Brockmann/Sicking bei der „Tour Transalp“ auf Rang 21

Vor der heutigen letzten Etappe der „Tour Transalp“ liegen Jens-Christian Brockmann (Foto) und Paul Sicking auf Rang 21.

WIBLINGWERDE -  Weiter im Feld der besten 25 Teams dabei sind Jens-Christian Brockmann und Paul Sicking bei der „Tour Transalp“, die die Radsportler in Zweierteams sieben Tage lang durch die Alpen führt. Insgesamt werden dabei rund 800 Kilometer von den 1300 Teilnehmern zurückgelegt.

Auf der „Königsetappe“ am Mittwoch (wir berichteten) hatte das Duo ein paar Plätze verloren, Brockmann wusste auch, woran es lag. „Am Stilfserjoch ging es noch ganz gut, aber dann kam der berühmte Mann mit dem Hammer. Ich war völlig unterzuckert und hatte gehofft, an der Verpflegungsstelle eine Cola zu bekommen, aber da gab es nichts außer Wasser und isotonische Getränke. Ich habe mich dann noch den Foscagno hochgequält und mir im Hotel auf der Passhöhe zwei Dosen Cola gekauft. Da ging gar nichts mehr. Das hat uns zehn Minuten gekostet“, so der Wiblingwerder.

Am Donnerstag standen auf der fünften Etappe von Livigno nach Aprica 116,66 Kilometer, gespickt mit 2878 Höhenmetern auf dem Programm. Von Livigno ging es zunächst ein paar Kilometer zurück auf der Strecke des Vortages, ehe das Feld bei Bormio ins berühmte Veltlin (Valtellina) abbog. Durch typische italienische Orte mit ihren eckigen Kirchtürmen führte die Strecke bis Mazzo di Valtellina und dann am Denkmal der Radsportlegende Marco Pantani vorbei hinauf zum Passo Mortirolo (1870 m) mit seinen satten Steigungen. Der Lohn wartete am Gipfel mit der atemberaubenden Panoramastraße auf dem Bergrücken des Mortirolo mit dem Finale der einzigen Passankunft der diesjährigen Tour in Aprica. Neben dem Passo Mortirolo wurden noch der Passo d’Eira (2207 m) und der Passo Foscagno (2308 m) befahren.

Das Ziel in Aprica erreichten Brockmann/Sicking, für die es nun wieder besser lief, als Etappenzehnte der Herren in einer Zeit von 4:06:26,7 Stunden mit einem Rückstand von 17:17,2 Minuten auf die Tagessieger Michael Kastinger/Klaus Steinkeller (Österreich/3:49:09,5 Std.). Im Gesamtklassement stand Rang 18 (12. bei den Herren) mit einer Gesamtzeit von 17:05:18,8 Stunden zu Buche (Rückstand 1:01:47 Std.).

Unglücklich lief es dann für das heimische Duo heute bei erneutem Regen und sehr kalten Temperaturen auf dem Weg von Aprica nach Kaltern (6. Etappe/144,20 km, 2890 Höhenmeter). Zunächst verlief die Route im Antlitz der mächtigen Adamello-Gruppe mit ihren über 3500 Meter hohen Gipfeln, dann ging es hinab ins Val di Sole und Val di Non, eines der größten Apfel-Anbaugebiete Europas. Die drei Pässe Passo Tonale (1880 m), Brezer Joch (1397 m) und Mendelpass (1375 m) waren dabei nicht das Problem von Brockmann/Sicking, sondern vielmehr das große Teilnehmerfeld. „Wir haben uns verloren. Ich dachte, mein Partner sei hinter mir, dabei war er vor mir. Ich habe zwischendurch gewartet und gefragt, aber es wusste niemand Bescheid. Er muss wohl an mir vorbei gefahren sein, ohne dass ich es gemerkt habe und wir sind dann getrennt ins Ziel gekommen“, so Brockmann, dessen Zeit von 4:41:54,1 Stunden gewertet wurde, was Rang 13 bei den Herren bedeutete. Es siegten erneut Kastinger/Steinkeller, der Rückstand von Brockmann/Sicking betrug diesmal 19:41,5 Minuten.

Samstag letzte Etappe nach Arco

Im Gesamtklassement steht damit vor der letzten Etappe am Samstag nach Arco Rang 21 zu Buche – ein Platz unter den ersten 20 war das erklärte Ziel. „Ich weiß nicht, ob es möglich ist, auf der letzten Etappe noch Zeit gutzumachen, weil diese nicht mehr so schwer ist. Es sind nur noch 103,5 Kilometer und 1625 Höhenmeter“, sagt Brockmann. Zum Abschluss geht es noch über die eher kleinen Pässe Fai della Paganella (990 m) und Passo del Ballino (755 m).

Britta Kaufmann

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