Mit Nervenstärke einen Punkt erkämpft

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Remis an Brett sechs: Ryszard Galicki.

LÜDENSCHEID ▪ Nach der Auftaktniederlage gegen den SC Marienheide glückte dem neu und deutlich verjüngten Team der Schachvereinigung Lüdenscheid am zweiten Spieltag der Verbandsklasse Süd das erste Mannschaftsremis beim Vorjahresdritten SV Kreuztal. Hierzu benötigte es Nervenstärke.

Gleich zu Beginn mussten die Lüdenscheider eine Niederlage hinnehmen, da Thomas Windfuhr an Brett zwei seine Negativserie nicht zu beenden wusste. Er unterschätzte gegen Schmidt zunächst ein Springeropfer, dem er mit einem eigenen Qualitätsopfer begegnete. Am Ende musste er jedoch einen Figurenverlust und die Niederlage hinnehmen. An Brett drei glich Scherbanev gegen Spies jedoch unmittelbar aus. Durch druckvolles Spiel verzeichnete er bereits recht früh einen Qualitätsgewinn (Figur gegen 2 Bauern). Doch statt einen ruhigen Nachmittag zu verleben, geriet Scherbanev zunehmend unter Druck und Bedrängnis. Dann kam es bei Spies zu einem Blackout – er stellte einzügig die Dame ein.

Danach verloren nacheinander die Youngster Jamel Hellwig (5) und Janik Arens (4). Hellwig verlor bereits in der Eröffnung gegen Giesler zwei Bauern, erhielt jedoch zunehmend Gegenspiel. Giesler verteidigte sich jedoch geschickt und wickelte am Ende die Partie in ein erfolgreiches Turmendspiel mit drei Mehrbauern ab. Ähnlich erging es Arens gegen Dickel. Arens kam schlecht aus der Eröffnung heraus, erreichte jedoch im Mittelspiel eine solide Stellung. Dann griff er fehl und wickelte in ein schlechteres Endspiel ab, wonach er Material einbüßte, was sogar zum Matt führte.

Durch zwei weitere Remis gewann die Mannschaft jedoch langsam wieder an Sicherheit zurück. Ryszard Galicki (6) lief zwar schnell einem Bauernverlust hinterher, hatte hierfür jedoch positionelle Vorteile, die er gegen Wilhelm aber nicht zu nutzen vermochte. Am Ende der Partie besaß Galicki nur noch seinen König, was jedoch zum Remis reichte, da Wilhelm außer seinem König nur noch einen Läufer besaß. Am Spitzenbrett spielte Rolf Larisch gegen Koch in einer Königindischen Eröffnung eine solide Partie, die in einem ausgeglichenen Endspiel mündete.

Damit mussten die beiden letzten Partien gewonnen werden, um noch ein Mannschaftsremis zu erreichen. Die beiden Ersatzleute Heesemann und Wärtsch machten es spannend. Michael Heesemann hatte sich gegen Osterod einen Vorteil in Form eines Bauerngewinnes erspielt. Osterod überlegte lange und geriet in Zeitnot. Heesemann ließ sich durch das folgende hektische Spiel anstecken und verlor fast die Partie. Osterod übersah jedoch ein einzügiges Matt und musste danach aufgrund eines Bauerndurchbruchs von Heesemann die Segel streichen.

Das Glück blieb der Svgg hold. Michael Wärtsch (7) lieferte sich mit Gumbinger ebenfalls eine Zeitnotschlacht, in der Wärtsch die Übersicht und am Ende zwei Mehrbauern behielt, wonach der Gegner aufgab. Ein ereignisreicher Nachmittag, der dem Team Motivation für das nächste Spiel gegen den Lokalrivalen Königspringer sein sollte.

Andreas Lyra

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