Schach (offene Stadtmeisterschaft in Lüdenscheid)

Marc Schulze führt das Starterfeld an

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Zum Duell zwischen Thomas Windfuhr (links) und Marc Schulze - hier beim Viererpokalfinale im Dezember - könnte es am Wochenende in Hellersen auch wieder kommen.

Lüdenscheid - Bereits zum fünften Mal in Serie bittet die Schach-Gemeinschaft Lüdenscheid am Fronleichnam-Wochenende zum Kampf um die Stadtmeisterschaft, der wie immer offen ausgeschrieben ist. Gekämpft wird im Seminarzentrum des Klinikums in Hellersen, einem idealen Ort der Ruhe in diesen Tagen. Und Ruhe brauchen die Schachspieler natürlich bei ihren langen, ausgekämpften Partien.

Dreimal in Serie hat Rolf Larisch, ehemaliger 1. Vorsitzender und inzwischen Jugendwart der SGL, zuletzt das Open-Turnier um den Stadttitel gewonnen. Doch diesmal wird es einen neuen Sieger geben. Larisch ist als Präsident des Rotary Clubs Lüdenscheid bei einem anderen Projekt in der Pflicht und hat deshalb keine Zeit für sieben Runden klassisches Schach.

Und so gibt es zwei Fragen: Die eine ist, wer sich den Open-Sieg und die 300 Euro Preisgeld für den Sieger sichert. Die andere, wer neuer Stadtmeister wird, denn der Stadtmeistertitel wird nicht zwingend an den Open-Sieger, sondern vielmehr an den bestplatzierten Lüdenscheider (oder das bestplatzierte Mitglied eines Lüdenscheider Vereins) im Feld vergeben.

„Auf jeden Fall rechnen wir wieder mit rund 25 Teilnehmern“, sagt der 1. Vorsitzende des SGL, Jamel Hellwig, „die Resonanz, die wir für unser Format und die Bedingungen in Hellersen bekommen haben, sind bisher durchgehend sehr positiv gewesen.“ Und so hofft Hellwig auf viele Teilnehmer und spannende Spiele.

Aus dem Verbandsliga-Team der SGL sind mit Thomas Windfuhr, Jamel Hellwig, Wolfram Tesche oder Ryszard Galicki zahlreiche starke Spieler am Start und gehören auch zum erweiterten Favoritenkreis. Die Topfavoriten allerdings sind andere: Marc Schulze von der SvG Plettenberg, die mit fünf Spielern in Lüdenscheid dabei ist (u.a. auch Marek Maniocha im erweiterten Kreise der Titelanwärter), dürfte die Setzliste anführen.

Der NRW-Klassen-Spieler Schulze weilte am Wochenende gemeinsam mit seinen Plettenberger Teamkollegen Dirk Jansen und Dawid Kulik sowie Felix Werthebach in Wirtzfeld in Belgien bei einem Blitz- und Schnellschach-Wochenende, bei dem das Plettenberger Team den sechsten Platz im Schnellschach-Mannschaftsturnier belegte, Schulze zudem Rang 14 beim Einzelblitz. Es war ein Wochenende mit vielen interessanten Vergleichen mit Titelträgern. Lüdenscheid wird für den Vier-Täler-Städter einen krassen Kontrast bieten - hier ist er nicht der Herausforderer, sondern der Herausgeforderte oder derjenige, der in jedes Spiel als Favorit gehen wird.

780 Euro an Preisgeld ausgelobt

Als Mitfavorit dürfte Valerian Giraud, der seinen Start in Aussicht gestellt hat, dabei sein: Der Lüdenscheider, der inzwischen an seinem Studienort Hamburg für den traditionsreichen Hamburger SK spielt und dort die 2100-DWZ-Punkte-Grenze geknackt hat, nutzte die Pfingstferienwoche zu einem Start bei den A-Open im Rahmen der Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaft in Willingen. Es war kein so gutes Turnier für Giraud, der als Setzlisten-13. zwar mit zwei Siegen startete, danach aber in sieben Runden nur noch drei Unentschieden holte und mit 3,5 Zählern unter Wert 68. wurde.

Dazu kommen in Lüdenscheid Stammgäste wie die Drolshagener Fraktion um Adrian Vishanji, die Kiersper Fraktion oder der MSHS-Dauerbrenner Vladimir Dolgopolyj. Um 10 Uhr beginnt am Donnerstag die 1. Runde, bis 9.45 Uhr sind noch Meldungen möglich. Die weiteren Runden finden am Donnerstag um 15.30 Uhr, am Freitag um 15 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr und 14.30 Uhr statt. 780 Euro Preisgeld locken (inklusive dreier Rating-Preise und Sonderpreise für die besten Jugendlichen, die beste Dame und den besten Senior), dazu die Stadtmeisterpokale. Keine Frage. Hellersen ist für die Schachwelt am langen Wochenende wieder eine Reise wert…

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