Inline-Skaterhockey, 1. Liga

Siegen – und dann auf Kaarst hoffen

Lüdenscheid – Gelingt den Highlandern Lüdenscheid am letzten Spieltag der Saison noch die Rettung oder müssen die „Schotten“ den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit antreten? Die Frage am Samstag beantwortet, wenn der Bergstädter Inline-Skaterhockey-Erstligist ausgerechnet beim Kreisrivalen Samurai Iserlohn um die in jedem Fall noch erforderlichen Punkte kämpft (19 Uhr, Heidehalle).

Zur Erinnerung: Ein Sieg ist bei zwei Zählern Rückstand Pflicht. Im Parallelspiel dürfen die Commanders Velbert beim allerdings turmhohen und vor der Hauptrundenmeisterschaft stehenden Favoriten Crash Eagles Kaarst nicht gewinnen. Die Anspannung ist greifbar, die Aufregung vor dem Endspiel in der Waldstadt maximal. „Aber darauf haben wir ja auch hingearbeitet, dieses Endspiel zu bekommen“, betont Highlander-Kapitän Matti Stein, nur dank des Sieges gegen Duisburg in der Vorwoche überhaupt noch die Möglichkeit erhalten zu haben, den drohenden Abstieg abzuwenden. Doch wie werden die Iserlohner dieses Spiel angehen? Derbys erhalten oder den ewigen Rivalen in die Zweitklassigkeit schießen?

Matti Stein ist sich da schon sehr sicher. „Die letzten Spiele haben gezeigt, dass die Rivalität größer ist. Die werden keine Gnade walten lassen.“ Die „Schotten“ erwartet wie zuletzt im unterlegenen Pokalhalbfinale also wieder ein heißer Tanz in der Heidehalle. Doch im Unterschied zum Pokalspiel wird es auf Seiten der Highlander in jedem Fall personelle Veränderungen geben. Zwangsläufig deshalb, weil sich Kevin Orendorz bereits nach dem Pokalhit zurück zum Eishockey verabschiedet hat. Vor allem aber, weil mit Mike Ortwein und André Bruch zwei wichtige Stammkräfte ausfallen.

Urgestein Otters hilft aus

Ortwein hat sich beim Eishockey eine Knieverletzung zugezogen (genauere Diagnose steht aus), Bruchs schon nach 18 Minuten erlittene Nasenverletzung entpuppte sich als offene Fraktur des Nasenbeins, die schon am Mittwoch operiert wurde. Die Highlander werden in ihrem Endspiel dennoch versuchen, sämtliche Register zu ziehen. Carsten Lang wird aller Voraussicht nach wieder an der Bande stehen. Urgestein Joni Otters hilft im letzten Saisonspiel auch wieder aus.

Schon 2012 war er ein ganz wichtiger Faktor, als es ähnlich eng wurde für die Schotten. Vielleicht auch heute? Kehrt indes Tim Bruch nach Ablauf der Sperre wieder zurück, soll noch ein Spieler dazustoßen, der in diesem Jahr noch keine Sekunde auf dem Feld gestanden hat. So oder so werden die Highlander heute noch einmal 60 Minuten lang Vollgas, Herz und Leidenschaft geben müssen. Ansonsten ist das Kapitel Bundesliga nach 13 Jahren Zugehörigkeit mit vielen Höhen und wenigen Tiefen vorerst beendet.

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