SGSH mit Respekt und Natko Merhar nach Minden

Linksaußen Natko Merhar wird am Samstag wohl ins SGSH-Aufgebot zurückkehren.

Schalksmühle - Der Monat Oktober könnte für die Drittliga-Handballer der SGSH ein goldener werden: Fünf Spiele warten angesichts der auf den 28. Oktober vorgezogenen Partie beim Longericher SC. Zehn Punkte sind zu vergeben, zwei hat die SGSH gegen den Neusser HV bereits eingesackt.

Zehn Pluspunkte wären für die SGSH ein Traum. Die Aufgaben sind aber jede für sich knifflig. Am Samstag ist die SGSH um 16.30 Uhr in der Hauptschulhalle in Dankersen bei einer der jüngsten Formationen der Liga zu Gast: beim TSV GWD Minden II.

„Wenn jemand meint, die Punkte könnte man gegen diese junge Mannschaft mal eben mitnehmen“, sagt Co-Trainer Axel Meyrich, „dann ist das der erste Schritt zur Niederlage.“ Grund, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, gibt es auch mit Blick aufs Klassement nicht. Die Mindener haben mit 8:4-Zählern einen Traumstart hingelegt, sind aktuell Tabellenfünfter. Sie haben unter anderem in Ratingen gewonnen und auch den Neusser HV geschlagen. „Es ist aller Ehren wert, wie diese Jungs bisher aufgetreten sind“, sagt Meyrich voller Respekt und fügt mit Blick aufs Videostudium hinzu: „Auf jedem Meter sieht man die exzellente technische Ausbildung.“

Plessers mit Knochenabsplitterung

Bangemachen gilt für die SGSH trotzdem nicht. Die Siege in Ratingen und gegen Neuss haben nicht nur für ein freundlicheres Tabellenbild gesorgt, sondern auch für einen Stimmungs-Aufschwung. Das Selbstvertrauen ist wieder da, der Spaß beim Training auch, sagt Meyrich. Die Personalkrise scheint zudem mehr und mehr überwunden. Zwar ist der Kader längst noch nicht komplett, aber die Reihen lichten sich. Am Samstag im Weserbergland dürfte nach normalem Ermessen Natko Merhar in den Kader zurückkehren. Er hat in dieser Woche nahezu problemfrei trainiert. Nach Lutz Weßeling und Kristian Eskericic wäre Merhar der dritte Rückkehrer. Neben den verletzten Ruskov, Diehl und Jansen (sollte ins Training einsteigen, musste aber krank passen) wird auch Bastian Munkel in Minden fehlen. Munkel arbeitet seit kurzem im Polizeidienst in Mettmann. Die neuen Dienstzeiten sind nicht eben kompatibel mit Drittliga-Handball. Im Training fehlte er unter der Woche komplett, am Samstag ist er ebenfalls verhindert.

So stellt sich der 14er-Kader von selbst auf – wenn es nicht das Fragezeichen um die zweite Torwart-Position gäbe. Nicholas Plessers zog sich bei seinem Kurzeinsatz am Samstag gegen Neuss, als er Dominik Formella aufgrund einer Zeitstrafe vertrat und einen Gegenstoß von Bahn spektakulär parierte, eine Knochenabsplitterung am großen Zeh zu. Ob er spielen kann, entscheidet sich erst beim Abschlusstraining. Sollte er passen müssen, würde Mareks Skabeikis nachrücken.

"Alles reinwerfen" für den Erfolg

So ist die SGSH gut aufgestellt – zum gestrigen Donnerstag kehrte auch Cheftrainer Mathias Grasediek aus dem Holland-Kurzurlaub zurück und komplettierte das Trainerteam. Auch er hofft auf den goldenen Oktober. Minden II, Soest, Volmetal, Longerich – so weit allerdings denken Meyrich und Grasediek nicht. Es geht immer nur ums nächste Spiel, ergo aktuell um die Mindener mit ihren schnellen Beinen, den vielen Abwehroptionen und der Drittliga-untypischen Stimmung in der kleinen Halle. Viele Aspekte, auf die sich die SGSH vorbereitet – mit klarem Ziel und voller Konzentration. „Wir wissen, was Minden kann und wir wissen, was unsere Mannschaft kann“, sagt Axel Meyrich, „wenn wir wieder alles reinwerfen, werden wir damit erfolgreich sein.“

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