Handball-Landesliga

Ein Debakel mit Verspätung

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Hier ist Lüdenscheids Sascha Pennekamp einmal Nilas Praest und Jan Speckmann entwischt, aber unterm Strich erlebte er mit der HSG ein Debakel.

Lüdenscheid – Wenn das sieglose Schlusslicht den Spitzenreiter erwartet, ist die Niederlage der HSG Lüdenscheid gegen den HVE Villigst/Ergste wohl schon in der Kategorie „normal“ einzuordnen, das 17:32 (9:15)-Debakel drückt aber eindeutig den mehr als großen Klassenunterschied zwischen beiden Kontrahenten aus.

Das war aber in der BGL-Halle am Samstag zunächst einmal nicht so, da kamen die Gegner nämlich ziemlich gleich daher. So mussten beide Teams die Ausfälle ihrer Cheftrainer verkraften: Sowohl Thorsten Stange als auch HSG-Neucoach Stephan Nocke waren erkrankt.

Auf dem Feld ließ sich die HSG-Sieben zunächst aber überhaupt nichts anmerken, die sportlichen Leiter Matthias Skutta und Felix Kroll hatten das Team gut eingestellt: Eine aggressive Deckung, die vor allem die torgefährlichen HVE-Außen offensiv im Aktionsradius einschränkte, viel Laufarbeit im Zentrum und dahinter ein blendend aufgelegter Tim Stute, der neben zwei „Marken“ auch sieben weitere schwere Bälle entschärfte, sorgten für Stimmung auf den Rängen. Und auch vorn zog das Team, dem die Schiris Schoumakers/Weimann recht wohlgesonnen waren, seine Konzeptionen durch. Bis Minute 23 blieb die HSG absolut auf Augenhöhe mit dem Verbandsligaanwärter, als Pennekamp von der „Marke“ zum 9:10 verkürzte.

Dennoch – inzwischen hatte der Gast umgestellt auf ein noch viel offensiveres und laufintensives 3:3- bzw. gar 2:4-System. Damit provozierten die Koch, Mag, Stolina und Co. Ballverluste der HSG, der die flinken Gäste förmlich auf den Füßen standen, sodass die Hahn, Lausen und Co. überhaupt nicht mehr in aufgebaute Angriffe kamen. Der Pausenrückstand las sich beim 9:14 dennoch ganz ordentlich, und als Pennekamp und Lausen gar auf 11:14 verkürzten, keimte ganz kurz noch einmal Hoffnung auf.

Doch damit war es schnell vorbei, die HSG wirkte offensiv völlig hilflos, defensiv total überfordert. Nach dem 13:23 (43.) verkürzte Fenner noch einmal in den einstelligen Bereich und zeichnete nach zehn torlosen HSG-Minuten auch für das 15:28 verantwortlich, als das Debakel längst seinen Lauf genommen hatte.

HSG: Stute (1.-42.), Reid (42.-52.), Ferizi (ab 52.) – Linde, Schmidt (1), Bieker, Hahn (1), Pennekamp (5/2), Lausen (4), Gruber (3), Ritthaler (1), Hinrschal, Beckmann, Fenner (2)

HVE:  Rolfsmeyer (1.-30.), Friedrich (ab 31.) – Mag (6/1), Bleigel, Koch (5), Hänel (1), Licha (2), Marquis (3), Praest (3), Stolina (8/1), Mimberg (1), Ständker, Stelzer (1), Speckmann (2)

Schiedsrichter:  Schoumakers/Weimann

Zeitstrafen:  HSG 3, HVE 1

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