Schmale nach Ennepetal, Felbick zweiter Keeper

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Simon Felbick (links) übernimmt den Platz im FSV-Kader von Alexander Schmale, der nach Ennepetal wechselt.

WERDOHL -   Völlig überraschend hat sich bei der FSV Werdohl das Personalkarussell noch einmal auf Höchstgeschwindigkeit gedreht. So verlässt Alexander Schmale den heimischen Fußball-Landesligisten trotz Zusage für die Saison 2013/2014 nach fünf Jahren in Richtung Oberligist TuS Ennepetal.

Seinen Platz im Torwart-Gespann der ersten Mannschaft neben Markus Grete nimmt Simon Felbick ein, der gleichzeitig verlässlicher Bestandteil des Trainerteams bleiben soll, nachdem er in der Rückserie 2012/13 ja für SW Breckerfeld gespielt hatte und deswegen bei den Spielen der FSV nicht dabei sein konnte.

„Thomas Riedel aus Ennepetal hatte ja schon im Winter Interesse gezeigt. Und es ist so, dass wir im offenen Dialog stehen und Spielern gerne Möglichkeiten eröffnen. Alex ist sehr ehrgeizig, deshalb ist die jetzt gefundene Lösung mit Simon als Co-Trainer, Torwarttrainer und aktiver Backup die beste Lösung für alle Beteiligten“, sagte Uli Sauerborn, bekanntlich bestens vernetzter Sportlicher Leiter der FSV. Er hatte ja beispielsweise auch Top-Talent Semih Yigit zu einem Wechsel nach Ennepetal geraten.

Alexander Schmale (24) geht in Ennepetal mit dem zweiten neuen Keeper Marvin Weusthoff (23), der vom Oberliga-Konkurrenten TuS Heven ins Bremenstadion kommt, ins Duell um den Platz zwischen den Pfosten. „Der hat zwar Vorschusslorbeeren bekommen. Aber für mich war schnell klar, dass das eine Chance ist, die man nicht jeden Tag bekommt. Ich gucke grundsätzlich nur auf meine Leistung im Training. Klar, ich hätte mir auch vorstellen können, in Werdohl zu bleiben. Deswegen hatte ich ja zugesagt. Aber das Niveau zwei Ligen höher zu erleben, war die bessere sportliche Perspektive“, sagte Schmale aus seinem Urlaub auf Mallorca. Der Zerberus hatte bei TuRa Eggenscheid begonnen, dann bei RW Lüdenscheid und beim TuS Plettenberg (nur erstes Jahr A-Jugend) gespielt, ehe er zur FSV gewechselt war.

Für Simon Felbick kam die aktuelle Entwicklung quasi auf den letzten Drücker. Denn der 34-Jährige, der nach der Jugendzeit in Breckerfeld, Ennepetal und Oestrich elf Jahre lang für die FSV aufgelaufen war, ehe er nach Hordel wechselte und zuletzt nach Breckerfeld zurückkehrte, war sich fast schon mit Borussia Dröschede über einig. „Ich habe mir Gedanken gemacht und Mittwoch zugesagt, denn Werdohl ist ja der Verein, wo ich am längsten gespielt habe“, so der Lüdenscheider, der übrigens ein Arbeitskollege von Alexander Schmale im Unternehmen des FSV-Vorsitzenden Thomas Dinter ist.

„Ich habe nicht den Anspruch, spielen zu müssen, wenngleich ich natürlich gerne auf dem Platz stehe. Ich sehe auch keine richtige Konkurrenzsituation zu Markus Grete. Torwarttrainer habe ich ja eh schon gemacht, konnte die Jungs nur nicht vor dem Spiel betreuen und während des Spiels erleben. Ich will vor allem im Training aktiv mitmachen, sehe mich aber doch eher in der Spielerrolle. Ich bin vielleicht so etwas wie ein spielender Torwart- und Co-Trainer“, so Felbick, der in Breckerfeld ein bittere Erfahrung machte: Der Herbstmeister der Bezirksliga stieg am letzten Spieltag tatsächlich noch ab.

Von Lars Becker

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