Ein unverhoffter Kantersieg für die SGL

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Sieg: Ryszard Galicki.

Lüdenscheid - Das war bemerkenswert: Mit nur sieben Spielern und dreifachem Ersatz landete die SG Lüdenscheid gegen den SV Schmallenberg einen unerhofften Kantersieg, rückte in der Tabelle auf Rang drei vor.

Von Hermann Polig

Das erste Brett ließen die Bergstädter unbesetzt und so kamen die Gäste zu einer kampflosen Führung. Doch was dann geschah, hatte man nicht erwartet. Wolfram Tesche besiegte in einer „Kurzpartie“ am 5. Brett Christian Adelmann mit eine Variante der sizilianische Verteidigung. Er konnte seinen Gegner schnell unter Druck setzen, dann gelang eine schöne Kombination mit Damengewinn. Auch Ivan Scherbanev hatte am 3. Brett mit Hanefi Hasani keine Probleme, eroberte schnell entscheidendes Material zum Sieg. Erhöhen auf 3:1 konnte am 7. Brett Ersatz Alexander Lider gegen Andreas Rörig. Lange Zeit stand die Partie ausgeglichen, doch im Mittelspiel wurde die Stellung von Lider immer besser. Ihm gelang eine schöne Kombination, die entscheidendes Material brachte.

Bis zum 21. Zug stand auch die Partie am 2. Brett zwischen Thomas Windfuhr und Georg Voss ausgeglichen, ehe der Bergstädter eine Schwäche von Voss ausnutzte, diesen unter Druck setzte, woraus sich ein Bauerngewinn und schließlich der Sieg entwickelte – 4:1. Jetzt benötigte die SG nur noch ein Remis aus drei Partien zum Mannschaftserfolg. Den Erfolg sicherte am 6. Brett der als Ersatz aufgestellte Michael Heesemann gegen Ali Gergjalija. Schon früh büßte der SVer einen Bauern ein, konnte das im weiteren Verlauf nicht mehr kompensieren.

Auch die nächste Partie ging nicht verloren, obwohl der als Ersatz eingesetzte Dennis Wackert nominell etwas schwächer eingeschätzt wurde als Gegner Ralf Hanses. Beide spielten auf Sieg, erreichten aber keinen Vorteil und einigten sich auf ein Remis. In der letzten Partie am 4. Brett trafen Ryszard Galicki und Shemsedin Zeneli aufeinander. Lange ware keine Tendenz zu erkennen, bis im Endspiel der Schmallenberger auf eine Falle von Galicki hereinfiel und noch verlor.

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