FSV Werdohl will in Attendorn nachlegen

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Falk Fischer (links) wird der FSV Werdohl am Sonntag fehlen.

Werdohl - „Nachlegen“ – so lautet der Auftrag, den Manuel Sander seinen Schützlingen in der zurückliegenden Trainingswoche in das Aufgabenheft diktierte. Nach den „Big points“ gegen den VfL Bad Berleburg (2:1) peilt der Trainer der FSV Werdohl mit seinen Landesliga-Kickern beim SV 04 Attendorn am Sonntag (15.30 Uhr, Bezirkssportanlage Attendorn) den zweiten Sieg in Folge und im Idealfall den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz an.

„Gewinnst du das Spiel, sieht die Welt schon anders aus“, sagt der 31-jährige Übungsleiter. Vor zwei, drei Wochen sah diese Welt für die FSV – passend zum bisherigen Wetter im Oktober – punktetechnisch noch eher grau und trist aus, obwohl die Leistungen sowohl im Gastspiel beim SV Hohenlimburg (1:2) sowie in den MK-Derbys gegen Borussia Dröschede (0:3) und beim BSV Menden (1:2) nicht die schlechtesten, mitunter sogar sehr ordentlich waren.

Der wichtige 2:1-Erfolg am Sonntag gegen Bad Berleburg wirkte daher wie eine Licht-Therapie gegen den Herbstblues. Statt Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit herrschte in den Einheiten in dieser Woche gute Stimmung rund um den Riesei. „Das Training war richtig gut. Und es waren fast alle Mann dabei“, betont Sander. Dieses Stimmungshoch soll möglichst lange konserviert und im besten Fall am Sonntag beim fünf Zähler besser gestellten SV 04 Attendorn auf den Platz gebracht werden.

Apropos Platz: Der wird nicht natur-, sondern künstlich grün sein. Die Stadt Attendorn hat den Naturrasenplatz bereits gesperrt, bis zum Frühjahr müssen die Hansestädter ihre Heimspiel auf dem Kunstrasen der Bezirkssportanlage austragen – für die Werdohler gewiss kein Nachteil. Acht ihrer bislang elf Zähler holte der SV 04 nämlich vor eigenem Publikum. Zuletzt rutschte RW Erlinghausen auf dem Attendorner Naturrasen aus, unterlag mit 1:6.

Ein möglicher Vorteil für die Werdohler könnte die personelle Situation der Hansestädter sein. Am vergangenen Sonntag sah Milos Mitrovic bei der 2:3-Auswärtsniederlage gegen RW Hünsborn wegen einer Unsportlichkeit den roten Karton, wird am Sonntag ebenso fehlen wie Martin Mucha, der sich eine „Ampelkarte“ einfing. Weil sich nach der Partie am Hünsborner Löffelberg unschöne Szenen nach Spielende ereignet haben sollen, wurde der Spielbericht an die Verbandsspruchkammer abgegeben.

In Hünsborn aus privaten Gründen erst gar nicht mit dabei war Attendorns Spielertrainer Hasan Dogrusöz, mit dem am Sonntag allerdings wieder zu rechnen sein wird. Immer zu rechnen sein muss freilich auch mit dem brandgefährlichen Angreifer Andreas Spais, der in zehn Partien bereits bei acht „Buden“ steht. Mit Onur Benli befindet sich im Attendorner Aufgebot zudem ein Akteur, der in der vergangenen Saison noch das Trikot der FSV Werdohl überstreifte und besonders heiß auf das Wiedersehen alter Weggefährten sein dürfte.

Zur taktischen Marschroute wollte sich Manuel Sander im Vorfeld nicht äußern, möchte die Gastgeber am Sonntag überraschen. Keine Überraschung ist hingegen das Personal. Zwischen den Pfosten steht erneut Simon Felbick, weil Stammkeeper Markus Grete wohl noch mehrere Wochen ausfallen wird. Nach einem MRT-Termin am Donnerstag steht fest, dass sich Grete einen doppelten Bänderriss am linken Fuß zugezogen hat. Außerdem muss Falk Fischer mit Knieproblemen passen, wird nächste Woche bei einem Spezialisten in der Sportklinik Hellersen vorstellig.

Zudem kündigte Sander an, den einen oder anderen Akteur an die A-Liga-Reserve (Stadttderby gegen Eyüp) abzugeben. Mögliche Kandidaten sind – wie schon vor einer Woche – Florian Neuke, Robin Breitenbach und Benjamin Zekovic.

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