Platz vier kein Hit für PoLe

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Der PoLe-Audi bei seiner Aufholjagd im portugiesischen Portimao. 

Kreisgebiet – Auch wenn das PoLe Racing Team beim 24h-Rennen in Portimao/Portugal erneut in die Top ten fuhr: Die Freude über Platz vier in der Klasse A6-Am und Rang acht im Gesamtklassement hielt sich in Grenzen. Die geschmälerte Punkteausbeute tat doppelt weh, denn der Lauf an der Algarve zählte zur europäischen und kontinentalen Meisterschaft.

Belohnt wurde die Sauerländer Mannschaft aber für ihren Kampfgeist, niemals aufzugeben. Das Cockpit im Audi R8 LMS teilten sich einmal mehr Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Max und Gustav Edelhoff (Hemer), Ingo Vogler (Schalksmühle) und Elmar Grimm (Münster). Den 4,652 Kilometer langen Kurs umrundete das Quintett 690 Mal, was einer Distanz von 3209,88 Kilometern entspricht. Für das PoLe Racing Team war es die 20. Zielankunft in Folge bei einem 12h- oder 24h-Rennen.

Nach einem guten und vielversprechenden Zeittraining nahm Max Edelhoff das Rennen vom neunten Startplatz aus, im Feld der 28 Fahrzeuge, auf. Für die beste Zeit am Steuer des Zehnzylinders hatte der Youngster in 1:46,183 Minuten selbst gesorgt. „Der Start war gut und ich konnte mich von Beginn an gut behaupten“, sagte der 23-Jährige. „Wir hatten im Training ein gutes Set-Up entwickelt, nun konnten wir die Früchte unserer Arbeit ernten. Teilweise lagen wir sogar in Führung.“ Als zweites übernahm Elmar Grimm, dann Ingo Vogler, gefolgt von Johannes Kirchhoff, Gustav Edelhoff und wieder Grimm.

Kaum hatte Max Edelhoff bei Einbruch der Dunkelheit für seinen zweiten Stint Platz genommen, blieb der Audi auf der Strecke stehen. Die Stromversorgung war zusammengebrochen. Ein Abschleppwagen brachte den Boliden zur Box zurück. Dort wurde der defekte Hauptstromschalter ausgetauscht. Unterm Strich gingen rund 22 Runden verloren. Von da an lief der Audi R8 wie das berühmte Schweizer Uhrwerk und die PoLe-Piloten bliesen zur Aufholjagd. Sie erklärten kurzum die letzten 17 Stunden zu einem Sprintrennen. Mehr als Gesamtrang acht und Klassenplatz vier waren aber nicht mehr möglich.

„Zum Klassensieger fehlen uns 21 Runden“, sagte Johannes Kirchhoff. „Ich will nicht behaupten, dass wir ohne dieses Malheur gewonnen hätten. Aber wir hätten sicherlich ein ernstes Wort an der Spitze mitgesprochen.“ Elmar Grimm war stolz auf die Serie von 20 Zielankünften: „Das spricht eindeutig für Fahrer, Fahrzeug und Team. Wir sind eine eingespielte und erfolgsorientierte Mannschaft, so darf es gerne weitergehen.“ Gustav Edelhoff betonte vor allem den Teamgeist: „Wir haben nicht aufgegeben, sondern bis zum Schluss gekämpft. Unsere Wettbewerber konnten sich nicht ausruhen, sie spürten unseren Atem im Nacken.“

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