FSV schnupperte lange an erneuter Pokalsensation

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Landesligist FSV Werdohl um Moritz Klamann und den erstmals spielberechtigten Neuzugang Emirjon Avdia (rechts) wurde im Westfalen-Pokalachtelfinale gegen den Oberligisten SV Lippstadt (hier mit Torschütze Elitok) für eine couragierte Leistung nicht belohnt.

Werdohl – Der Pokalschreck aus dem Sauerland ist nun nur noch ein Ex-Pokalschreck: Die FSV Werdohl, die nach Erfolgen gegen den Oberligisten ASC Dortmund (4:1) und Verbandsligisten Westfalia Wickede (2:1) sensationell bis ins Achtelfinale des Westfalenpokals vorgestoßen war, unterlag in der Runde der letzten Sechzehn am Samstagnachmittag Oberligist SV Lippstadt mit 1:3 (1:1).

Die FSV schnupperte lange an einem erneuten Coup und brachte den Tabellenvierten der Oberliga Westfalen an den Rand einer Niederlage. Erst durch zwei späte Treffer von Langesberg (89.) und Traufetter (90.+2) setzte sich der Traditionsclub noch durch und verhinderte eine Verlängerung.

„Es ist bitter für uns, denn die Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht und aufopferungsvoll gekämpft. Wir hatten eigentlich mehr verdient“, bilanzierte FSV-Coach Manuel Sander, dessen Mannschaft auch nach dem 0:1 (27.) durch Elitok nicht locker ließ und gegen den Favoriten immer wieder Nadelstiche setzte: Schon im ersten Abschnitt hätte Avdia (33.) ausgleichen können, als er nach einem Abstimmungsproblem zwischen SVL-Torwart Westergerling und Innenverteidiger Joswig etwas zu lange mit dem Torabschluss zögerte. Kessler verpasste eine scharfe Hereingabe von Brüll nur knapp zum möglichen Ausgleich (44.).

Allerdings besaßen auch die Gäste Chancen zur Vorentscheidung: Majic bugsierte das Spielgerät völlig freistehend aus einem Meter noch über den Querbalken (34.) und Meuter fand kurze Zeit später in FSV-Torwart Felbick seinen Meister. Ein echter Pokalkampf entwickelte sich dann im zweiten Abschnitt, in dessen Verlauf zwischen Siebt- und Fünftligist keine Leistungsunterschiede zu erkennen waren.

Kessler zirkelte aus halblinker Position einen Freistoß zum 1:1 äußerst sehenswert in den Kasten (55.) – und auch in der Folgezeit blieb die FSV dran, hätte durch Sesay (85.) beinahe für den dritten Streich im Westfalenpokal gesorgt. Doch dann spielte der Oberligist seine Klasse mit den beiden Treffern in der Schlussphase noch aus. „Kompliment an die Werdohler Mannschaft. Wir hatten Glück, dass wir nicht in die Verlängerung mussten“, äußerte Lippstadts Trainer Stefan Fröhlich.

Von Nico Schwarze

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