Schach

Linda Becker: „Atmosphäre in Willingen mit nichts vergleichbar“

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Linda Becker hofft, dass die DJEM noch im Herbst nachgeholt werden wird.

Plettenberg – Mit dem Team des SV Hemer ist Linda Becker aktuell in der 4. Liga der Quarantäne-Liga unterwegs und schaffte als Aufsteiger am Sonntag den Klassenerhalt. Eigentlich allerdings wäre die vergangene Woche für das U14-Talent aus Plettenberg eine besondere gewesen, denn eigentlich sollten in Willingen die Deutschen Jugend-Einzelmeister gekürt werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie war das Turnier frühzeitig abgesagt worden. Die Deutsche Schachjugend machte zwar im Internet anlässlich der ausgefallenen Titelkämpfe eine Woche ein buntes Online-Angebot, doch den Nervenkitzel des Jahres-Höhepunktes wusste dies kaum ansatzweise zu ersetzen. Im Gespräch mit Sportredakteur Thomas Machatzke blickt die inzwischen von der Firma Karlak Metallverarbeitung und der Fahrschule Block und Kirchhoff unterstützte U14-NRW-Meisterin von 2019, die im Sommer von der SvG Plettenberg zum SV Hemer gewechselt ist, auf das ausgefallene Turnier in Willingen, Online-Schach und ihre nächsten Ziele.

Linda, in dieser Woche wäre eigentlich in Willingen Dein Saison-Höhepunkt gewesen. Wie sehr trifft Dich der Ausfall der Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaft in diesem Jahr?

Dass die DJEM in diesem Jahr ausfällt, finde ich sehr schade, da es jedesmal der absolute Saisonhöhepunkt ist. Nicht nur der sportliche Aspekt, die ganze Atmosphäre in Willingen ist mit anderen Turnieren nicht vergleichbar. Es gibt aber noch die Hoffnung, dass die Meisterschaften in den Herbstferien in abgespeckter Form stattfinden können.

Die Deutsche Schachjugend hat im Internet zahlreiche Alternativangebote gemacht in dieser Woche. Nimmst Du daran teil? Was hast Du da gespielt?

Die Alternativangebote der Deutschen Schachjugend habe ich bisher aufgrund der Teilnahme an anderen Wettbewerben, Training sowie zu erledigender Hausaufgaben nicht genutzt. Ich habe mich nur für das U16-Blitzturnier angemeldet.

Die Corona-Pause bedeutete eine Turnierschach-Pause und für Schüler auch eine Schul-Auszeit. Hast Du die Zeit für Online-Schach genutzt und auch für zum Beispiel besondere Trainings-Akzente?

In der Corona bedingten Turnierschachpause habe ich verschiedene Trainingsangebote wahr genommen: Wöchentlich habe ich mehrfach per Skype mit meiner Trainerin Carmen Voicu trainiert, alle zwei Wochen wurde ein Training des NRW-Kaders angeboten. Dazu kam noch die Teilnahme an der Quarantäne-Liga für den SV Hemer.

Du bist im vergangenen Sommer nach Hemer gewechselt und nun auch mit den Frauen aus Hemer in die 1. Bundesliga aufgestiegen. War Dein Wechsel rückblickend betrachtet der richtige Schritt? Fühlst Du Dich wohl?

Für mich war der Wechsel von Plettenberg nach Hemer die absolut richtige Entscheidung. Da ich viele Spieler aus Hemer bereits kannte, gab es keine Anpassungsschwierigkeiten. Besonderes Highlight waren für mich die Partien mit der Frauenmannschaft und dem daraus resultierenden Aufstieg in die 1. Frauen-Bundesliga. Unvergesslich bleibt für mich die Auswärtsfahrt nach Kiel. Aber auch die Spiele für die 2. Jugendmannschaft am 1. Brett in der NRW-Liga waren sehr lehrreich, haben mir gezeigt, woran ich noch arbeiten muss.

Was sind die nächsten Ziele? Kann man da schon etwas definieren?

Meine nächsten Ziele sind, sofern wieder Turniere und Meisterschaften stattfinden, die Teilnahme an der Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaft im Herbst sowie an der Deutschen Vereins-Meisterschaft als Gastspielerin für die U14-Mädchen der SG Porz. Natürlich wäre es auch schön, wenn das Finale der Deutschen Amateurschach-Meisterschaft in Magdeburg noch stattfinden würde. Und dann möchte ich natürlich auch in der Frauenmannschaft des SV Hemer in der 1. Bundesliga eine gute Rolle spielen.

Linda, vielen Dank für das Gespräch!

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