Unerwartet knapper Erfolg für den hohen Favoriten

Bester Punktesammler der SG Lüdenscheid nach vier Verbandsklassen-Runden: Ryszard Galicki.

BERGNEUSTADT - Am Sonntag reiste der Spitzenreiter der Verbandsklasse Süd, die SG Lüdenscheid, zum SV Bergneustadt-Derschlag, um dort im fälligen Mannschaftskampf gegen die dortige zweite Mannschaft anzutreten und die Tabellenspitze zu verteidigen. Das gelang – allerdings beim 4,5:3,5-Sieg mit mehr Mühe als erwartet.

Dabei führten die Gäste direkt 1:0, weil die Bergneustädter das 1. Brett unbesetzt ließen, Rolf Larisch somit zu einem kampflosen Sieg kam. Doch lange konnte man sich nicht über diesen Punkt freuen, denn schon nach zwei Stunden war der Gastgeber 2:1 in Führung gegangen. Als erster war Jamel Hellwig am 6. Brett gegen Gerhard Schöler fertig. Er übersah in guter Stellung mit zwei Freibauern ein Grundlinienmatt. Kurze Zeit später war Janik Arens, der als Stammersatz für Frank Ganghoff eingesetzt wurde, nach einem schnellen Figurenverlust gegen Tiberiu Hamburger mit einen erstickten Matt bezwungen.

Etwa 30 Minuten später begann die Aufholjagd. Am 3. Brett spielte Thomas Windfuhr gegen Klaus Lemmer eine sichere Partie und gewann schon in der Eröffnung einen Bauern. Diesen Vorteil ließ er sich bis ins Endspiel nicht mehr nehmen und kam zu einen verdienten Erfolg. Es hieß 2:2. Aber auf die Führung musste der Gast noch etwas warten. Am 7. Brett hatte Marcus Habbel gegen Raul Hamburger mehr Schwierigkeiten als erwartet. Die Chancen lagen auf beiden Seiten in dieser turbulenten Partie. Schließlich hatte Habbel doch Materialvortele, aber aufgrund seiner Zeitnot wickelte er zum Remis ab.

Galicki feiert vierten Sieg in Folge

Nun lag es am 5. Brett an Altmeister Ryszard Galicki, seine Farben im Spiel gegen Thomas Schinlowski in Führung zu bringen. Es dauerte allerdings bis zum Mittelspiel, ehe er einen Bauern erobern konnte. Aufgrund seiner Routine und seines besseren Stellungsverständnisses fuhr er den Punkt aber sicher zur 3,5:2,5-Führung ein. Nun konnte am 2. Brett Andreas Schäfers gegen Hans-Peter Sailer die Sache klar machen. Mit aggresivem Spiel setzte er seinen Gegner enorm unter Druck und spielte auf ein Grundlinienmatt. Um dieses zu verhindern, musste sein Gegner mehrere Bauern geben – das war die Entscheidung zum Mannschaftserfolg.

Scherbanev verliert die längste Partie

Die längste Partie spielten am 4. Brett Ivan Scherbanev und Hans-Joachim Rittel. Hier kam der Lüdenscheider nach Verlust seines Freibauern am Damenflügel nicht mehr ins Spiel – Rittel konnte die Partie noch drehen und gewinnen. So war es ein hartes Stück Arbeit mit gutem Ende für die Lüdenscheider, die damit nach vier Runden in der Verbandsklasse Süd weiterhin Tabellenführer sind, weiterhin aufgrund der mehr erzielten Brettpunkte gegenüber dem punktgleichen Rivalen SV Weidenau-Geisweid, der seine Aufgabe in Marienheide locker löste.

Bester Punktesammler des Spitzenreiters ist nach knapp der Hälfte der Spielzeit Ryszard Galicki, der in vier Spielen vier Siege einfuhr – ein makellose Bilanz.

Hermann Polig

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