Spitzenreiter wackelt, fällt aber nicht

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Sieg an Brett sechs: Dmitri Adomeit.

SCHALKSMÜHLE ▪ Der Aufsteiger Märkischer Springer Halver-Schalksmühle ist nach dem fünften Spieltag der Schach-Verbandsliga Südwestfalen auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Gegen den Spitzenreiter Königsspringer Hagen/Wetter blieb eine gute Teamleistung bei der knappen 3,5:4,5-Niederlage unbelohnt.

In Bestbesetzung angetreten, begann der Kampf für die Gastgeber vielversprechend. Vladimir Dolgopolyj (8) hatte zwar in der Eröffnung gegen Michael Kurtz einen Bauern verloren, hatte dafür jedoch Kompensation. Als Dolgopolyj die Dame seines Gegners fing, gab dieser auf. Am Spitzenbrett folgte ein baldiger Remis-Schluss zwischen Volker Schmidt und Georg Krug. So stand es nach der dritten Entscheidung des Tages gar 2,5:0,5 für den MSHS: Dmitri Adomeit (6) hatte mit Läufer und Springer gegen das Läuferpaar von Uwe Liley zwar etwas schlechter gestanden, doch in Zeitnot stellte Liley eine Figur ein und gab danach direkt auf.

In der Folge aber kippte die Partie zugunsten des Favoriten. Dariusz Gorzinski (4) hatte gegen Achim Tymura zwar einen Mehrbauern erobert, stand dafür aber positionell etwas schlechter – so gingen nach und nach zwei Bauern verloren und in der Zeitnot schließlich auch die Partie. Am Nebenbrett setzte Klaus-Peter Wortmann gegen Thomas Kebbekus alles auf eine Karte: Ein Springer auf c4 und zwei Türme auf der dritten Reihe sollten den ungeschützten König des Hageners zur Strecke bringen. Daraus aber wurde nichts – Kebbekus gelang eine Bauern-Umwandlung, das Matt wusste er geschickt abzuwenden, und so war die Partie materiell schlichtweg verloren für Wortmann.

Beim Stande von 2,5:2,5 sah es damit eher schlecht aus für die Gastgeber, den die Stellungen an den übrigen Brettern waren kritisch. Helmut Hermaneck (2) wusste sich kaum mehr zu rühren, sein Gegner Holger Bubolz hätte die Stellung indes nur mit viel Risiko knacken können. Das scheute er, so einigte man sich auf ein Remis zum 3:3-Zwischenstand.

Auch Thomas Maczkowiak (7) und Peter Pinnel machten nach fünfeinhalb Stunden Spielzeit Remis – ein halber Zähler, den Maczkowiak durchaus mit ein wenig Glück für sein MSHS-Team rettete. 3,5:3,5 – so kam alles auf die letzte Partie zwischen Ralph Kämper (3) und Bertram Kind an. Lange Zeit hatte Kämper die Partie mit Schwarz ausgeglichen gestaltet, dann aber gingen doch Bauern und mit ihnen am Ende die Partie verloren. Bitter für den MSHS, der gegen ein nominell stärkeres Team wieder sehr gut mitgehalten hatte, letztlich aber leer ausgegangen war.

Die nächste Partie dürfte nun ein Schlüsselspiel im Kampf um Klassenerhalt sein: Am 3. Februar ist der MSHS beim Schlusslicht in Weidenau zu Gast.

Tobias Klampt

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