Mit Schroth die Grizzlys erlegt

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Michael Wolf und die (hier im Heimspiel gegen Straubing) kämpften in Wolfsburg leidenschaftlich und hielten so ihrem 21-jährigen Keeper Henning Schroth den Rücken frei. Der DEL-Debütant machte seine Sache gut, am Ende hieß es 5:2. Roosters

WOLFSBURG - Nach 1:2-Rückstand mit einem Dreierpack binnen 185 Sekunden die Wende geschafft und kurz vor Schluss noch einmal ins verwaiste Gehäuse nachgelegt: Die Iserlohn Roosters haben bei den Grizzly Adams Wolfsburg verdient mit 5:2 (1:0, 3:2, 0:0) Toren gewonnen und sind so nach zwei Niederlagen in Serie mit DEL-Debütant Henning Schroth (21) zwischen den Pfosten in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Weil sich Sébastien Caron nicht wohl fühlte und überraschend nicht so lange wie möglich in den Dienst seiner Roosters stellte, Mathias Lange aktuell Adduktorenprobleme hat und Jugend-Goalie Marc Fleischer ebenfalls verletzt ist, musste der vierte Keeper ran: Henning Schroth vom Oberligisten Hammer Eisbären. Weil der sein Bestes gab und die Mannschaft aufopferungsvoll für ihn kämpfte, reichte es zum „Dreier“.

Dem Engagement von Wolf und Co. war es zu verdanken, dass der erste Wolfsburger Schuss erst nach 6:16 Minuten auf Schroths Kasten kam. Weil Schroth selbst, dem Tempo und Übersicht auf DEL-Niveau natürlich fehlen, seinerseits alles gab, stand nach 20 Minuten hinten die Null. Offensiv hatten die Iserlohner im Auftaktabschnitt drei Gelegenheiten kreiert und eine genutzt. Sertich zog hinter das Tor, zauberte einen Pass auf Raymond – 1:0. Bitter: Nach einem Bandencheck musste der ohnehin angeschlagene Danielsmeier erneut die Partie vorzeitig beenden.

Um den Rekordspieler gebracht, beorderte Cheftrainer Doug Mason Dieter Orendorz mit voller Eiszeit in die Mannschaft. Binnen 42 Sekunden schlugen die Wolfsburger zu, trafen zum 2:1 und legten Treffer Nummer drei nach. Die Sauerländer nahmen zu viele Strafen, rackerten sich aber zurück ins Match und wurden dank der Hektik, die Wolfsburgs Coach Pavel Gross von der Bank ins Match brachte, belohnt. Giuliano in Unterzahl, Wolf nach einem von Raymond aus dem eigenen Drittel und Raedeke mit einem tollen Schuss unter die Latte ließen die Partie erneut kippen – 4:3 für die Roosters. Spätestens jetzt war jedem der 80 mitgereisten Fans klar, dass dieser Abend für die Mannschaft des IEC zur Herzenssache wurde.

In den letzten 20 Minuten dachte Mason defensiv, wollte Wolfsburg weniger Spielraum geben. Das gelang. Schon fünf Minuten vor dem Ende nahm Wolfsburgs Coach Gross Goalie Dshunussow vom Eis, wollte seinen Jungs die Chance zum Anschlusstreffer geben, das aber gelang nicht. Stattdessen kam der Knockout: Fischhaber traf ins leere Tor zum 5:2-Endstand.

Grizzly Adams: Dshunussow – Likens, Bina; Kohl, Brocklehurst; Palin, Wurm; Keller – Haskins, Bassen, Dzieduszycki; Fauser, Milley, Furchner; Aubin, Polaczek, Höhenleitner; Pohl, Schaludek, Danner

Roosters: Schroth – Brennan, Danielsmeier; Teubert, Raymond; Gödtel, Jares; Orendorz – York, Macek, Raedeke; Foster, Hofland, Giuliano; Sertich, Wolf, Hommel; Fischhaber

Schiedsrichter: Fischer (Osterode), Schimm (Waldkraiburg)

Tore: 0:1 (3:58) Raymond (Sertich/5:4), 1:1 (24:37) Palin (Milley/5:4), 2:1 (25:19) Höhenleitner (Aubin), 2:2 (33:49) Giuliano (Raedeke, Teubert/4:5), 2:3 (35:59) Wolf (Raymond), 2:4 (36:54) Raedeke (Foster), 2:5 (58:07) Fischhaber (Brennan, Jares/empty net goal)

Strafminuten: Wolfsburg 16, Roosters 18

Zuschauer: 1860

Von Mirko Heintz

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