Dritter Anlauf in Richtung auf einen Spitzenplatz

Zuversichtlich: Sascha Jacobs.

Lüdenscheid - Zwei Jahre „zum Vergessen“ mit zwei sechsten Plätzen haben die Sauerland Steel Bulls in der zweithöchsten Spielklasse im Inline-Skaterhockey hinter sich, im dritten Anlauf soll endlich der Vorstoß in vorderste Tabellenregionen gelingen.

Wenn die „Bullen“ am Samstag bei den hoch gehandelten Kassel Wizards in die neue Zweitliga-Saison starten, ist das Erreichen der für die Vergabe der beiden begehrte Aufstiegstickets neu eingeführten Play-Offs das Minimalziel des Teams um Spielertrainer Sascha Jacobs.

Die ersten Puzzleteile für eine erfolgreiche Saison haben die „Bullen“ schon früh zusammengesetzt. „Im letzten Jahr sind die Neuzugänge erst spät in der Vorbereitung gekommen, jetzt haben wir frühzeitig an der Kaderzusammenstellung gebastelt“, sagt Jacobs, der als Spielertrainer in seine zweite Saison bei den Sauerländern geht. Und von der Zusammenstellung ist der 35-Jährige durchaus angetan: „Wir haben Qualität dazugewonnen, vor allem aber auch defensiv denkende Spieler“, so Jacobs, denn: „In der Defensive lagen zuletzt unsere größten Probleme.“ In Zahlen ausgedrückt kassierten die Steel Bulls 2014 mit 175 Gegentoren in 18 Begegnungen im Schnitt 9,72 Gegentore pro Spiel – eindeutig zu viele.

Abhilfe soll u.a. der Transfercoup des Winters schaffen: Nationaltorhüter Jonas Mohr, der vom Lokalrivalen Highlander zum Team um „Macher“ Norbert Krause stieß und unangefochtene Nummer eins sein dürfte. Dafür musste Tobias Opfermann (Hemer) weichen. Als weitere Verstärkung für die Defensive waren neben Mohr die Verpflichtungen von Dennis Nejdrowski und Tobias Püllen gedacht, Letzterer muss aber noch eine Spielsperre absitzen.

Auch in der Sturm- und Drangabteilung haben die Verantwortlichen ihre Hausaufgaben gemacht. Für neuen Schwung sollen etwa Jan Rademacher und Dennis Buchwitz sorgen. Die beiden 28-jährigen Ex-Kufencracks „werden uns noch Spaß machen“, ist sich Krause sicher. Beide schoben in der Vorbereitung nicht selten Sonderschichten an der Höh. Auch von Robin Schneider, ebenfalls ein Ex-Highlander, ist Krause vollauf überzeugt. „Er hat das Potenzial, zu den zehn besten Spielern der Liga zu gehören.“

In der nur sieben Teams umfassenden Nord-Staffel soll für die Bulls ein Platz unter den ersten vier Mannschaften drin sein, der für die Play-Offs um den Erstliga-Aufstieg berechtigt. „Hier ist alles möglich“, weiß Jacobs, auch wenn die Konkurrenz mit den Teams aus der stärker gehandelten Süd-Gruppe um die Bundesliga-Absteiger Crefelder SC und IHC Atting und den TSV Schwabmünchen groß ist. – Der Kader: - KN

Tor: Jonas Mohr, Christian Lingenberg

Feld: Patrick Boljesic, Dennis Buchwitz, Alexej Dmitriew, Constantin Drüke, Igor Furda, Mike Grünschläger, Sascha Jacobs, Robin Krause, Patrick Kuhn, Dennis Nejdrowski, Jan Rademacher, Mirko Reinke, Dennis Schlicht, Thorsten Schmidt, Robin Schneider, Tim Schneider, Jendrik Zahn – zumindest ein Einsatz geplant: Thomas Greilinger, Michael Wolf

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