MSHS-Nachwuchs bei „Deutschen“ auf Rang zehn

Das MSHS-Team gestern bei der Siegerehrung mit dem Veranstalter: (von links) Trainer Heiko Kölz, Silas Hardt, Rebecca Browning, Alex Browning, Niklas Kölz und Trainer Thomas Franke.

LICHTENFELS -  Ein einstelliger Tabellenplatz sollte es sein. Dieses Ziel verpasste die U12-Mannschaft des Fusionsvereins Märkischer Springer Halver-Schalksmühle bei den Deutschen Mannschafts-Meisterschaften auf Schloß Schney in Lichtenfels/Oberfranken knapp. Nach den sieben Runden in der Frankenakademie landete das Quartett aus dem Sauerland mit 7:7-Punkten auf dem zehnten Platz der Endtabelle.

In der 7. Runde gelang dem Team von der Volme noch einmal ein schöner Sieg gegen die Schachunion Berlin, die vor der Runde auf Rang acht gelegen hatte. Mit dem Erfolg zog das MSHS-Team an den Berlinern vorbei und ließ am Ende auch noch den NRW-Rivalen SF Brackel hinter sich. Für die 1:0-Führung sorgte Silas Hardt mit einem schön herausgespielten Erfolg gegen Jakob Sauer. Einem schnellen Bauerngewinn folgte der Gewinn einer Qualität für Hardt. Als dann auch noch ein Springer von Sauer fiel, gab dieser nach 26 Zügen auf. Rebecca Browning erhöhte am 4. Brett gegen Joshua Kalina nach einem frühen Turmgewinn auf 2:0.

Damit sah es sehr gut aus, zumal auch Niklas Kölz (gegen Frederik Dathe) und Alex Browning (gegen Niclas Hommel) sehr ordentlich standen. Als ihre Gegner in ausgeglichenen Stellungen in der Zeitnotphase beide remis anboten, nahmen sowohl Kölz als auch Browning dies an, um den Teamsieg abzusichern. Außerdem war damit klar, dass die MSHS-Akteure mit einem Brettpunkt Vorsprung noch an der Schachunion vorbeiziehen würden.

Alex Browning bester Punktesammler

Die Bilanzen des Turniers spiegeln für den MSHS eine große Ausgeglichenheit im Kader wider: Sowohl Niklas Kölz als auch Silas Hardt und Rebecca Browning brachten es in den sieben Partien genau auf 50 Prozent (3,5 Punkte), Alex Browning als bester Punktesammler des Teams lag mit 4,0 Zählern knapp darüber. Insgesamt holte der MSHS 14,5 von 28 Brettpunkten. Auch wenn es am Ende keine einstellige Platzierung war, war Trainer Heiko Kölz zufrieden. „Noch vor kurzem haben wir uns über eine NRW-Endrundenteilnahme gefreut – heute sind wir Zehnter in Deutschland“, sagt Kölz, „die Leistungen in den Partien waren wirklich hervorragend.“ Dem MSHS-Team auf Schloß Schney – vor allem auch Südwestfalentrainer Thomas Franke – sprach Kölz ein hohes Lob aus.

Magdeburger holen den Titel

Den Turniersieg feierte auf der Zielgerade doch noch die topgesetzte SG Aufbau Elbe Magdeburg. Der Favorit war bis zur letzten Runde dem Hamburger SK mit einem Punkt Rückstand nachgelaufen. In der Schlussrunde verlor der zuvor souveräne HSK überraschend gegen Potsdam. So reichte Magdeburg ein 2:2-Remis gegen Karlsruhe, um den Titel zu sichern. Die SK Blauer Springer Paderborn belegte als bestes NRW-Team hinter dem Treptower SV (3.) und Potsdam (4.) den fünften Platz – mit nur einem Teampunkt mehr als der MSHS, der damit zweitbestes Team aus NRW war.

Thomas Machatzke

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