Tennis

Entwicklung gegen den Trend

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Machatzke

Schalksmühle - Mehr Mitglieder, eine Anlage in Carthausen, die nach den Investitionen im vergangenen Jahr keinen Vergleich zu scheuen braucht: Die gute Laune am Dienstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Märkischen Tennis-Clubs Schalksmühle kam im Hotel zur Post nicht von ungefähr.

Der MTC Schalksmühle hat aktuell 338 Mitglieder, von denen 221 als aktive Mitglieder gerechnet werden. Eine Zuwachs-Rate gerade bei den Erwachsenen im zweistelligen Bereich bedeutet dies, wie Kassenwartin Andrea Lux in ihrem Jahresbericht bemerkte – und damit auch ein Plus bei den Mitgliedsbeiträgen gegenüber den Haushaltsplan-Berechnungen von rund 7000 Euro. „Wir sind bei den Eintritten komplett gegen den Trend, viele andere Vereine jammern“, stellte Vorsitzender Bernd Jannack fest. „Wir haben einen guten Ruf in der Region und mit Drazen Sajnovic einen Trainer, der guten Kontakt zu jungen Menschen hat.“

Die Mitglieder-Entwicklung ist sogar so gut, dass der MTC erstmals seit den Zeiten des Becker-Booms wieder verstärkt auf die Spiel-Uhren auf den fünf Plätzen zurückgreifen wird, weil in den Stoßzeiten die Plätze für die Spielwilligen nicht ausreichen. „Wir reaktivieren lieber die Uhren als Leute nach Hause zu schicken“, sagte Jannack, „wir sind ein positiver Club mit positiven Mitgliedern – wir kriegen das hin.“

Womöglich ist es in der Tat jene Art von Optimismus und positivem Tatendrang, der den MTC viele Herausforderungen meistern lässt. So auch die Investition von 37 000 Euro in die neue Auffahrt und den neuen Parkplatz an der Anlage in Carthausen – für diese Neuerungen hatte sich der MTC entschieden, nachdem die Stadt Halver das alte Hotel Frommann erworben und zu einer Unterkunft für Flüchtlinge umgebaut hatte. Die hohen Investitionen schlugen sich zwar auch in einem Kassenminus von rund 9000 Euro im Geschäftsjahr 2016 nieder – allerdings war es „nur“ dieser Fehlbetrag, denn viele Spender und ein außerordentliches gutes Ergebnis bei den MTC/TCH-Open sorgten dafür, dass der Club finanziell weiter solide aufgestellt ist.

Die Anlage hat durch diese Investitionen ohne Zweifel gewonnen, und sie soll weiter gewinnen: Aktuell ist das Clubhaus eingerüstet und erhält in Kürze einen neuen Anstrich, auch die Toiletten-Anlagen werden vor Beginn der Saison saniert. Nach der Saison will der MTC dann auch die Erneuerung der Plätze 1 und 2 angehen – ein ambitioniertes Projekt, für das sich Jannack im Stimmungsbild ein mehrheitliches Okay für eine angedachte Umlage in Höhe von wohl 100 Euro von den Mitgliedern holte. Sehr positiv war auch die Rückmeldung der rund 35 Mitglieder im Saal für das Ausrichten eines MTC-Winterballs im Januar 2018 im Haus Rade.

Sportlich kam Olaf Dolle nicht nur ob der überwältigen Resonanz bei den MTC/TCH-Open (460 Teilnehmer), dem Großprojekt schlechthin für den Verein, aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus („Ich habe bei meinem Bericht ein dickes, fettes Grinsen im Gesicht...“). Der Sportwart hatte 2016 vier neue Mannschaften gemeldet. In 2017 kommt nun mit der Damen 30 II noch ein weiteres Team dazu, so dass der MTC nun elf Teams im Spielbetrieb hat. Die Damen 40 sind in der Spiel-Gemeinschaft mit dem TC Halver in die Verbandsliga aufgestiegen, die Herren 60 nach einem kuriosen Saisonfinale ebenfalls, haben diesen Aufstieg aber nicht wahrgenommen. Auch bei den neuen Teams, die nicht immer erfolgreich waren, hat Dolle einen „MTC-Spirit“ ausgemacht. „Diese Mannschaften machen den Club noch lebendiger, noch charmanter, noch jünger“, freute sich Dolle. Zugelegt hat auch der Nachwuchs, so hat Jugendwartin Sascha Walch in diesem Jahr ein U15-Mädchenteam und eine gemischte U10 neu zum Spielbetrieb angemeldet.

Kurzum: In Carthausen hängt der Tennishimmel voller Geigen. Und so freut sich der Verein auf die Highlights 2017, allen vor die MTC/TCH-Open (Jugend von 15. bis zum 17. August, Hauptturnier vom 16. bis zum 28. August), auf den Gambas-Cup am Pfingstsonntag (4. Juni) und auf das Pflaumenaugust-Turnier zum Saisonabschluss am 23. September.

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