Schach

Schach zwischen Boomsignalen und analoger Tristesse

Schachuhr und Schachfiguren
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Analog-Schach kriselt, dafür geht Schach im Internet weiter - und erlebt sogar durch eine Netlix-Serie einen Boom.

Der Schachbund NRW will den im Frühjahr ausgefallenen Kongress nun im Februar im digitalen Format nachholen. In der Corona-Pandemie gibt es viel Grund zur Klage, aber auch Boomsignale...

Kreisgebiet – Der im ersten Halbjahr ausgefallene Kongress des Schachbundes NRW sollte eigentlich Mitte Februar des neuen Jahres in Billerbeck nachgeholt werden, doch die Verantwortlichen haben bereits jetzt eingelenkt, werden die Präsenz-Veranstaltung durch eine Videokonferenz ersetzen.

„Das Risiko einer Ansteckung durch eine Präsenz-Veranstaltung ist derzeit zu groß“, schreibt der Vize-Präsident Finanzen, Ralf Chadt Rausch (Dortmund), an die Verbände und Bezirke in ganz Nordrhein-Westfalen, „aus diesem Grund hat sich das Präsidium zu dieser Änderung entschieden.“

Die Video-Konferenz mit dem Präsidium sowie den Vorstandsmitgliedern der Bezirke und Verbände findet nun am 14. Februar um 10 Uhr statt. Für den Schachbezirk Sauerland wird der Vorsitzende Lothar Mirus (MS Halver-Schalksmühle) an dieser Veranstaltung teilnehmen. Mirus ist darüberhinaus auch stellvertretender Vorsitzender des Schachverbandes Südwestfalen.

Schach zwischen Boomsignalen und analoger Tristesse

Zu besprechen gibt es gerade auch bei den Schachspielern nach einem Dreivierteljahr ohne geregelten Spielbetrieb eine Menge. In großen Teilen sind die Schachspieler temporär ins Internet abgewandert – Analog-Turniere gab es nur sehr vereinzelt. Aus der Saison 2019/20 war auch in Nordrhein-Westfalen zuletzt eine Spielzeit 19/20/21 gemacht worden, wobei die letzten Spieltage, die im Frühjahr 2020 nach dem ersten Lockdown ausgefallen waren, nun eigentlich bereits fürs Frühjahr 2021 terminiert sind.

Darüber hinaus hatte man in NRW eine „Zwischensaison“ für Vierer-Mannschaften anbieten wollen, deren Start allerdings nach dem zweiten Lockdown im November auf ungewisse Zeit verschoben wurde.

Auch wenn sich dieser Analog-Spielbetrieb aktuell als nicht durchführbar darstellt, ist der Schachsport in Pandemie-Zeiten immer noch deutlich besser dran als manch andere Sportart, weil die Aktiven im Internet sehr vielfältige Spielmöglichkeiten finden. Dazu kommt, dass ausgelöst durch die offenbar sehr populäre Netflix-Serie „Das Damengambit“ (in 63 Ländern auf Platz eins der am meisten abgerufenen Serien) das Schachspiel einen unüblichen Zuspruch erfährt.

Nächstes Präsenz-Treffen im Juni in Billerbeck

So veröffentlichte die bekannteste Suchmaschine im Internet, dass der Begriff so häufig wie seit 14 Jahren nicht mehr in die Suchmaschine eingegeben worden ist. Eine bekannte Spiel- und Trainingswebsite im Internet verzeichnete seit Beginn der Ausstrahlung der Serie 2,5 Millionen neue Mitglieder weltweit.

Es sind positive Nachrichten, bei denen natürlich auch der Schachbund NRW mit seinen Vereinen partizipieren möchte. Das Präsidium hat neben der Videotagung im Februar auch bereits das nächste Präsenz-Treffen terminiert: Am 12. und 13. Juni wollen die Verantwortlichen in Billerbeck zu einer Arbeitstagung zusammenkommen. Die Weichen für die Zeit bis zu einer möglichen Rückkehr zur Normalität im Analog-Schach indes sollen bereits im Februar auf virtuellem Weg gestellt werden.

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