Uli Sauerborn hat "seine" FSV Werdohl nicht aus den Augen verloren

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Uli Sauerborn stand jahrelang in der Verantwortung bei der FSV Werdohl, war von 2007 bis 2012 Trainer. Im Sommer 2014 verabschiedete er sich von seinem Heimatverein und wechselte zum Westfalenligisten FC Iserlohn.

Iserlohn/Werdohl - Im Sommer 2014 endete am Riesei eine Ära. Nach mehr als 15 Jahren als Spieler, Trainer und Sportlicher Leiter verließ Uli Sauerborn die FSV Werdohl und wechselte als Sportchef zum Westfalenligisten FC Iserlohn, mit dem er nun in seine zweite Saison geht. Aus den Augen verloren hat der 48-Jährige die FSV aber nicht. Im Gegenteil: Sauerborn ist nach wie vor auf dem Laufenden und verfolgt das Geschehen an alter Wirkungsstätte mit Interesse.

Ob mit dem FSV-Vorstand, seinem Nachfolger Carsten Minker oder mit Cheftrainer Alen Terzic – Uli Sauerborn steht noch immer im „regen Austausch“ mit den am Riesei sportlich Verantwortlichen. Und er attestiert Carsten Minker als Sportlichen Leiter sehr gute Arbeit.

„Carsten ist genau der richtige Mann. Er hängt mit Herzblut am Verein, ist sehr akribisch in seiner Arbeit und hat Ahnung vom Fußball“, ist Sauerborn überzeugt. Doch der Schwerter übt aus der Ferne auch Kritik, die sich vornehmlich an das kickende Personal richtet.

„Was bei der FSV gerade nicht funktioniert, ist, was einzelne Spieler machen. Die FSV ist für mich im südlichen märkischen Kreis das Aushängeschild. Aber manch einer zieht es vor, lieber unterklassig zu spielen“, sagt Sauerborn mit Blick auf die Fluktuation.

Namen nennt er zwar nicht, aber arrivierte Akteure wie Manuel Sander, Fisnik Zejnullahu, Murat Kaya oder Redouane El Alami dürften sich wohl angesprochen fühlen.

Beim FC Iserlohn war Uli Sauerborn zusammen mit Cheftrainer Christian Hampel in den zurückliegenden Wochen und Monaten damit beschäftigt, trotz gekürzten Etats einen schlagkräftigen Kader für die Serie 2015/16 auf die Beine zu stellen. Das Gros des letztjährigen Personals bleibt den Waldstädtern auch für die neue Westfalenliga-Spielzeit erhalten, wenngleich sich die Angreifer Vincenzo Burgio und Denis Rödel dem finanzkräftigen Landesligisten SV Hohenlimburg angeschlossen haben.

Dafür aber konnte der Fusionsklub unter anderem den von zahlreichen Vereinen umworbenen Offensivspieler Kingsley Nweke halten. „Ich bin positiv gestimmt. Durch die Bank werden wir aber in der neuen Saison defensiver ausgerichtet sein“, so Sauerborn.

Die Handschrift des 48-Jährigen, dem in der vergangenen Serie die hohe Zahl an Gegentoren ein Dorn im Auge war, ist am aktuellen Westfalenliga-Aufgebot der Waldstädter jedenfalls deutlich sichtbar. Das war in Sauerborns Premierensaison nicht der Fall. Denn als der Sportchef vor etwas mehr als einem Jahr übernahm, waren die Kaderplanungen des FC bereits so gut wie abgeschlossen.

Sportlich war die Westfalenliga-Serie 2014/15 für den FCI unterm Strich eher ernüchternd. Nach Platz acht in der Vorsaison stagnierten die Waldstädter als Siebter im vorderen Tabellenmittelfeld. „Die erste Saisonhälfte war noch in Ordnung“, so Sauerborn. Doch nach der Winterpause kamen die Iserlohner nicht mehr richtig in Fahrt, beendeten die Saison im Niemandsland der Tabelle.

„Das war auch den zahlreichen Verletzten geschuldet“, sagt der FCI-Sportchef. Sein erste Saison am Hemberg nutzte der 48-Jährige auch dazu, um den Verein richtig kennenzulernen. „Das Gesamtprodukt FC Iserlohn ist sehr interessant. Vor allem die Nachwuchsarbeit mit den Westfalenliga-Teams ist herausragend. Und dass die B-Juniorinnen jetzt auch noch in die Bundesliga aufgestiegen sind, ist schon außergewöhnlich“, betont Uli Sauerborn.

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