Es fehlt das Happyend

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Starker Auftritt für das Sauerland-Team: Jean-Pierre Fuß.

Kreisgebiet – Eine Stunde lag sah es für das Team Sauerland bei der Premiere in der Quarantäne-Liga 2 auf dem Schachportal lichess.org gut aus, sogar sehr gut, doch am Ende stand der Wiederabstieg in Liga 3.

Der Aufsteiger hielt aber zunächst gut mit, er war in der zweithöchsten Spielklasse auch ohne Leistungsträger wie GM Gergely Szabo, Dawid Pieper oder die temporären Verstärkungen Martin Wiekert aus Köln und Heinrich Gutheil aus Meschede auf Kurs in Richtung Klassenerhalt. Doch ein Quarantäne-Liga-Spieltag dauert zwei Stunden – in den letzten 40 Minuten hatte die Konkurrenz mehr zuzusetzen: Mit 337 Punkten belegten die Sauerländer so am Sonntagabend letztlich doch nur Rang acht und stiegen somit direkt wieder in die 3. Liga ab.

 Es war ein aufregender, spannender Abend in dieser 2. Liga, die ein Sammelbecken ist für Titelträger und Blitzexperten par exzellence. In der Quarantäne-Liga wird die Bedenkzeit klassenübergreifend nach einer Rotation bestimmt. Am Sonntag war die kürzeste aller Bedenkzeiten (3+0) angesagt. So wurde es ein Feuerwerk der Meister, in dem die Sauerländer sogar zunächst unter den „Top 5“ spielten, doch das war nicht von Dauer. Vorne in der Liga machte nach einem ungemein spannenden Aufstiegsvierkampf das spanische Team „Tio cagando telefono“ aus Vilagarcia de Arousa in Galicien das Rennen, verwies das „Team Alpha“, die virtuelle „Bierstube MUC“ aus München um IM Max Berchtenbreiter und den SK Gligoric, einen Verein mit serbisch-jugoslawischen Wurzeln aus Zürich, auf die Ränge zwei bis vier. Gerade 13 Punkte trennten den Sieger vom Vierten. Die Zürcher schauten in die Röhre, während die „Top 3“ des Tages den Aufstieg in die höchste Spielklasse schafften. Das Team Sauerland hielt den HSK Lister Turm und das Team „Delfintherapie“ um IM Christian Braun aus Aachen auf Distanz, doch mehr ging nicht. Erst schien es, als ob der SK Ladenburg zu packen sei, der jedoch zog bald davon und wurde Sechster. Letzter Konkurrent um den Klassenerhalt war „Bogners Schachelite“, eine Mannschaft des Schweizer Großmeisters Sebastian Bogner aus Zürich. Doch auch diese Mannschaft hatte das bessere Finish und am Ende 34 Punkte mehr auf dem Konto. Bester Punktesammler der Sauerländer war diesmal FIDE-Meister Aleksej Litwak (52), gefolgt von Großmeister Thorsten Michael Haub (beide SvG Plettenberg, 44). Ein Klasseturnier spielte Jean-Pierre Fuß aus dem Jugend-Bundesliga-Team des MS Halver-Schalksmühle, der mit 36 Punkten drittbester Sauerländer war. In die Wertung kamen darüber hinaus – in der 2. Liga werden zehn Akteure gewertet – Alex Browning (Plettenberg, 33), Ralph Kämper (MSHS, 30), Sascha Winterkamp (30), Dirk Jansen (beide Plettenberg, 29), Philipp Denger (Lüdenscheid, 28), Vasileios Lanaras (Neuenrade, 28) und Max Bouaraba (Plettenberg), der verspätet einstieg, aber binnen 40 Minuten noch starke 27 Punkte holte. Bitter an diesem Abend, dass einer der zuverlässigsten Punktesammler der vergangenen Wochen, Marc Schulze, diesmal nicht einmal in die „Top 10“ des Teams kam. Am Donnerstag geht es in der 3. Liga A auf ein Neues, dann u.a. wieder gegen den FC St. Pauli, den KSK Dr. Lasker aus Köln, die Stuttgarter Schachfreunde, aber auch einen ganz großen Namen: In der 3. Liga A ist dann auch die Schachabteilung des FC Bayern München dabei.

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