Wechsel nach Iserlohn: Uli Sauerborn verlässt die FSV Werdohl

Uli Sauerborn stand jahrelang in der Verantwortung bei der FSV Werdohl, war von 2007 bis 2012 Trainer. Mit dem Ende der laufenden Saison wechselt er als Sportlicher Leiter zum Westfalenligisten FC Iserlohn. - Archivfoto: Becker

Werdohl  - Ende einer Ära: Nach mehr als 15 Jahren als Spieler, Trainer und Sportlicher Leiter verlässt Uli Sauerborn die FSV Werdohl zum Ende der laufenden Saison. Der 47-Jährige schließt sich als Sportlicher Leiter dem FC Iserlohn an.

Für Sauerborn selbst war die Entscheidung „schon etwas länger klar“, am Donnerstagabend informierte der scheidende Sportchef gemeinsam mit dem FSV-Vorsitzenden Thomas Dinter schließlich die Mannschaft des Fußball-Landesligisten über die Personalie. „Der Verein FSV Werdohl wird das auffangen können“, blickt Dinter trotz dem Verlustes kämpferisch und optimistisch in die Zukunft.

Der Abschied fällt Sauerborn schwer. „Die FSV als Heimatverein ist eine Aufgabe, die ich sehr gerne gemacht habe. Ich werde weiterhin alles erdenkliche dafür tun, dass es dem Verein gut geht“, bekräftigte Sauerborn.

So ganz wird er sich vom Riesei nicht verabschieden, denn er wird dem FSV-Vorstand weiterhin als Beisitzer angehören. Allerdings verlässt Sauerborn Werdohl nicht ohne nachdenkliche Gedanken. „In den vergangenen zwei Jahren gab es in Werdohl viele Aufs und Abs. Da sind viele Sachen passiert, die nicht schön waren und die mich persönlich berührt haben“, betont der Neu-Iserlohner. Er sieht bei der FSV einen Bedarf „an Man-Power, was Führungskraft angeht“, mahnte auch stärkere Unterstützung seitens der Stadt an.

Auch wenn sein Weggang nun feststeht, steckt Sauerborn weiterhin in den Kaderplanungen für die neue Saison. Gemeinsam mit dem künftigen Trainer Marco Sadowski, der Carsten Minker zum Saisonende ablösen wird, führt der Sportchef die Gespräche.

Und die zeigten bereits erste Erfolge: Mit Manuel Sander, Damiano Intravaia, Florian Neuke und Robert Bierkoch hat ein Quartett aus dem jetzigen Landesliga-Aufgebot seine Zusage für die neue Spielzeit gegeben. Auch der Großteil des übrigen Kaders soll laut Sauerborn gehalten, die Abgänge durch externe Neuverpflichtungen kompensiert werden.

Sadowski hingegen zeigte sich von Sauerborns Abschied überrascht. „Als ich mich für die FSV entschieden habe, war Uli natürlich ein Faktor“, gibt der 37-Jährige zu. Gleichwohl sei er „völlig entspannt. Denn Uli wird auf keinen Fall verbrannte Erde hinterlassen.“

Eine Nachfolgelösung für Sauerborn gibt es bis dato noch nicht. Dinter kündigte allerdings an, dass ein Mann aus dem Vereinsumfeld erste Wahl sei. In Iserlohn jedenfalls warten auf Sauerborn veränderte Strukturen. „Die sportliche Herausforderung ist dort eine ganz andere, auch mit anderen Rahmenbedingungen“, sagt er.

In der aktuellen Saison steht der FCI nach 20 Spieltagen auf Rang der Tabelle in der Westfalenliga. - Von Christian Müller

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