25:33-Niederlage in Kreuztal / Galerie online

Zweitligist Ferndorf entscheidet den Test gegen die SGSH über sein Tempospiel

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Überragender Schlussmann beim Neu-Zweitligisten TuS Ferndorf: Der Ex-Gummersbacher Lucas Puhl.

Kreuztal - Knapp eine Woche nach der knappen 29:32-Niederlage beim VfL Eintracht Hagen musste sich Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver beim nächsten Test gegen einen Zweitligisten deutlicher geschlagen geben: Beim TuS Ferndorf unterlag das Grasediek-Team verdient 25:33 (12:17), nahm aus dem Spiel einige Erkenntnisse und Arbeitsaufträge mit.

Die erste Halbzeit begann für die SGSH gut. Vor allem dank der Präsenz von Lutz Weßeling, der mit einem Doppelschlag ein 2:0 vorlegte. Die Ferndorfer taten sich im aufgebauten Angriff zunächst schwer, entwickelten vor allem über ihren Rückraum kaum Torgefahr.

Die Partie kippte in der Folge trotzdem – weil die SGSH sich zwar Chancen erspielte, aber immer wieder an Lucas Puhl scheiterte, der seinen ehemaligen Gummersbacher Teamkollegen Plessers im SGSH-Kasten klar ausstach.

Das Lerscht-Team nutzte die Ballgewinne, um aufs Tempo zu drücken. Die SGSH hatte dann Probleme mit der ersten und zweiten Welle, fand vor allem nicht schnell genug ihre Abstimmung im Innenblock gegen die Kreisläufer.

8:6 führte der Zweitligist bald (17.), doch im Spiel der Gäste sollte in der Folge Dominic Luciano zur Trumpfkarte werden. Gegen die 3:2:1-Abwehr der Gastgeber suchte die SGSH nun verstärkt den Weg über den Kreis – und Luciano machte beim Abschluss nicht viel Federlesens, traf im ersten Durchgang viermal. Bis zum 11:11 (22.) war es so eine Partie auf Augenhöhe.

SGSH verliert Test beim TuS Ferndorf

In den letzten acht Minuten schlugen die Wechsel auf beiden Seiten zu Buche: Das TuS-Spiel gewann im Rückraum nun durch die Schneider-Brüder an Qualität, bei der SGSH war ohne Feldmann und Weßeling das Gegenteil der Fall. Und auch jetzt spielte der Faktor Tempospiel wieder eine entscheidende Rolle, zog der TuS bis zum Wechsel auf 17:12 davon.

In der zweiten Hälfte änderte sich nichts Grundsätzliches. Die erste Formation der SGSH verstand es, die Partie offen zu gestalten. Was aber auch blieb, waren die Probleme gegen Puhl, der gut zum Indikator für Abschlussqualität taugt. Das Zeugnis war nicht für alle SGSH-Werfer schmeichelhaft. Dazu hatte die SGSH weiter Mühe, wenn die Ferndorfer einerseits schnell vorne, andererseits über den Kreis spielten.

Nach dem 21:14 (37.) kam die SGSH bis auf 23:18 (44.) heran, doch wirklich eng wurde es trotz zweier gehaltener Siebenmeter von Formella (gegen Koke und Volentics) nicht mehr. Am Ende zog der TuS wieder über 28:21 (54.) bis auf 33:25 (60., Kempa Volentics) davon und freut sich nun aufs Pokalspiel gegen den HSV Hamburg.

TuS: Puhl, Broszinski (n.e.) – Trivic (1), John (4), Koke (6/4), Paladin (2), Heyme (6), L. Schneider (2), Volentics (2/1), J. Schneider (5), Barwitzki (5), Sartison, Baumgärtner

SGSH: Plessers, Formella (ab 31.) – Feldmann, Büchel, Eigenbrodt, Luciano (5), Wardzinski (4/1), Merhar (3), Eskericic (4), Jansen (1), Munkel, Müller, Weßeling (8/2), Dmytruszynski, Fleischhauer

Schiedsrichter: Marx und Pühler (Wiehl)

Zeitstrafen: TuS 2, SGSH 2

Bereits am Donnerstagaabend ist die SGSH wieder im Einsatz. Nachdem Verbandsligist HSG Hohenlimburg am Mittwochmorgen den für Freitag geplanten Test aus personellen Gründen abgesagt hatte, ist kurzfristig Oberligist VfL Eintracht Hagen II eingesprungen. Die Partie beginnt am Donnerstag um 20.30 Uhr in der Sporthalle Löh.

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