Doppelte Überzahl reicht Königsspringern nicht

Frank Ganghoff und Christian Goller suchten lange nach einem Vorteil – am Ende aber einigten sich beide auf ein Remis.

LÜDENSCHEID - Trotz doppelter Überzahl verpassten die Königsspringer Lüdenscheid am Sonntag im Nachholspiel der Schach-Verbandsklasse Süd gegen den SC Marienheide ihren ersten Mannschaftspunkt. Am Ende ging die Partie 3:5 an die Gäste aus dem Oberbergischen.

Etwas überraschend für den Gastgeber reisten die Marienheider am Sonntag nur mit sechs Spielern an. Die beiden Spitzenbretter eins und zwei wurden nicht besetzt – so kamen Tugay Evsan und Marcus Habbel zu kampflosen Punten und die Königsspringer als Team zu einer 2:0-Führung. Doch lange durfte man sich nicht über diese Situation freuen. Zwar war am 8. Brett bis zum zwölften Zug alles ausgeglichen, doch dann unterlief Richard Leipold ein schwerer Fehler gegen Gert-Detlef Stockburger, der eine Figur kostete. Es drohte weiterer Materialverlust, so gab Leipold auf. Zum Ausgleich kam es am 5. Brett. Stefan Sönnecken hatte schon in der Eröffnung erhebliche Stellungsnachteile – unter diesem Druck verlor er gegen Friedrich Cesnik im zehnten Zug einen Bauern, ein paar Züge später fiel Bauer Nummer zwei. Die Stellung wurde danach für Sönnecken immer schlechter. Es drohte weiteres Ungemach. So gab er auf – es stand 2:2.

Erstmals in Führung gingen die Gäste am 4. Brett, an dem Bernd Michels gegen Paul Urbahn einen schlechten Tag erwischt hatte. In der Eröffnung hatte er zwar noch Stellungsvorteile, doch ab dem 18. Zug war alles ausgeglichen. Nach einem Fehler von Michels ging eine Figur verloren, wenig später fiel ein Bauer. So war die Partie verloren, es stand 2:3.

Doch dann keimte wieder ein wenig Hoffnung auf. Am 3. Brett kämpften Frank Ganghoff und Christian Goller verbissen um einen Vorteil – als es keinem gelang, in Vorteil zu kommen, einigte man sich auf Remis. Doch schnell war die letzte Hoffnung verflogen: Am 6. Brett spielte Björn Kruse gegen Gerhard Fuchs keine gute Eröffnung und machte seinen ersten Fehler bereits im zehnten Zug (Bauernverlust). Eine schöne Kombination von Fuchs brachte die Entscheidung für die Gäste. Den Vorteil von zwei Bauern ließ sich Fuchs nicht mehr nehmen. Kruse kämpfte zwar noch bis zum 40. Zug, dann aber war das 2,5:4,5 perfekt.

Adrian Serves überzeugt erneut

Eine gute Partie spielte wie schon im letzten Mannschaftskampf Adrian Serves am 7. Brett gegen Andreas Gräve. Serves eroberte recht schnell in der Eröffnung einen Bauern und stand auch lange Zeit recht verheißungsvoll, doch Gräwe verteidigte sich geschickt und schaffte am Ende doch noch ein Remis. Nach dieser Niederlage sieht es für die Königsspringer bei noch drei ausstehenden Kämpfen recht bedrohlich aus – der Abstieg in die Bezirksliga Sauerland rückt bedenklich näher.

Hermann Polig

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