Schach, Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaft

Alex Browning klettert in Willingen auf Platz zehn

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Guter vierter Tag: Alex Browning.

Willingen – Die zweite Doppelrunde der Woche brachte für das Sauerland-Trio im Sauerlandstern in Willingen bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Schachjugend Licht und Schatten. Am besten verlief der Mittwoch für Alex Browning (SvG Plettenberg) bei den U18-Jungen.

Am Vormittag gelang Alex Browning gegen Jannis Lange (Greifswald) die zweite Siegpartie im Turnier. Nach drei Bauerngewinnen im Mittelspiel war Browning mit Schwarz klar auf der Siegerstraße, als sein Gegner nach 33 Zügen aufgab. Am Nachmittag wurde deutlich zäher gekämpft: Gegen David Färber aus dem badischen Walldorf hatte der Halveraner in Plettenberger Diensten den Anzugsvorteil, allerdings bald auch einen Minusbauern. 69 Züge lang schenkten sich die Kontrahenten nichts – dann mündete das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ins Remis, auch wenn Färber noch immer einen Bauern mehr hatte. Browning ist damit nach sechs der neun Runden Tabellenzehnter und liegt mit 3,5 Punkten über der 50-Prozent-Marke. Am Donnerstagnachmittag wartet gegen Jonas Roseneck (SG Aufbau Elbe Magdeburg) eine schwere Aufgabe: Roseneck ist Setzlistenfünfter, Vierter im Klassement und hat zudem Weiß. 

Für Rebecca Browning lief am vierten Tag in Willingen wenig zusammen: Nach zwei Niederlagen in den Runden fünf und sechs fiel die Spielerin des MS Halver-Schalksmühle bei den U18-Mädchen auf Rang 16 zurück. Am Vormittag musste sich die NRW-Meisterin der NRW-Vizemeisterin Lisa-Marie Möller (Paderborn) beugen. Browning hatte Weiß, der Kampf war lange offen – bis Möller im Turm/Läufer-Endspiel mit einer weiten Königswanderung zwei Bauern am Königsflügel abholte. Nach einem weiteren Bauernverlust gab die Halveranerin auf. Am Nachmittag musste sie sich Jacqueline Kobald (Stuttgart-Wolfbusch) geschlagen geben. Zwar gewann Browning im Mittelspiel einen Randbauern, doch der Druck von Kobald gegen die schwarze Königsstellung war zu groß – am Ende war die Partie für Browning nicht zu halten. 2,5 Punkte stehen nach sechs Spielen zu Buche – wenn es noch in Richtung „Top 10“ gehen soll, würde Browning ein Schwarzsieg am Donnerstag gegen Ekaterina Alferova (Fürstenfeldbruck) gut tun. 

Bei den U14-Mädchen ging Linda Becker am vierten Tag zwar nicht leer aus, wirklich rund läuft es für das Talent der SvG Plettenberg in Willingen aber weiterhin nicht. Mit nur 2,0 Punkten aus sechs Partien ist Becker nach dem zweiten Turnierdrittel nur 23. des Klassements. In der 5. Runde musste sich Becker gegen die Setzlistensiebte Margarethe Wagner (Erfurt) geschlagen geben. In einem hochtaktischen Gefecht musste Becker mit Weiß eine Figur für zwei Bauern geben. Ihr weit vorgerückter Freibauer wurde nicht zum Helden, am Ende hatte Wagner die größeren Reserven. Am Nachmittag folgte nach 26 Zügen ein Schwarzremis gegen Bente Zöller (Stade). Weiter geht es für die U14-NRW-Meisterin aus Plettenberg gegen eine NRW-Konkurrentin – Joselyne Sinner (SG Porz) hat dabei gegen Becker Schwarz.

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