Fußball-Kreisliga A

Ernst der Lage ist beim SC Plettenberg erkannt

SC Plettenberg - SC Lüdenscheid 1:7
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Für Routinier Kenan Göcürücü (links) und den SC Plettenberg läuft es in dieser Saison bislang nicht. Gegen den SC Lüdenscheid gab es eine 1:7-Pleite.

Schon beim Abbruch der Saison 2020/21 belegte der SC Plettenberg in der Kreisliga A den letzten Platz. Drei Punkte und 7:25 Tore hatte das damals noch gemeinsam von Christos Goulas und Daniel Skapski trainierte Team vor knapp einem Jahr nach sechs Runden auf dem Konto.

Plettenberg - Anfang Oktober 2021 zeigt die Tabelle fast das gleiche Bild: Mit 6:22, also minus 16, fällt die Tordifferenz ähnlich schlecht aus, und der Punktestand beläuft sich nach fünf ausgetragenen Begegnungen diesmal sogar auf null Zähler. Droht dem einstigen Landesligisten also der Abstieg in die Kreisliga B?

Beim Blick auf die fünf Niederlagen muss man differenzieren, denn vier der Kontrahenten zählen zur oberen Tabellenhälfte. Spitzenreiter RSV Meinerzhagen II befand sich darunter, dazu der Ortsnachbar Türkiyemspor, der TuS Grünenbaum und zuletzt der SC Lüdenscheid, gegen den es mit 1:7 die bis dato klarste Schlappe setzte.

Drei Niederlagen nach einer Führung

Nur einmal ging es gegen einen Gegner aus dem unteren Segment des Kreis-Oberhauses. Beim LTV 61 verloren die Plettenberger nach einer 2:1-Pausenführung noch spät mit 2:3. Auch gegen Türkiyemspor (1:2 nach 1:0) und beim TuS Grünenbaum (1:4 nach 1:0 bis zur 74. Minute) begann das Team des seit Saisonbeginn allein verantwortlichen Trainers Daniel Skapski gut, stand am Ende aber mit leeren Händen da. „Der einzige Gegner, der uns die Grenzen aufgezeigt hat, war Meinerzhagen II“, sagt Skapski. „Gegen den Rest war viel mehr drin. Es waren alles knappe Spiele – abgesehen von SC Lüdenscheid.“

In den nächsten viereinhalb Wochen können die Plettenberger den Bock umstoßen: gegen RW Lüdenscheid II (10./6 Punkte), TuS Stöcken Dahlerbrück (14./3.), TSV Rönsahl (11./4), TSV Oestertal (12./4) und Hellas Lüdenscheid (15./1) – alles Gegner, denen es kaum besser geht und gegen die unbedingt gepunktet werden muss.

Das sieht auch Trainer Daniel Skapski so: „Natürlich haben wir den Ernst der Lage erkannt. Wir sind nicht entspannt und setzen auch alle Hebel in Bewegung. Leider hatte sich die personelle Lage kurz vor dem Spiel gegen den SC Lüdenscheid extrem zugespitzt. Stremel, Barnewitz, Musiol und Yigit sind noch kurzfristig ausgefallen. Gegen RWL II erwarten wir Yigit und Musiol zurück und hoffen, dass es auch bei Stremel passt. Büdenbender war jetzt das erste Mal wieder dabei, Benkowitz macht ebenfalls Fortschritte.“

Skapski fordert von jedem eine Reaktion

Personell könnte sich die Lage also stabilisieren, aber ist es damit allein getan? Für Skapski nicht: „Ich fordere ganz klar von jedem Einzelnen eine Reaktion auf und neben dem Platz. Der einzige Spieler, dem ich keinen Vorwurf machen kann und den ich aus jeder Kritik rausnehme, ist Torhüter Mahmoud Ksontini. Der Rest muss sich in allen Belangen steigern und Charakter zeigen. Wir wissen alle, wie wichtig die nächsten viereinhalb Wochen sein werden. Alle Gegner sind in Schlagdistanz und auch definitiv zu schlagen. Allerdings nur mit einer deutlichen Steigerung in allen Belangen.“

Ich bin kein Fan von Ausreden, denn rein sportlich gesehen ist genug Qualität vorhanden.

SC-Trainer Daniel Skapski

Die Verletztenmisere und die Langzeitausfälle, wie die von Sahin Cakmak und Timo Schneider, wiegen für Skapski natürlich schwer. „Ich bin aber kein Fan von Ausreden, denn rein sportlich gesehen ist genug Qualität vorhanden“, stellt der B-Lizenz-Inhaber mit Blick auf das Personal fest und verlangt: „Wir müssen jetzt zusammenhalten und zeigen, dass mehr in uns steckt als das, was die Tabelle zeigt. Mit Kampf und Leidenschaft können wir aus der Misere wieder rauskommen. Wir werden weiter viele Einzelgespräche führen und im Training hart arbeiten.“

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