Rang sechs in Deutschland für die MSHS-Youngster

Mit vier Siegen aus sechs Partien fleißigste Punktesammlerin des MS Halver-Schalksmühle bei den Deutschen Meisterschaften in Regensburg: Rebecca Browning.

Regensburg - Mit einem ausgezeichneten sechsten Platz im Gepäck trat die U14-Mannschaft des MS Halver-Schalksmühle am Dienstag die Heimreise aus Regensburg zurück ins Sauerland an. Bei den Deutschen U14-Vereins-Meisterschaften hatte sich das Team von Trainer Thomas Franke exzellent verkauft.

Von Thomas Machatzke

Der Traum von einem Treppchenplatz, den das extrem junge MSHS-Ensemble – vier der fünf Spieler gehören dem Jungjahrgang an – als Drittplatzierter nach sechs Runden geträumt hatte, erfüllte sich am Schlusstag nicht. Allerdings hielt diese letzte Runde auch die schwierigste aller Aufgaben bereit: Gegner in Runde sieben war die SG Porz, die als DWZ-Favorit angetreten war und zuvor auch alle sechs Spiele gewonnen hatte. Die Porzer standen bereits vor der letzten Runde als Deutscher Meister fest.

Bangemachen kam indes für das MSHS-Team nach dem starken dritten Turniertag nicht in Frage. So suchten alle Akteure gegen die nominell stärkeren Kölner ihre Chance. Und tatsächlich entwickelte sich ein spannendes Match. Die schönste Partie gelang dabei Silas Hardt am 3. Brett, der gegen den fast 400 DWZ-Punkte stärker eingestuften Dennis Kagan mit Weiß ruhig begann, seinen Gegner am Ende aber sehenswert überspielte und einen vollen Punkt einfuhr.

Alex Browning hatte am Spitzenbrett mit Samuel Fieberg, dem stärksten Spieler des Turniers, zu tun, suchte sein Heil mit einem Vorstoß am Königsflügel, während Fieberg am Damenflügel angriff und damit zum Erfolg kam. Für Browning war es in den Turniertagen die zweite Niederlage. Auch Rebecca Browning musste sich am 4. Brett geschlagen geben. Sie hatte es mit Kathrin Sewald und mithin einer Teamkollegin aus dem Porzer Regionalliga-Frauenteam zu tun, für das Rebecca Browning als Gastspielerin aktiv ist. Es war ein taktisches Match, in dem Browning versuchte, durch einen Damentausch einen weit vorgerückten Freibauern zu erlangen. Dabei fing Sewald indes die Dame der MSHS-Akteurin und gewann. Zuletzt machte Niklas Kölz am 2. Brett gegen den klar favorisierten David Ramien remis – damit hatte Porz auch das siebte Spiel denkbar knapp 2,5:1,5 gewonnen.

Der MSHS fiel so im Gesamtklassement der 20 Mannschaften von Rang drei auf Rang sechs zurück – als Setzlistenachter ein mehr als beachtliches Resultat. Den Titel holte die SG Porz vor Gastgeber SC Bavaria Regensburg und dem Hagener SV aus Niedersachsen. Mit dem SK Bebenhausen (4., Württemberg) und dem SV Walldorf (5., Baden) platzierten sich noch zwei Teams vor dem MSHS, die in der Setzliste schwächer eingeschätzt waren. Dafür ließ der MSHS vier nominell stärkere Teams hinter sich.

„Fünf der sieben Spiele wurden gegen Mannschaften ausgetragen, die in der Setzliste über uns eingestuft waren. In diesen Begegnungen konnten wir nicht nur mithalten, sondern auch beeindruckende Ergebnisse erzielen“, bilanzierte Trainer Thomas Franke zufrieden nach den vier Turniertagen, „die Grundlage für diesen großartigen Erfolg war eine sehr starke Teamleistung der Fünf, die immer zusammengehalten haben. Ich sehe das Potenzial noch nicht als ausgeschöpft an.“

Ausgeglichenheit als Trumpfkarte

Die Ausgeglichenheit des Teams spiegelt sich auch in den Bilanzen wider: Alex Browning und Niklas Kölz erkämpften an Brett eins und zwei jeweils 3,5 Punkte aus sieben Partien. Silas Hardt brachte es an Brett drei bei fünf Einsätzen auf 3,0 Punkte. Rebecca Browning spielte an Brett drei und vier sechsmal und war mit 4,0 Zählern die absolut beste Punktesammlerin. Stark auch die Bilanz von Tom Sailer, der am 4. Brett dreimal zum Einsatz kam und mit 2,5 Zählern die Optimalausbeute nur knapp verpasste.

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