Schach

Zehn Quadratmeter pro Spieler als K.o.-Kriterium für den Schachbund

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Eigentlich hätte Thomas Maczkowiak (links) am Sonntag mit dem MS Halver-Schalksmühle beim Saisonfinale in der Verbandsliga Südwestfalen gegen Iserlohn II um den Klassenerhalt gekämpft. Das Saisonfinale könnte nun aber erst 2021 stattfinden.

Kreisgebiet – Im Schachbund NRW sollen in dieser Woche die Weichen für die neue Saison gestellt werden, allerdings nicht sehr konkret. Frank Strozewski, 1. Spielleiter des Schachbundes NRW, hat sich von den Verantwortlichen der Verbände und Bezirke bis zum Freitag in einer Abstimmung per Umlaufverfahren die Zustimmung zu zwei Anträgen erbeten.

Zum einen soll der Meldetermin (1. Juni) für die neue Saison auf unbestimmte Zeit verschoben werden, zum anderen auch der Saisonstart (1. September) selbst. „Wir haben dann ausreichend Zeit, um die weitere Entwicklung der Pandemie und die Entscheidungen auf Deutscher Ebene für unsere weiteren Entscheidungen abzuwarten“, sagt Strozewski. 

Klar ist wohl, dass die Verbände und Bezirke nach einer solchen Entscheidung dem Schachbund NRW folgen würden. Strozewski sieht für eine Planung des Spielbetriebs ein großes Problem: „Wir müssen die Rahmenbedingungen für den Sport in NRW berücksichtigen“, erklärt er, „für die meisten Vereine dürfte die Bedingung, dass für jeden Sportler zehn Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen müssen, nicht erfüllbar sein. Wenn sich diese Bedingung nicht ändert, hätten wir damit wohl ein K.o.-Kriterium für die Wiederaufnahme des Turnierbetriebs.“ 

Klar ist inzwischen auch, dass der Bundeskongress des Schachbundes NRW über Fronleichnam ausfällt. Auch hier waren die Auflagen eine zu hohe Hürde für die Planungen. Der nächste Bundeskongress ist nun für den 24./25. Januar 2021 in Billerbeck geplant, dann auch mit der Verabschiedung eines Nachtragshaushaltes. Da sich die Schachbünde gerne an den Planungen auf oberster Ebene orientieren, könnte derweil die außerordentliche Mitgliederversammlung des Schach-Bundesliga e.V. vom 10. Mai einen Fingerzeig geben. 

Die Erstligavereine haben sich dabei tendenziell dem Vorschlag des Vorstandes angeschlossen, die Saison 2019/20 um ein Jahr zu verlängern. Dies würde bedeuten, dass die verbleibenden sieben Runden möglichst bis zum Mai 2021 ausgetragen werden. Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Krise und der damit zusammenhängenden Rahmenbedingungen soll die abschließende Entscheidung in einer erneuten Videokonferenz am 21. Juni getroffen werden.

Plettenberger Nachwuchs nach Abbruch Verbandsliga-Meister

Zur Erinnerung: Für die 2. Bundesliga hatte der Deutsche Schachbund genau dieses Vorgehen eigentlich bereits beschlossen, war dann aber wieder zurückgerudert und hatte abwarten wollen.

Kein Abwarten gibt es derweil mehr im Schachverband Südwestfalen im Nachwuchsbereich. Hier haben alle beteiligten Vereine für den Abbruch der Saison gewertet. Die DWZ-Auswertung für die Saison ist bereits vorgenommen. Die SvG Plettenberg ist damit Meister der Jugend-Verbandsliga Südwestfalen und damit Aufsteiger-Kandidat – ob dann erst als Meister einer Saison 19/20/21 zum Herbst 2021, das bleibt nun abzuwarten.

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