Die „Bullen“ und ihr Boss stapeln diesmal tief

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Am Sonntag geht’s los: Die Steel Bulls starten mit dem Heimspiel gegen Engelbostel in die Zweitliga-Saison.

Lüdenscheid - Die Spielzeit 2013 wird Norbert Krause so schnell nicht vergessen. Als selbsternannter Aufstiegsfavorit gestartet, mussten sich die Sauerland Steel Bulls nach ganz schwachen Auftritten – bedingt aber auch durch ein ganzes Lazarett verletzter Spieler – frühzeitig von allen Träumen verabschieden. Vor dem Start in ihre zweite Saison in der 2. Inline-Skaterhockey-Bundesliga stapeln die „Bullen“ und ihr 1. Vorsitzender diesmal tief.

Von Tim Viebahn-Knötig

Einer der Gründe ist die Liga an sich. „Die anderen Vereine haben mächtig aufgerüstet, das ist richtig heftig“, merkt Krause an. Vorneweg präsentierten sich die Hannover Hurricanez in der Winterpause als Großeinkäufer, bedienten sich vornehmlich beim Lokalnachbarn Bissendorfer Panther aus dem Oberhaus. Mit Tim Lücker, der als Spielertrainer fungieren wird, den Ex-Nationalspielern Florian Surkemper und Benjamin Hahnemann sowie Marvin Freitag wechselte gleich ein Quartett der Panther aus der Wedemark an die Leine.

Schon deshalb „wird Hannover eine ganz große Rolle spielen“, blickt Krause voraus, der daneben die Rostocker Nasenbären als Erstliga-Absteiger und die Salt City Boars Lüneburg zum engen Favoritenkreis im Titelkampf zählt. Dagegen sind die Commanders Velbert mit Neu-Trainer Michael Börger sowie die beiden Aufsteiger Duisburg Ducks II und Engelbostel Devils noch große Unbekannte.

Und die Steel Bulls? „Wir werden nicht oben mitspielen. Wir sind eine Wundertüte, von der man allerdings keine Wunderdinge erwarten darf“, backt das Vereinsoberhaupt der „Bullen“ in diesem Jahr kleine Brötchen: „Mit unserer neu formierten und stark verjüngten Mannschaft geben wir bewusst kein Saisonziel aus, sondern schauen von Spiel zu Spiel.“

Bewusst haben sich die Steel Bulls auch von den Eishockey-Spielern getrennt und wollen fortan nur noch auf reine Skaterhockey-Akteure setzen. Einzige Ausnahmen: Mit den DEL-Profis Christian Hommel und Michael Wolf stehen noch Gespräche an. Während Hommel weiter fester Bestandteil des Kaders ist, soll Nationalspieler Wolf immerhin ein bis zwei Spiele für die Steel Bulls bestreiten. Beide stehen derzeit mit den Iserlohn Roosters in den Play-Offs.

Königstransfer der Bergstädter, die aufgrund der immer noch nicht mit der Stadt Lüdenscheid geklärten Nutzung der Sporthalle im Bergstadt-Gymnasium ihre Heimspiele in Iserlohn-Sümmern austragen, war Sascha Jacobs. Der Routinier, der mit den Samurai Iserlohn im Dezember den Deutschen Meistertitel holte, soll als Spielertrainer fungieren, nachdem das Engagement von Robert Simon bekanntlich platzte. Jacobs erhält nach seinem Wechsel allerdings eine Spielsperre von drei Partien, wird daher bei den ersten Begegnungen nur an der Bande stehen.

Los geht die Saison für die Bergstädter am Sonntagnachmittag mit dem Heimspiel in Iserlohn gegen das Team aus Engelbostel. Selbst eine Wundertüte, der Gegner ist noch dazu ein unbeschriebenes Blatt – so darf man auf den Auftakt in diesem Jahr ganz besonders gespannt sein...

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