung. So wähnten sich die Ganztagssschüler bis zum fünften Elfmeter auf Kurs, ehe sie zweimal verschossen und das BGL in der Verlängerung vom Punkt noch den Finalvortritt ließen.

Spannend, aber gänzlich torlos blieb die zweite Vorschlussrundenpartie zwischen Mitfavorit Scholl und der Heuss-Realschule: Von der „Marke“ trafen beide Teams im völligen Gleichtakt zum 4:4, dann aber parierte THR-Keeper Niklas Faber, und Cem Yetkin verwandelte Elfmeter Nummer fünf. Damit waren auch die Realschüler ins Endspiel eingezogen, in dem sie freilich chancenlos blieben. Jörg Hellwig

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